Klare Sache im Derby
: Hofweier nimmt Scutro frühzeitig den Spaß am Spiel

Das Ergebnis am Samstagabend kam überraschend. Die SG von der Schutter war erstmals in dieser Runde der Verlierer – und kam beim 23:36 sogar deutlich unter die Räder.
Von
Thorsten Mühl
Hofweier
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Urs Mattes kommt für Hofweier zum Wurf. Er steuerte vier Treffer zum klaren Erfolg bei.

Urs Mattes kommt für Hofweier zum Wurf. Er steuerte vier Treffer zum klaren Erfolg bei.

Horst Künstle
  • Hofweier besiegte SG Scutro 36:23 – erste Saisonniederlage für Scutro nach schwacher Abwehr.
  • Knackpunkt waren die ersten zehn Minuten nach der Pause, HGW zog über 23:14 klar weg.
  • HSG Ortenau Süd drehte das Derby gegen TuS Altenheim II zum 27:19 nach starker Abwehr um.
  • HSG Nonnenweier/Ottenheim gewann beim TuS Schutterwald III 37:32, A‑Jugendliche überzeugten.
  • TuS Altenheim siegte bei SG Kappelwindeck/Steinen 32:28, trotz dünnem Kader mit starker Einstellung.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Landesliga: HGW Hofweier – SG Scutro 36:23 (16:12). Hofweier brachte dem Gast von der Schutter die erste, und dann auch gleich krachende, Saisonniederlage bei. Nach einer Viertelstunde nahm das Geschehen ab dem 7:4 allmählich Formen an. Während Hofweier  aggressiv und tonangebend auftrat, ließ die Mannschaft von der Schutter viel von dem vermissen, was sie zuletzt stark gemacht hatte. „Wir haben nie Zugriff in der Abwehr bekommen, sind nicht in Bewegung gekommen und haben keine Tiefe erzeugt“, fasste SG-Trainer Gregor Roll zusammen. Der HGW hielt die Führung bis zur Pause nahezu konstant aufrecht. „Wir haben der SG frühzeitig den Spaß am Spiel verdorben“, beobachtete Luca Barbon vom HGW-Trainerteam zufrieden.

Halbzeit zwei nahm rasch eindeutige Strukturen an, denn die Grün-Weißen präsentierten sich nun nahezu unempfindlich gegenüber jeglichen Gegneraktionen. Hinzu kamen etliche Fehler von SG-Seite, die für zusätzliche Verunsicherung sorgten. „Wir waren viel zu phlegmatisch im Angriff“, fand Roll. 23:14 lautete der Zwischenstand nach 41 Minuten, der zehn Minuten später bis auf 30:20 wuchs. „Die ersten zehn Minuten nach der Pause waren der Knackpunkt“, kennzeichnete Barbon. Die letzten Minuten einer längst entschiedenen Begegnung wurden bei vergeblichen SG-Versuchen mit offensiverer Deckung und siebtem Feldspieler zum Balsam für zuletzt nicht immer abliefernde Gastgeber. Barbon unterstrich, dass es weiterhin um das Thema Konstanz gehe. Auf der anderen Seite war Roll enttäuscht. „Der heutige Auftritt zeigt, dass wir gut daran tun, demütig zu bleiben“, hielt er fest.
HGW Hofweier: Kießle, Eckenfels; Askin 3, Groh, M. Mattes 5/3, Spraul, Buchholz 1, Blasius 3, Schade 3, Isen, U. Mattes 4, Kühne 5, Himmelsbach 7, Hechinger 1, Maier 3/1.
SG Scutro: J. Eble, Hermann; Adam 2, Tränkle 2, Brucker, Bürkle 2, Lischke 2, Dittrich 8/1, N. Eble 3, Rubin 1, Metzger, Schrempp 2, Spengler, Sälinger 1.

SULZ. Landesliga: HSG Ortenau Süd – TuS Altenheim II 27:19 (11:12). Wechselhaft verlief das samstägliche Derby in der Sulzberghalle. Hielten die Gäste aus dem Ried in den ersten rund 35 Minuten auf Augenhöhe mit, brach die Reserve in den letzten 20 Minuten des Spiels vollkommen ein. Die Gastgeber mussten sich dagegen aus mancher Umklammerung befreien, verließen dann aber als klare Sieger die Spielstätte. „Die ersten 30 Minuten waren gerade aus Abwehrsicht schwierig“, beobachtete Oliver Fimm vom HSG‑Trainerteam. Indes gelangte die Reserve nach schleppendem Beginn besser ins Spiel. „Wir haben es durch eigene Fehler versäumt, zur Pause mit mehr als nur einem Treffer zu führen“, so Michael Cziollek vom TuS-Trainerteam.

Der Bruch kam nach dem Seitenwechsel, als die Gastgeber ihre 6:0-Abwehr etwas offensiver einstellten. „Das hat Altenheim große Probleme bereitet. Fortan trafen sie einige falsche Entscheidungen, was wir durch Gegenstöße bestraften“, skizzierte Fimm. Cziollek gefiel vorwiegend die Körpersprache einzelner Spieler nicht, als sich die Begegnung nach dem 14:14 in Minute 38 zunehmend auf HSG-Seite verlagerte. „Das war teilweise schon desaströs, was ab dem Zeitpunkt geleistet wurde“, kritisierte er. „Nur drei Tore bis zur 55. Minute in Halbzeit zwei sprechen für sich.“ Fimm lobte derweil Torhüter Christian Heppner und die Defensivleistung.
HSG Ortenau Süd: Kleinert, Heppner; Göpper 1, B. Ruf 12, R. Marple 2, Kuhnigk 3, Kindle 1, S. Ruf 2, Mallach 2, Zacharias 2, Baur, W. Marple, Welle 2/1, Bohnert.
TuS Altenheim II: Macher, Jockers; Deiß, Heini 2, Adam, Schröder 3, Girolt, Marzluf, Michel 7, Mild 2, Elles 3/1, Hauck, Moßmann 2.

SCHUTTERWALD. Landesliga: TuS Schutterwald III – HSG Nonnenweier/Ottenheim 32:37 (14:21). Beim Aufsteiger behauptete sich die HSG nach ausgeglichener Startphase mit einem souveränen Auftritt. Mit dem 7:10 in Minute 15 verlief die Begegnung zunehmend einseitig, weil die Gäste aus dem Ried überhaupt keinen Zweifel an ihrer Entschlossenheit ließen. In den HSG-Reihen taten sich aufgrund der herrschenden Verletzten-Situation einige A-Jugendliche positiv hervor. Elias Thier zeigte sich ebenso wie der sich enthusiastisch über seine ersten Treffer im Seniorenbereich freuende Hennok Bähr. „Es war schön zu sehen, wie sich das Ganze angelassen hat, weil es in der aktuellen Situation nicht immer einfach ist. Aber die Jungen haben gezeigt, dass wir uns auf sie verlassen können“, freute sich Felix Gässler vom HSG‑Trainerteam.

Über 20:26 in Minute 38 marschierte der Ried-Express weiter und stampfte zum 23:32 in Minute 45 und 27:34 acht Minuten vor Schluss voran. „Die gezeigte Einstellung zu Spiel und Gegner hat uns hervorragend gefallen. Auch die zweite Halbzeit war ordentlich gespielt“, befand Gässler. Mit diesem Sieg zeigte die HSG, dass mit ihr weiterhin zu rechnen sein wird, wenn es um die obersten Tabellenplätze geht.
HSG Nonnenweier/Ottenheim: Haag, Ritter; Oberle 11/3, Maurer 1, Hasemann 3, Walz 1, Reith 2, Bähr 2, Höck 6, Breithaupt, Lederle 3, F. Thier 4, E. Thier 4.

STEINEN. Verbandsliga: SG Kappelwindeck/Steinen – TuS Altenheim 28:32 (9:15). Bei den bis zu diesem Zeitpunkt noch unbesiegten Gastgebern zeigten die Altenheimer eine couragierte Vorstellung. Die Gäste mussten kurzfristig auf Tobias Biegert verzichten, sodass der Kader dünn war. Dementsprechend mussten die Kräfte auf dem Feld gut eingeteilt werden. Es gab einen Sieg, der als einer der wertvollsten im bisherigen Saisonverlauf gelten darf. „Von uns hat im Vorfeld niemand etwas erwartet“, ordnete Trainer Robin Haller ein. Bis zum 6:6 nach 13 Minuten verlief die Partie ausgeglichen. Im weiteren Verlauf ackerte die TuS-Abwehr mit allem Einsatz. „Wir vergeben auf der einen Seite drei Siebenmeter, haben andererseits aber auch das Glück, dass der Gegner ebenfalls einige Versuche auslässt“, beschrieb Haller. Eine Führung von sechs Treffern wurde bei Halbzeit herausgeholt. „Wir hätten zu dem Zeitpunkt aber auch schon klarer führen können“, so Haller.

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Seine Mannschaft hielt auch in den zweiten 30 Minuten dagegen. Vor allem die Einstellung gefiel dem TuS‑Coach: „Selbst als Kappelwindeck zwischenzeitlich aufschloss, sind wir positiv geblieben und ließen keinen Zweifel daran aufkommen, das Spiel gewinnen zu wollen.“
TuS Altenheim: N. Schäfer, Henke, L. Schäfer; L. Waldmann 1, Wolpert 8/1, Pauli 5, Kircher, Gieringer 2, Kugler 5, Funk 4, J. Waldmann 7/1.

OHLSBACH. Verbandsliga: SG Ohlsbach/Elgersweier – SG ERA 20:26 (6:11). Im Abstiegskampf gelang den Gästen ein wichtiger Auswärtserfolg bei einem unmittelbaren Kontrahenten. Die Mannschaft von Trainer Nico Vollmer trat vom Start weg entschlossen auf. Wie zuvor vom Trainer angemahnt, wurden im Verlauf die bereits in den vergangenen Wochen gezeigten Ansätze dieses Mal nicht nur eine Halbzeit lang, sondern über die gesamte Distanz konstant abgerufen. „Vor allem das Zusammenwirken von Abwehr und Torhüter war mitentscheidend, um in diese Begegnung zu finden und von vorn weg zu marschieren“, sagte Gästetrainer Vollmer.

Auch im zweiten Abschnitt blieb der Gast weitgehend tonangebend und legte über 10:16 nach 39 und 16:22 nach 52 Minuten immer weiter Steine unter die Führung. Ohlsbach/Elgersweier riskierte mehr und schloss zwischendurch bis auf zwei Treffer auf. Doch ERA behielt den Kopf oben, erhöhte nochmals den Druck und siegte verdient.
SG ERA: Adler, Chaloupka; Volz 2, Klausmann 2, Hummel 2, Schnitzer 3, D. Kaufmann 5, Mix 1, Motz, Klein 5/2, Rottenanger, G. Kaufmann 4/1, Gencer 2.