Yannik Wagner vom 1. FC Heidenheim: Ex-Jugendspieler des SV Münchweier trifft gegen den FC Bayern München

Die Freude steht Yannik Wagner vom 1. FC Heidenheim 1846 nach seinem Tor gegen den FC Bayern München ins Gesicht geschrieben.
Harry Langer/dpa- Heidenheims Yannik Wagner traf im Test gegen den FC Bayern München zum 1:0.
- Der 19-Jährige aus Münchweier startete, fiel durch Tempo und Chancen auf.
- Bayern drehte nach der Pause das Spiel – Endstand 4:2 für den Rekordmeister.
- Trainer Frank Schmidt lobte die kompakten Umschaltmomente und Wagners Szenen.
- Musiala brach erneut zusammen, gab später leichte Entwarnung zu kurzfristigen Absencen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dass Testspiele in der Sommervorbereitung nur eine begrenzte Aussagekraft besitzen, ist allgemein bekannt. Trainer probieren Dinge aus und geben auch Akteuren aus der zweiten Reihe eine Chance, sich zu zeigen. Das war am Dienstagabend nicht anders, als der Zweitligist 1. FC Heidenheim, der bereits zwei Pflichtspiele absolviert hat, auf den deutschen Rekordmeister FC Bayern München traf.
FCB-Trainer Vincent Kompany schickte eine Elf aufs Feld, die in dieser Form in der Bundesliga wohl kaum auflaufen würde. Und auch sein Gegenüber, Heidenheims Trainerikone Frank Schmidt, rotierte im Vergleich zu den beiden Spielen in der zweiten Bundesliga durch.
Einer der Nutznießer dieser Rotation: Yannik Wagner. Der ehemalige Jugendspieler des SV Münchweier stand bislang in den beiden Pflichtspielen der Heidenheimer nicht im Kader – über die Gründe ist öffentlich nichts bekannt. Am Dienstag durfte er vor 11.727 Zuschauern in der Heidenheimer Voith-Arena dann von Beginn an ran.
Gegen WM-Fahrer in der Bayern-Defensive
Der Offensivmann traf dabei auf illustre Namen in der Bayern-Defensive: Alphonso Davies, Dayot Upamecano, Hiroki Ito und Sascha Boey bildeten die FCB-Viererkette. Dahinter stand WM-Fahrer (als vierter Torwart) Jonas Ubrig im Kasten.
Große Freude über das Tor
Es dauerte dabei nicht lange, bis Wagner Werbung in eigener Sache betreiben konnte. Nach einem Fehler im Münchner Aufbauspiel war der gebürtige Ettenheimer, der beim SV Münchweier mit dem Fußballspielen begann, frei durch. Im Eins-gegen-eins gegen den designierten Nachfolger von Manuel Neuer behielt Wagner die Nerven und traf zur 1:0-Führung für die Heidenheimer.
Die Freude über das Tor war Wagner sofort anzusehen, er feierte den Führungstreffer mit einem Knierutscher und strahlte über das ganze Gesicht. Eine Szene, die dem 19-Jährigen Auftrieb gab. Denn auch danach war Wagner immer wieder im Fokus.

Yannik Wagner vom 1. FC Heidenheim trifft zum 1:0 gegen den FC Bayern München.
Harry Langer/dpa„Wagner sorgt weiterhin für Furore! Nach dem nächsten FCB-Ballverlust im Mittelfeld schickt Föhrenbach den schnellen Offensivmann gegen unsortierte Münchner auf der linken Seite“, schrieb der „Kicker“ in der 21. Minute in seinem Ticker zum Spiel auf der Ostalb. Schon zuvor war Wagner in der 17. Minute nach langem Sprint im Strafraum aufgetaucht. Dieses Mal blieb Ubrig jedoch Sieger im Duell der beiden Youngster.
Bayern-Talent trifft traumhaft zum 1:1
Apropos Youngster: Die Bayern-Offensive war am Dienstagabend ein Sammelsurium an Talenten. Der 19-jährige Felipe Chavez war es dann auch, der für den Ausgleich der Bayern sorgte. Sein direkter Freistoß aus 20 Metern passte perfekt.
Doch die Heidenheimer blieben mutig und gingen kurz vor der Pause erneut in Führung. Und wieder war Wagner – zumindest indirekt – beteiligt. Eine Flanke des Ortenauers, der am Dienstag auch Eckbälle trat, klärte die Bayern-Abwehr direkt in den Fuß von Julian Niehues. Seine Direktabnahme von der Strafraumkante schlug unhaltbar im rechten Eck ein.
Nach einer Stunde hat Wagner Feierabend
Nach der Pause drehten dann die Bayern das Spiel. Arijon Ibrahimović verwandelte in der 47. Minute einen Elfmeter. In der Folge sorgten Luis Díaz (78.) und Nathaniel Brown (84.) für den 4:2-Endstand. Yannik Wagner war da schon nicht mehr auf dem Platz, nach knapp einer Stunde war für den Heidenheimer Youngster Feierabend.
Was Frank Schmidt zum Spiel sagt
„Ich glaube, man hat gesehen, was wir heute vorhatten. Wir wollten kompakt spielen, die Defensive stabilisieren, und auch diese Umschaltmomente waren so geplant. Heute haben wir auch zu Recht 1:0 geführt und hätten fast das zweite Tor machen müssen“, sagte FCH-Trainer Frank Schmidt nach dem Spiel und dürfte damit vor allem Wagners Szenen gemeint haben.
Kaderplatz für Wagner im DFB-Pokal?
Der ehemalige Spieler des SV Münchweier durfte sich über eine starke Leistung gegen den Rekordmeister freuen. Und wer weiß? Vielleicht bringt ihn sein Auftritt gegen die Bayern schon bald in den Spieltagskader des FCH. Die nächste Möglichkeit dazu gibt es am Sonntag im DFB-Pokal. Ein Wettbewerb, an den Wagner gute Erinnerungen haben dürfte. Vor ziemlich genau einem Jahr feierte er in der ersten Pokalrunde gegen den Bahlinger SC sein Debüt als Profi.
Musiala-Zusammenbruch überschattet das Spiel
Nationalspieler Jamal Musiala hat beim FC Bayern München für einen erneuten Schreckmoment gesorgt, wenig später aber zumindest leichte Entwarnung gegeben. „Das Wichtigste zuerst – mir geht es gut!“, teilte der 23-Jährige nach dem 4:2 (1:2)-Sieg des deutschen Fußball-Rekordmeisters im Testspiel beim 1. FC Heidenheim über die sozialen Medien mit.
Wie schon drei Tage zuvor im Test gegen RB Leipzig (3:1) war Musiala auf dem Rasen zusammengebrochen. Bayern-Sportvorstand Max Eberl hielt sich zum Gesundheitszustand des Offensivstars zunächst bedeckt, ehe sich Musiala nach der Partie beim Bundesliga-Absteiger selbst zu Wort meldete.
„Ich verstehe, dass sich viele von euch Sorgen machen. Diese Sorge möchte ich euch heute nehmen und euch dazu etwas erklären“, schrieb Musiala an die Fans gewandt. „Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim.“

