Noch ohne Satzgewinn
: Bei den Black Forest Volleys läuft bislang nicht viel zusammen

Die Volleyballerinnen aus Offenburg haben in der noch jungen Saison viel Sand im Getriebe. Gegen München-Ost wurden die Zuschauer enttäuscht.
Von
Wolfgang Künstle
Offenburg
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Trainer Artur Solja diskutiert mit Anastasia Baimler.

Trainer Artur Solja diskutiert mit Anastasia Baimler.

Wolfgang Künstle
  • Offenburg verliert in der 2. Bundesliga Süd 0:3 gegen Sportbund München-Ost.
  • Nach zwei Spieltagen steht das Team ohne Satzgewinn da – 18:25, 20:25, 16:25.
  • Gründe laut Verein: sehr junge Mannschaft, wenig Erfahrung, Unsicherheiten in Annahme und Abschluss.
  • Trainer Artur Solja sieht fehlende Konstanz, Kommunikation soll verbessert werden.
  • Nächste Gegner: Rote Raben Vilsbiburg in Offenburg, danach Karlsruhe-Beiertheim und Stuttgart.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zweite Bundesliga, Frauen: Black Forest Volleys Offenburg – Sportbund München-Ost 0:3. Das hatten sich die Volleyballerinnen des VC Offenburg, die unter dem Namen Black Forest Volleys an den Start gehen, sicher anders vorgestellt: Nach zwei Spieltagen steht die Mannschaft in der zweiten Bundesliga Süd noch ohne Satzgewinn da. Am Samstag gastierte der Sportbund München-Ost in der Nord-West-Halle und gewann glatt mit 25:18, 25:20 und 25:16.

Florian Scheuer, Abteilungsleiter der Frauen beim VC Offenburg, nahm die Spielerinnen nach der überraschend deutlichen Niederlage in Schutz. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Annika Vix und Anastasia Baimler sind erst 19, Lana Beker erst 21. Über erfahrene Zweitligaspielerinnen verfügen wir nicht“, hielt er fest.

Die Münchnerinnen spielten ihrerseits eine beinahe fehlerfreie Partie und waren den Gastgeberinnen in allen Belangen überlegen. Die Aufschläge waren druckvoller, die Abschlüsse konsequenter. Überragend präsentierten sich auch die Zuspielerinnen, mit deren Fähigkeiten die Bayerinnen aus vielen in höchster Not noch herausgefischten Bällen brillante Angriffe generierten.

Dabei waren die Offenburgerinnen gar nicht schlecht in die Begegnung gestartet und gingen schnell mit 6:3 in Führung. Als Ekaterina Baimler mit einem fulminanten Diagonal-Schmetterball das 10:8 erzielte, wähnten die 300 Fans ihre Mannschaft in der Spur. Doch die Münchnerinnen stellten sich schnell auf das Offenburger Spielsystem ein. Rückkehrerin Pia Konprecht sah sich regelmäßig einem Doppelblock gegenüber und drückte dem Spiel nicht wie erhofft ihren Stempel auf. Eine Aufschlagserie brachte das 19:14 für die Gäste. Gegen Ende von Durchgang eins wurden die Ballwechsel länger, doch meist gingen die Gäste als Sieger hervor. So ging der Satz schnell verloren.

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Team zeigt Resignation statt Kampfgeist

Es ist eine alte Binsenweisheit, dass man nur so gut spielt, wie es der Gegner zulässt – und die Münchnerinnen brillierten in Satz zwei bei nahezu allem, was sie taten. Trotzdem waren die Offenburgerinnen, verglichen mit den Auftritten in der vergangenen Spielzeit, nur ein Schatten ihrer selbst. Sie waren gehemmt, unsicher in der Annahme, zu unpräzise im Zuspiel und zu wenig zwingend im Abschluss.

So zogen wieder die Gäste davon. Im dritten Abschnitt war früh zu spüren, dass dem Sextett, wie auch immer es zusammengestellt war, kein Rezept gegen die Münchnerinnen, die überall auf dem Platz zu sein schienen, einfiel. Die Zuschauer, die die Mannschaft aus der Vorsaison kannten, erwarteten endlich ein Aufbäumen und eine Körpersprache, die keinen Zweifel zulässt, um jeden Ball zu kämpfen, um die Niederlage abzuwenden. Stattdessen erlebten sie einen Anflug von Resignation, mit dem der dritte Satz hergeschenkt wurde.

Es ist noch reichlich Sand im Getriebe zwischen der Mannschaft und ihrem neuen Trainer Artur Sojka, der die Mannschaft zum Saisonbeginn übernommen hat. Das war deutlich zu spüren. „Stellenweise waren wir gut, das hat man im ersten Satz gesehen“, sagte der 39‑Jährige. „Doch darüber hinaus fehlte uns die Konstanz.“

Solja ist im polnischen Kattowitz geboren und kam nach der Maueröffnung im Alter von drei Jahren mit seiner Familie an den Kaiserstuhl. Kurze Zeit später zog die Familie nach Freiburg, wo Solja dann auch mit dem Volleyballspielen begann. Zuletzt spielte und trainierte er mit der Freien Turnerschaft in Freiburg. Es folgten mehrere Stationen als Trainer im Frauenbereich, darunter in der Saison 2022/2023 bei der FT. Nach einer einjährigen Pause erfuhr der gelernte Physiotherapeut von der Stelle beim VCO, bewarb sich erfolgreich und fühlt sich hervorragend aufgenommen in dem familiären Offenburger Verein.

Nun aber geht es darum, auch möglichst schnell zusammenzufinden. „An der Kommunikation müssen wir noch arbeiten“, befand Diagonalangreiferin Hannah Haas. Wenn am kommenden Samstag die Roten Raben Vilsbiburg in Offenburg gastieren, erwartet die Offenburger erneut ein ganz schwerer Brocken. Am Reformationstag gastiert der VCO in Karlsruhe-Beiertheim und danach kommt der Bundesstützpunkt Stuttgart in die Nord-West-Halle. „In diesen beiden Partien sollten wir besser aussehen“, sagt Scheuer. Beide Mannschaften stehen ebenfalls punktlos am Tabellenende.

Für den VCO spielten Ekaterina Baimler, Jessica Roth, Lara Meier, Lucja Vrkic, Hannah Haas, Pia Konprecht, Annika Vix, Anastasia Baimler, Lana Becker, Maja Wanner, Lia Bondar, Svenja Rodenbüsch und Louisa Seib.