Spannung in Seelbach
: Fünf Sekunden vor Schluss schlägt HSG Ortenau Süd zu

Gegen die HSG Dreiland wurde es am Samstag in der Handball-Landesliga eine enge Angelegenheit. Die Hausherren bewiesen Kampfkraft und Moral.
Von
Thorsten Mühl
Seelbach
Jetzt in der App anhören
Luca Welle setzt für die HSG zum Wurf an.

Luca Welle setzt für die HSG zum Wurf an.

Horst Künstle
  • Handball-Landesliga: HSG Ortenau Süd schlägt HSG Dreiland 30:29 – Siegtreffer fünf Sekunden vor Schluss.
  • Ortenau Süd führte zur Pause 16:13, wackelte nach 21:18, gewann laut Trainer dank Kampfkraft.
  • HGW Hofweier bezwingt SG Maulburg/Steinen 32:29, Entscheidung nach 32:27 in Minute 57.
  • Verbandsliga: TuS Altenheim dreht beim ASV Ottenhöfen ein 20:22 in den letzten vier Minuten zum 24:22.
  • SG Kappelwindeck/Steinbach setzt sich nach starker zweiter Hälfte 35:23 gegen SG ERA durch.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Landesliga: HSG Ortenau Süd – HSG Dreiland 30:29 (16:13). Einen erfolgreichen Gang absolvierten die Gastgeber gegen die Vertreter vom Dreiländereck. Der Erfolg fußte auf der kollektiven Stärke, die sich erfolgreich gegen den Gäste-Dauerdruck stemmte. Die ersten 30 Minuten bestimmten die Hausherren nahezu komplett, weil sich die Abwehr stabil stellte und in Verbindung mit der Torhüterleistung eine Bank bildete. „Es hätten angesichts der gezeigten Leistung ein paar Gegentreffer weniger sein können, aber das passiert manchmal“, skizzierte Oliver Fimm vom Trainerteam Ortenau Süd. Zur Pause führten die Gastgeber mit soliden drei Treffern.

Nach Wiederanpfiff knüpfte man zunächst leistungstechnisch an, bekam es dabei aber mit einem Kontrahenten zu tun, der sich durch nichts und niemanden erschüttern ließ. „Sie spielen ihren Stil unverdrossen weiter und schieben immer wieder durch. Das sind gute Handballer, denen man erst einmal beikommen muss“, ordnete Fimm mit Respekt ein. Nach dem 21:18 in Minute 42 ließ sich Ortenau Süd ins Wackeln bringen. Das führte dazu, dass die Gäste um ein Haar das Geschehen noch komplett gedreht hätten. Erst fünf Sekunden vor Abpfiff sorgte die HSG Ortenau Süd für die Entscheidung. „Die Mannschaft hat mit Kampfkraft und Moral gewonnen“, schloss Fimm.
HSG Ortenau Süd: Meister, Heppner; K. Schilli 5, M. Schilli 4, B. Ruf 4, R. Marple 4, Faißt, Schreiner, Kuhnigk 6, S. Ruf 3, Mallach, Zacharias 3, W. Marple, Welle 1/1, Kremer.

HOFWEIER. Landesliga: HGW Hofweier – SG Maulburg/Steinen 32:29 (15:13). Hofweier feierte gegen die SG Maulburg/Steinen einen fürs Selbstvertrauen wichtigen Heimerfolg. Entgegen erster Erwartungen konnten die Hausherren doch ein größeres Aufgebot ins Spiel bringen als zunächst erwartet. Die ersten 30 Minuten kontrollierte der HGW mehrheitlich. Der Gast blieb jedoch verbissen dran und drückte den Abstand zur Pause noch auf zwei Treffer. „Wir hatten das grundsätzlich im Griff, haben es situativ jedoch verpasst, den Sack früher zuzumachen“, fand Luca Barbon vom HSG‑Trainerteam.

In die zweiten 30 Minuten startete man erneut überzeugend. Die Abwehr um Rückkehrer Lukas Schade war konzentriert. „Wir waren aber nicht über die gesamten 60 Minuten hinweg konstant. Das ist noch eines jener Themen, an denen wir weiter feilen“, befand Barbon. Über 26:22 in Minute 45 entwickelte sich eine enge Phase. „Das ging dieses Mal gut, sollte in den anstehenden drei Derbys aber möglichst nicht der Fall sein“, so Barbon.
HGW Hofweier: Hechinger, Eckenfels; Askin 2, Spitzmüller 1, Zimmermann, M. Mattes 8/3, Buchholz 1, Schade 4, Ehleiter 6, Kießle, Isen 4, U. Mattes 2, Kühne 2, Himmelsbach 2, Stark.

OTTENHÖFEN. Verbandsliga: ASV Ottenhöfen – TuS Altenheim 22:24 (11:12). „Angesichts der Umstände haben wir unser gestecktes Ziel erreicht. Der Rest waren Details, die mit hereingespielt haben, die wir aber letztlich gemeistert haben“, so TuS-Trainer Robin Haller am Tag nach der Begegnung. Die ersten 30 Minuten verliefen ausgeglichen und Altenheim sicherte sich eine minimale Führung zum Seitenwechsel. „Die Abwehrleistung war, auch angesichts der Bedingungen, insgesamt gut. Auch die Mannschaft war im Spiel, wobei mir viele Aktionen mit nur 80 Prozent Einsatz gelöst wurden“, skizzierte Haller. Er musste auf Jannis Waldmann komplett verzichten. Nach rund 26 Minuten durfte auch der nach einer Schnittwunde gezeichnete Vincent Funk nicht mehr aufs Feld.

Auch in der zweiten Hälfte war das Geschehen auf Messers Schneide. „Letzteres passiert aber auch nur, weil wir leichtsinnige technische Fehler machen“, warf Haller ein. Wie die Mannschaft nach dem 22:20 des ASV vier Minuten vor Ende reagierte, und mit vier Treffern in Folge die Partie noch komplett umdrehte, nötigte dem TuS-Coach Respekt ab.
TuS Altenheim: Henke, Schäfer; L. Waldmann 5/5, Heini 1, Wolpert 2, Pauli 1, Kircher 1, Gieringer 4, Biegert 5, Kugler 3, Funk 2, J. Waldmann.

STEINBACH. Verbandsliga: SG Kappelwindeck/Steinbach – SG ERA 35:23 (17:16). Trotz einer couragierten ersten Halbzeit musste sich ERA am Ende dann doch noch deutlich geschlagen geben. Die Gäste mussten kurzfristig auf einige erkrankte Spieler verzichten, sodass gerade im Rückraum-Bereich die Wechseloptionen fehlten. Dennoch waren die ersten 30 Minuten leistungsmäßig das, was Trainer Nico Vollmer für die kommenden Aufgaben Optimismus verleiht. „Das war teilweise sogar über dem Limit“, skizzierte er.

Schwabo Powerplay

Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

Taktisch wurde viel mit siebtem Feldspieler agiert und in der Folge auch mit zwei Kreisläufern. Allesamt Mittel, die anschlugen – „auch, weil es uns, im Vergleich zur Vorwoche, gelang, die Fehlerzahl deutlich zu minimieren. Im Angriff war das richtig gut, auch die Abwehr- samt Torhüterleistung wusste zu gefallen“, beobachtete Vollmer. Nach dem 11:11 in Minute 19 verlagerte sich ein kleiner Vorteil auf die Seite der Hausherren, die den knappen Vorsprung mit in die Pause nahmen. „Situativ hat ein wenig die Cleverness gefehlt, ansonsten hätten wir auch mit einer eigenen Führung zur Pause aufwarten können“, zeichnete Trainer Vollmer nach.

Die ersten 30 Minuten hatten Kraft gekostet, was daran zu merken war, dass die Gäste aus der Ortenau den zweiten Abschnitt fehlerbehaftet begannen. Kappelwindeck nutzte das postwendend aus. „Das ging, gerade zu Beginn der Halbzeit, alles etwas zu schnell für uns. Der Gegner hat es dann schnörkellos gespielt. Es war nicht mehr viel auszurichten“, merkte Voller an.
SG ERA: Adler, Chaloupka; Maurer 6, Volz, Klausmann 4, Schnitzer, Mix 5, Motz, Klein 3/2, Kaufmann 2, Gencer 3.