Spiel eher schwach
: FV Sulz rutscht mit Niederlage im Derby gegen TGB Lahr ab

Ein Leckerbissen war im Duell der Stadtvereine in der Bezirksliga nicht geboten. 0:2 verloren die Kicker von der Stellfalle schließlich beim Aufsteiger.
Von
Wolfgang Künstle
Lahr
Jetzt in der App anhören
Der Sulzer Ümit Sen (in Gelb) wird von Enis Akman gehalten.

Der Sulzer Ümit Sen (in Gelb) wird von Enis Akman gehalten.

Wolfgang Künstle
  • TGB Lahr schlägt FV Sulz 2:0 im Derby der Bezirksliga, Pausenstand 0:0.
  • Tore: Malik Kahla nach Doppelpass mit Kraut und Gbajie, später Alexandru-Ioan Nicola per Konter.
  • FV Sulz rutschte auf Rang 13 ab – Rückstand auf Rang fünf beträgt drei Punkte.
  • Trainer Ümit Sen sieht Entwicklungspotenzial und fordert mehr Konsequenz im Abschluss.
  • Weitere Spiele: Zeller FV 3:1 gegen Mühlenbach, Ettenheim-Altdorf 2:1 in Oberschopfheim, Elgersweier–Rammersweier 1:1, Dinglingen 1:3 gegen Diersheim, Schutterwald 0:1 in Oppenau.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bezirksliga: TGB Lahr – FV Sulz 2:0 (0:0). „Es sieht schlimmer aus, als es ist“, sagt Ümit Sen, Trainer des Bezirksligisten FV Sulz, nach einem Blick auf die Tabelle. Eben hat seine Elf bei der TGB Lahr mit 0:2 verloren, wodurch die Sulzer auf Rang 13 abrutschten. Allerdings beträgt der Rückstand auf Rang fünf gerade mal drei Punkte.

Kein Grund zur Sorge also bei Sen, obwohl der Auftritt des FVS auf dem Mietersheimer Sportplatz nur ansatzweise überzeugte. Die TGB zeigte sich engagierter und betrieb einen immensen Aufwand, ohne dass sie tatsächlich viele nennenswerte Chancen dadurch generiert hätte. „Für die Qualität, die du in der Mannschaft hast, macht ihr daraus viel zu wenig“, sagte ein Zuschauer nach Schlusspfiff zu TGB-Trainer Christian Saban – und hatte recht. Erst nach 65 Minuten gelang Malik Kahla die Führung der Türkischen Jugendgemeinschaft nach einem schönen Doppelpass zwischen Yven Kraut und Mike Gbajie, wonach jener Kahla mustergültig bediente. Den Schlusspunkt setzte Alexandru-Ioan Nicola in der letzten Szene des Spiels mit einem lupenreinen Konter, nachdem die Sulzer ergebnisbedingt hatten aufrücken müssen.

Auf Sulzer Seite muss man künftig kleinere Brötchen backen, daraus machte Sen keinen Hehl. „Wir haben nicht die Ambitionen, ganz oben mitzuspielen“, sagt der 33-jährige Spielertrainer. „Nach dem Umbruch haben wir viele neue Spieler, die sich erst entwickeln müssen.“ Seit zwei Wochen sei die Begeisterung, mit der zuvor drei Siege eingefahren wurden, etwas verloren gegangen. „Doch unser Spiel besteht aus Leidenschaft und Mentalität, da müssen wir jedes Mal hundert Prozent geben.“

Mit dem Auftritt im ersten Durchgang zeigte sich Sen „nicht unzufrieden“. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Nur die Torchancen hätten wir konsequenter nutzen müssen. Wenn wir in der ersten Hälfte das Tor machen, kann es anders ausgehen.“ Am wichtigsten seien ein gutes Mannschaftsgefüge und die Entwicklung der einzelnen Spieler, was sich dann auch im Spiel der Mannschaft auswirken werde. Fußballerisch will Sen konkret das Spiel aus der eigenen Defensive heraus verbessern, wo in Mietersheim einige Bälle verloren gegangen sind. „Ich bin mir sicher, dass wir dadurch auch wieder besser werden und erfolgreichen Fußball spielen“, so der Trainer.

Schwabo Powerplay

Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

Rohanstädter benötigen viel Geduld

Erfolgreichen Fußball spielt auch weiterhin der Zeller FV, der mit einem 3:1 gegen den SV Mühlenbach die Tabellenspitze souverän verteidigte und nach wie vor das Maß aller Dinge in der Bezirksliga bleibt.

Viel Mühe hatte dagegen der FC Ettenheim-Altdorf, dem erst in der 90. Minute durch Jakob Schmidt der 2:1-Siegtreffer beim Schlusslicht SV Oberschopfheim gelang. Schmidt hatte bereits in der 13. Minute die Führung für die Rohanstädter am Auberg erzielt und die Gastgeber glichen nach gut einer halben Stunde aus. Danach währte lange Zeit Hoffnung auf den zweiten Punktgewinn der Saison im Lager der Schwarz-Gelben, doch sie war vergebens. Die Punkte geteilt haben sich dagegen der VfR Elgersweier und der FV Rammersweier im Offenburg-Derby. Sie trennten sich 1:1 nach Toren von Kevin Kopf für die Gäste und Alexander Kirn für den VfR, was freilich beiden Vereinen in der Tabelle nicht wirklich weiterhilft.

Gänzlich von der Rolle präsentiert sich weiterhin der FV Dinglingen, der nach der vierten Niederlage in Folge schon ziemlich abgeschlagen auf dem vorletzten Platz angekommen ist. Am Sonntag kassierte die Equipe aus dem Lahrer Westen eine 1:3-Heimniederlage gegen den SV Diersheim. Auch die frühe Führung nach nur fünf Minuten durch einen Strafstoß von Wladislaw Duschkin gab der Mannschaft nicht die nötige Sicherheit. Nach einer Stunde glich Christophe Deiss ebenfalls vom Punkt für die Hanauerländer aus und ein Doppelschlag von Luca Schröter und Dennis Schulz eine Viertelstunde vor Schluss machte die Niederlage für die Dinglinger perfekt. Eine bittere Niederlage kassierte auch der FV Schutterwald, der in Oppenau durch ein Gegentor in der 86. Minute von Florian Müller mit 0:1 verlor und hierdurch in der Tabelle auf Rang sechs zurückfiel.