Vereinsvorstellung: FC Neuried blickt wieder besseren Zeiten entgegen

Der FC Neuried war in der abgelaufenen Spielzeit das Maß aller Dinge in der Kreisliga B. Mit 70 Punkten und 128 Toren war der Aufstieg Formsache.
Horst KünstleGroß ist die Erleichterung beim Fußballclub Neuried, dass nach dem Sturz in die unterste Spielklasse gleich im ersten Jahr das Comeback in die Kreisliga A gelang – nicht nur damit dem frisch fertiggestellten Clubheim ein würdiger Rahmen geboten werden kann. Hinsichtlich des Neubaus des Vereinsheims ist man in den letzten Zügen. „Wir brauchen noch drei bis vier Wochen“, sagt der Sportvorsitzende Robin Metzger.
Wenn die Saison Mitte August startet, steht eigentlich ein Heimspiel gegen den FV Urloffen an. „Es könnte jedoch sein, dass wir das Heimrecht tauschen“, sagt Metzger. Bereits beim zweiten Heimspiel sollte das neue Zuhause des FC Neuried dann aber bereits in vollem Glanz bereitstehen.
Natürlich geht es auch um den sportlichen Aspekt. Die Kreisliga B konnte keineswegs das ausgemachte Ziel gewesen sein, als man vor Jahren – damals noch in der Bezirksliga – über die Fusion zwischen den Sportfreunden Ichenheim und dem FV Altenheim nachdachte. Doch zuletzt war reichlich Sand im Getriebe des jungen Konstruktes. Möglich ist, dass die Baumaßnahmen von Plätzen und Clubheim in den Fokus rutschten.
Doch damit ist nun Schluss. Mit einigen neuen, überwiegend jungen Gesichtern soll die Zukunft am Rhein eingeläutet werden. Erfahrung bringen Esmir Kastrati vom SV Kippenheimweiler und Semih Güldane von den Sportfreunden Goldscheuer mit. Vom SV Ortenberg kommt Raid Sandani ins Ried und der junge Paul Weber wechselt vom VfR Elgersweier zum FC.
Jonathan Reichenbach möchte in der neuen Runde kürzertreten
Aus der eigenen Jugend vervollständigen Justin Junker, Fynn Kaiser und Torhüter Fabian Wurth den Kader. Dafür muss der Club künftig öfters auf Jonathan Reichenbach verzichten, der kürzer treten will.
Die Zugänge aus der eigenen Jugend beschreiben die intensivierte Jugendarbeit beim FC Neuried. Denn in der jüngeren Vergangenheit waren kaum Spieler aus der eigenen Talentschmiede zur Übernahmen in die Erwachsenenmannschaft vorhanden.
Natürlich muss der FC Neuried in der Kreisliga A kleine Brötchen backen. Ankommen und sich etablieren, damit man die nächsten Jahre diese Klasse halten könne, nennt Metzger als Ziel.
Der Vorsitzende ist dankbar, dass die Mannschaft trotz des Absturzes in die unterste Klasse zusammengeblieben ist. „Sogar im Jahr des Abstiegs bekamen wir noch Zugänge“, hält er fest. Durch verschiedene Umstände sei man in einen Strudel geraten. „Wenn man fusionieren will, sehen die Verantwortlichen die Arbeit und die Notwendigkeit. Doch von den Außenstehenden gibt es immer Gegenwind. Das ist normal“, formuliert der Sportvorsitzende diplomatisch. Doch mittlerweile hätten sich die Wogen gelegt und gemeinsam freue man sich auf wieder bessere Zeiten.




