Handball-Regionalliga
: Aufsteiger Meißenheim beginnt die Saison mit einem Torfestival

Vor gut 300 begeisterten Zuschauern setzte sich der HTV mit 43:38 gegen den TuS Steißlingen durch. Entscheidend war eine starke Phase rund um den Seitenwechsel.
Von
Thorsten Mühl
Meißenheim
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Der HTV  (rote Trikots) bot seinen Fans   nach der langen Sommerpause einen unterhaltsamen – und erfolgreichen – Handballvormittag.

Der HTV (rote Trikots) bot seinen Fans nach der langen Sommerpause einen unterhaltsamen – und erfolgreichen – Handballvormittag.

Horst Künstle
  • HTV Meißenheim siegte zum Regionalliga-Start 43:38 gegen TuS Steißlingen.
  • Entscheidende Phase: zwölf starke Minuten vor und nach der Pause – 22:18 zur Halbzeit.
  • Torhüter Mirco Zander glänzte nach der Pause, der HTV zog bis 25:18 davon.
  • Steißlingen presste offensiv, doch Meißenheim hielt Tempo und baute über 38:31 die Führung aus.
  • Topscorer: P. Hasemann 11/4, Velz 7, Ammel 8 – Kienzler lobte Tempo und stabile Abwehr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Regionalliga: HTV Meißenheim – TuS Steißlingen, 43:38 (22:18). Aufsteiger Meißenheim gestaltete seinen Auftakt am Samstagmorgen trotz ungewöhnlicher Anwurfzeit erfolgreich. Der Riedverein besiegte vor gut 300 Zuschauern in der HTV-Arena den TuS Steißlingen. Die Begegnung wurde speziell in den überragenden zwölf Minuten vor und unmittelbar nach dem Seitenwechsel entschieden. In den ersten Minuten taten sich die Hausherren noch spürbar schwer. „Wir waren eigentlich recht gut drin, aber es fehlte noch die nötige Klarheit in den direkten Duellen.

Hinzu kamen nach Ballgewinnen zu leichte technische Fehler im Umschaltspiel, wobei einige klare Tore ausgelassen wurden“, sagte Lars Kienzler, diesmal als verantwortlicher Coach auf der Bank tätig. Aus dem 1:4 in Minute sechs wurde ein 7:10, wonach Kienzler eine Auszeit nahm und den Kader mit mehr Ruhe ausstattete. Jannik Hasemann, nach längerer Verletzungspause wieder zurück, organisierte fortan im Mittelblock-Verbund mit Max Zürcher die sich stabilisierende Defensive.

Führung vor der Pause sorgte für Auftrieb

In der folgenden Phase blieb die Begegnung eng, der Vorteil verlagerte sich zunehmend auf die HTV-Seite. Das blieb so bis zum 18:17 in Minute 27, wonach sich Meißenheim bis zur Pause zunehmend absetzen konnte. Steißlingen versuchte, mit schnellen Wechseln, auch im Tor, zu arbeiten. „Das ermöglichte es uns, mehrfach aufs leere Tor zu werfen und zu treffen. Gerade vor der Pause hat das nochmal Auftrieb gegeben“, beobachtete Kienzler, ebenso die sich auf vier Treffer steigende Führung.

Aus der Kabine kamen die Gastgeber konzentriert zurück. „Wichtig war in diesen ersten Minuten vor allem Torhüter Mirco Zander, der das Tor sieben Minuten komplett geschlossen hat“, hob Kienzler hervor. So legte der Riedverein zum 25:18 nach 37 Minuten vor. „Auf diesem Niveau darf man sich dennoch keine allzu lange Schwächephase erlauben, das könnte sich rächen“, skizzierte Trainer Kienzler. In einem weiterhin mit viel Tempo bestrittenen Spiel gab sich der Gast nicht auf, kämpfte mit viel Aufwand weiter. Die Hausherren blieben auf der Hut, bauten die Führung über 29:22 in Minute 42 und 38:31 in Minute 53 aus.

Dustin Ammel schloss wichtige Lücken

Steißlingen versuchte, in einer hektischen Schlussphase mit offensiven Deckungsvarianten bis hin zum 3:3 Ballgewinne zu erzwingen. „Hier gebührt Dustin Ammel ein Sonderlob, der in diesen Minuten immer wieder wichtige Lücken riss, Tore vorbereitete und selbst erzielte“, sagte Lars Kienzler. Über 40:33 drei Minuten vor Schluss brachte der HTV seinen ersten Saisonsieg ein. „Beide Mannschaften haben brutales Tempo gespielt. Trotz 38 Gegentreffern war die Defensivleistung in Ordnung, die Begegnung wurde souverän gerockt, grobes Lob an alle“, schloss Kienzler.

Meißenheim: Zander, Ockenfuß; Ehret 4, Zürcher 6, Huser 3, Leppert, Funke, Wöhrle, Haag 3, Schröder, P. Hasemann 11/4, Velz 7, Weiser, J. Hasemann 1, Ammel 8, Jochheim.