Viele Magdeburger Fans erwartet: Oberligist Bahlinger SC träumt im DFB-Pokal von der Sensation

Schon im Vorjahr spielte der Bahlinger SC im DFB-Pokal. Gegen den 1. FC Heidenheim gab's eine 0:5-Niederlage.
Philipp von Ditfurth/dpa- Bahlinger SC empfängt im DFB-Pokal den 1. FC Magdeburg und ist klarer Außenseiter.
- Trainer Marco Schneider war 2002 beim BSC-Pokalcoup aktiv und bremst nun den Hype.
- Im Vorjahr gab es ein 0:5 gegen Heidenheim – diesmal setzt Bahlingen auf Routine im Alltag.
- Im Pokal sind nur 20 statt 22 Spieler im Kader; schwere Entscheidungen stehen an.
- Magdeburg startete mit 1:6 und 3:0 – bis zu 1000 FCM-Fans werden im Kaiserstuhlstadion erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Man könnte meinen, Marco Schneider kennt sich mit dem Pokal besonders gut aus. Mit dem Verbandsligisten FC Auggen scheiterte Marco Schneider 2025 erst im Elfmeterschießen des südbadischen Pokalfinals, mit dem Bahlinger SC gewann er 2026 den Cup gegen den Rekordsieger FC 08 Villingen.
Und als der Bahlinger SC als Oberligist 2002 gegen den damaligen Zweitligisten Alemannia Aachen sensationell mit 1:0 gewann und in die zweite Runde des DFB-Pokals einzog, stand Schneider in der Startformation und spielte rund 75 Minuten, ehe er ausgewechselt wurde.
Nun darf der Trainer des BSC mit dem Oberligisten am Sonntag (15.30 Uhr) im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten 1. FC Magdeburg antreten und sagt: „Ich glaube nicht, dass ich ein Pokalspezialist bin.“ Zwei schöne Jahre habe er im Pokal gehabt. Und das trifft auch auf den Bahlinger SC, bei dem Schneider seit März 2025 tätig ist, zu.
Gegen Heidenheim lief vieles gegen den Bahlinger SC
Zum zweiten Mal in Serie steigt im Kaiserstuhlstadion ein echtes Highlight-Spiel. Beim 0:5 im vergangenen August gegen den 1. FC Heidenheim lief vieles gegen den Außenseiter, in diesem Jahr nimmt der Regionalliga-Absteiger einen neuen Anlauf. „Irgendwie träumt man natürlich von der Sensation“, will der BSC-Trainer nicht leugnen. Dass dafür „viel zusammenkommen muss“, dürfte angesichts des Klassenunterschieds selbsterklärend sein.
Nur 20 statt 22 Spieler dürfen in den Kader
Gleichzeitig ist Schneider zuweilen auch als Euphoriebremser gefragt. Denn übertriebene Emotionen und zu viel Hype vor dem Spiel sind aus seiner Sicht schädlich. „Wir versuchen, unsere Abläufe beizubehalten wie im Oberliga-Alltag“, sagt er. Eine Änderung im Vergleich zu den Spielen in der fünften Liga gibt es jedoch. Im DFB-Pokal dürfe er nur 20 Spieler in den Kader nehmen, in der Oberliga 22. Daher muss Schneider schon vor dem Highlight-Spiel schwere Entscheidungen treffen.
An der Vorfreude in Mannschaft und Verein ändert das jedoch wenig, in Bahlingen freut man sich auf das DFB-Pokalspiel. Zu Gast ist mit dem 1. FC Magdeburg ein Team, dessen Ergebnisse in der bereits gestarteten zweiten Bundesliga Raum für Spekulationen lassen.
Sieg und Niederlage für den 1. FC Magdeburg
Gegen Braunschweig holte man sich zum Saisonstart mit 1:6 eine böse Klatsche ab, eine Woche später gewann die Elf aus Sachsen-Anhalt dann auswärts mit 3:0 in Osnabrück. „Es ist eine Mannschaft, die spielstark ist. Sie haben viel Tempo und Kreativität in der Offensive und spielen einen guten Ball“, sagt Schneider über den Gegner. „Das macht’s nicht leichter“, sagt er und lacht.
Bis zu 1000 FCM-Fans werden erwartet
Begleitet wird die Magdeburger Mannschaft am Sonntag von zahlreichen Fans. Schneider rechnet mit 800 bis 1000 FCM-Anhängern, die im Kaiserstuhlstadion für ordentlich Stimmung sorgen dürften. Denn die Magdeburger Fanszene gilt als eine der stimmgewaltigsten im deutschen Fußball. Auch Schneider spricht von einer „tollen Fankultur“.

Die Spieler des 1. FC Magdeburg feiern den 3:0-Sieg gegen Osnabrück.
David Ebener/dpaEs scheint also angerichtet für einen aufregenden Fußballnachmittag in Bahlingen. Gleichzeitig stellt Schneider aber auch klar, dass sein großer Fokus der Saison in der Oberliga Baden-Württemberg liegt. „Es ist ein Highlight, aber ich würde es nie über den Oberliga-Alltag stellen“, sagt er.
So bewertet Schneider den Oberliga-Start
Dort ist seine Mannschaft als Absteiger mit drei Unentschieden in Serie in die Saison gestartet. Für Schneider jedoch zählen nicht nur die Ergebnisse. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Start und der Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Wir haben uns kontinuierlich gesteigert“, sagt Schneider. Am Wochenende steht nun jedoch der DFB-Pokal im Fokus.

