Remis gegen Böblingen
: Wilde 60 Minuten enden für TuS-Damen mit einem Punkt

Nach verpatztem Start ging es zwischen Ottenheim und dem Gast aus Schwaben in der Schlussphase hin und her. Trainer Baumann konnte mit dem Ergebnis leben.
Von
Thorsten Mühl
Ottenheim
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Trainer Nico Baumann gibt seinem Team in der Auszeit Anweisungen.

Trainer Nico Baumann gibt seinem Team in der Auszeit Anweisungen.

Fissler
  • TuS Ottenheim und HSG Böblingen/Sindelfingen trennten sich 31:31 nach wechselhaften 60 Minuten.
  • Ottenheim startete schwach, Torwechsel auf Sandra Jäkel stabilisierte – Ausgleich zur Pause.
  • Schlussphase war wild: Gäste führten 27:29, TuS drehte es kurz, am Ende der Ausgleich.
  • Landesliga: TuS Altenheim gewann 24:20 bei HSG Willstätt/Hanauerland nach zähem Derby.
  • Verbandsliga: HSG Baar siegte 33:25 gegen SG Altdorf/Ettenheim, Ottersweier 30:28 gegen SG Scutro.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Oberliga, Damen: TuS Ottenheim – HSG Böblingen/Sindelfingen 31:31 (13:13). Nach wilden 60 Minuten trennten sich die TuS-Handballerinnen mit 31:31 von Böblingen/Sindelfingen. „Am Ende sind wir mit dem Punkt zufrieden. Es hätte auch keiner sein können“, bemerkte Trainer Nico Baumann.

Den Start setzten die Gastgeberinnen gehörig in den Sand. „Die ersten sechs Bälle waren gefühlt allesamt drin“, so Baumann, der nach dem 2:6 in Minute neun bereits den ersten Wechsel im Tor vornahm. Sandra Jäkel bekam mehr Zugriff als zuvor Eleni Viertel, sodass der TuS zum Ausgleich kam. „Wir haben anfänglich zu viele, hauptsächlich einfache, Fehler gemacht. Was wir auch in der Abwehr versucht haben, anfangs hat es nur eingeschlagen. Das wurde erst mit der Zeit etwas besser“, beobachtete Baumann.

Große Veränderungen ergab der Verlauf der zweiten 30 Minuten im Vergleich zur ersten Hälfte nicht. Beide Mannschaften wiesen immer wieder starke, aber auch schwache Phasen auf. „Wir haben es aber nicht verstanden, mal bis auf drei bis vier Treffer wegzukommen. Dann wäre das Geschehen wohl endgültig auf unsere Seite gekippt. Böblingen/Sindelfingen erging es in der Hinsicht aber ähnlich wie uns“, vermutete Baumann. Wild wurde es in der Schlussphase. Die Gäste führten beim 27:29 fünf Minuten vor Schluss, wurden ihrerseits wieder vom TuS überholt und schafften in der letzten Minute dann doch noch den Ausgleich. „Positiv fand ich, dass Nelly Kindlein und Alicia Wanjek Verantwortung getragen haben. Das wünsche ich mir in Zukunft noch häufiger so“, bekannte Baumann nach dem Spiel.
TuS Ottenheim: Viertel, Jäkel; M. Weide, Günther 2, R. Weide 2, Erny, Weiser, Matuschyk, Wanjek 4, Burgert 11/5, Kindlein 6, Spinner 3, Makelko 2, Baumann 1.

WILLSTÄTT. Landesliga, Damen: HSG Willstätt/Hanauerland – TuS Altenheim 20:24 (9:13). In einem schwachen Derby behaupteten sich die Gäste aus dem Ried auf den letzten Metern erfolgreich. Die HSG setzte auf lange Angriffe, landete allerdings öfter im Zeitspiel. „Wir haben uns viele kleine Fehler geleistet, was unnötig war“, so HSG-Trainer Martin Valo. Altenheim versuchte, in sein zuletzt bewährtes Tempospiel zu gelangen, was aber nicht durchgängig gelang. Insgesamt bewiesen die TuS-Damen mehr Durchschlagskraft und setzten sich bis zur Pause auf vier Treffer ab. „Wir haben es mit fortwährendem Tempo versucht, was zum Ende der ersten Halbzeit etwas besser funktionierte. Allerdings war es ein zähes Spiel, in dem, von Magdalena Oertel mal abgesehen, keine Spielerin ihre Normalform erreicht hat“, fand Gästetrainer Lukas Schade Ansätze zur Kritik.

In den ersten neun Minuten von Halbzeit zwei gelang Altenheim kein Treffer. Willstätt glich zum 13:13 in Minute 39 aus und daran schloss sich eine verkrampfte Begegnung an. „Gerade in den letzten zehn Minuten war ich mit der Schiedsrichterleistung absolut nicht zufrieden. Da waren komische Entscheidungen dabei und auch ein sehr seltsames Verhältnis an Zeitstrafen“, befand Valo. Ellen Joner verloren die Gastgeberinnen in Minute 51 nach Platzverweis, ehe sich Altenheim in den letzten Minuten dann doch noch den späten Sieg sicherte. „Wir haben ein wenig von den eingeschränkten HSG-Möglichkeiten im Angriff profitiert. Für uns war das ein zäher Sieg, aber an solchen Tagen ist das Resultat die oberste Priorität“, hielt Schade fest. Valo sprach von „starker Moral in der zweiten Hälfte“.
HSG Willstätt/Hanauerland: Güner; Baldner 4, Christeleit, Schwing, E. Joner 5, C. Joner 1, Lasch 3, Bühler 1, Stahl, Quasmi, Schwörer, Sasse 6/2, Waag, Wilhelm, Piechatzek.
TuS Altenheim: Begerow; Kienzle, Hörnig 2, Heini, Boss 2, Wolf, Sterner 1, Jägle, Oertel 12/3, Schade 4, Maanßhardt, Kießle 2, Fahner 1, Ackermann.

TROSSINGEN. Verbandsliga, Damen: HSG Baar – SG Altdorf/Ettenheim 33:25 (17:9). Von „einer Lehrstunde bezüglich Handball, speziell während der ersten 30 Minuten“ sprach SG-Trainerin Sabrina Chaloupka nach der Klatsche bei der HSG Baar. Bis zum Zwischenresultat von 4:4 nach zehn Minuten verlief die Begegnung noch ausgeglichen. Dann aber zeichnete sich schnell ab, dass das Geschehen nur noch in eine Richtung verlaufen würde. „Baar hatte von Beginn an eine ganz andere Grundeinstellung. Sie wollten es viel mehr als wir und haben uns in der Abwehr  regelrecht kaputtgespielt“, merkte Chaloupka kritisch an. Die giftigen Gastgeberinnen setzten sich zunehmend ab, während sich die Ortenauerinnen phasenweise rat- und hilflos ansahen, weil das Ganze etwas zu schnell für sie ging.

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Nach acht Treffern Rückstand zu Wiederanpfiff berappelte sich Altdorf/Ettenheim und kämpfte sich etwas näher heran. Zu mehr reichte es nicht mehr. „Die zweite Hälfte war insgesamt okay, aber die erste war eine der schlechtesten mannschaftlichen Leistungen überhaupt bisher“, zog Chaloupka ein wenig positives Fazit.
SG Altdorf/Ettenheim: Trinidad, Jebeili; Fucilli 2, H. Maurer 6, P. Maurer, Blank, Thomann 2, Stubert 4, Kienle, Huck 4/1, Burger, Braun 7/5.

OTTERSWEIER. Verbandsliga, Damen: SG Ottersweier/Großweier – SG Scutro 30:28 (15:12). Nur knapp mussten die Damen der SG Scutro die Begegnung verloren geben. Es gab in beiden Halbzeiten bestimmte Situationen, die die Entwicklung nachteilig aus Gästesicht beeinflussten. In den ausgeglichenen ersten 30 Minuten befand sich Scutro um die 25. Minute herum in Überzahl. „Wir haben diese Situation mit einem 1:2 beendet, woraus der Gegner noch einmal Energie gezogen hat. Zur Pause führte Ottersweier mit drei Treffern. Das war in Summe zu viel“, benannte Manfred Kurz, der auf der Bank den verhinderten Chefcoach Oliver Kronenwitter vertrat.

Der Gast blieb auf Augenhöhe. Als man dann gar führte, kassierte die Mannschaft von der Schutter binnen weniger Sekunden zwei Zeitstrafen nacheinander. Ein weiterer Knackpunkt, denn Ottersweier kam umgehend zurück. „Wenn es uns gelungen wäre, die Führung noch zwei bis drei Angriffe länger zu halten, wäre auch Ottersweier ins Grübeln gekommen“, war sich Kurz nach dem Spiel recht sicher.

„Wir haben unsere Chancen gehabt, aber leider zu ungenau abgeschlossen“, bedauerte Kurz. Die Niederlage war unglücklich, neben den beiden Schlüsselsituationen pro Halbzeit aber auch erklärbar.
SG Scutro: Knaub, Decker; Isenmann 2, Tafa 1, Salzmann, Martin 5, Zimmermann 5, Bläsi 5, Friedrich 7/3, Ruder, Orana 3.