Handball-Bundesliga startet: Ein Friesenheimer Profi kämpft mit den Füchsen Berlin um die großen Titel

Frederik Simak (links) aus Friesenheim spielt künftig für die Füchse Berlin – auch in der Champions League.
Angelika Warmuth/dpa- Die 1. Handball-Bundesliga startet am Donnerstag – drei Ortenauer sind dabei.
- Frederik Simak kehrt zu den Füchsen Berlin zurück und spielt erstmals Champions League.
- Simak sieht sich als flexiblen Abwehr- und Kreislaufspieler und trainiert gegen Mathias Gidsel.
- Im Supercup gewann Magdeburg 38:31 gegen die Füchse, Simak spielte sein erstes Pflichtspiel.
- Jonathan Fischer und Moritz Strosack steigen mit Bietigheim auf und peilen den Klassenerhalt an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Andreas Wolff, Mathias Gidsel, die Brüder Daniel und Alex Dujshebaev und viele mehr: Es gibt weltweit wohl keine nationale Handball-Liga, in der so viele Topstars der Szene Woche für Woche aufeinandertreffen. Am Donnerstag startet die 1. Handball-Bundesliga – mit dabei sind auch drei Spieler aus der Region rund um Lahr.
Mit Frederik Simak aus Friesenheim spielt einer von ihnen sogar um die ganz großen Titel. Gut sechs Jahre lang stand der 1,97 Meter große Ortenauer beim TBV Lemgo Lippe unter Vertrag und gewann dort sogar den DHB‑Pokal. Seit dem Sommer ist der ehemalige Jugendspieler der SG Ottenheim/Altenheim nun zurück bei den Füchsen Berlin.
In der Hauptstadt schaffte er als junger Spieler den Sprung zum Profi. Als erfahrener Bundesligaspieler kehrt der 28-Jährige nun zurück zum Deutschen Meister von 2025 und amtierenden DHB‑Pokalsieger. In der vergangenen Saison wurden die Füchse zudem Vizemeister und standen zum zweiten Mal in Serie im Endspiel der Champions League.
Im Supercup gegen den SC Magdeburg verloren
Die Ambitionen in der Hauptstadt sind also groß, auch wenn mit dem SC Magdeburg der Titelverteidiger in dieser Saison als großer Favorit auf die Meisterschaft gilt. Ein erster Fingerzeig war der Supercup am Wochenende. 38:31 gewann der SCM gegen die Füchse, bei denen Simak erstmals wieder in einem Pflichtspiel auf dem Feld stand.
„Ich bin so ein Hybrid-Spieler, wenn man das so nennen will. Ich kann im Rückraum spielen, 7 gegen 6, auch als Kreisläufer, und dann natürlich viel in der Abwehr, im Innenblock oder auf den Halb-Positionen. Ich bin flexibel einsetzbar“, beschrieb sich Simak in der „Sport Bild“ selbst. In Lemgo wurde der ausgebildete Rückraumspieler von Trainer Florian Kehrmann zum Kreisläufer umfunktioniert, zudem war der Friesenheimer ein Fixpunkt in der Abwehr.
Den Welthandballer als Sparringspartner
Das ist auch in Berlin sein Plan. „Ich möchte in der Abwehr den nächsten Schritt machen. Mit Max Darj, Mijajlo Marsenic oder Matthes Langhoff eine gute Einheit bilden, mit den Torhütern im Verbund ein gutes Gespann werden“, sagte er der „Sport Bild“. Und für seine Weiterentwicklung hat er mit Mathias Gidsel im Training den derzeit wohl besten Angriffsspieler als Sparringspartner.

Der Meißenheimer Jonathan Fischer (am Ball) spielt seit 2018 für die SG BBM Bietigheim.
Tom Weller/dpa„Es macht Spaß, mit Mathias zusammenzuspielen und auch gegen ihn im Training gefordert zu sein. Das macht einen nur besser. Im Training ist Gidsel genauso schlimm, wie im Spiel. Genauso ehrgeizig, genauso gut“, sagt Simak über den dänischen Welthandballer, dessen Eins-gegen-eins selbst in der stärksten Liga der Welt kaum von einem Spieler alleine verteidigt werden kann.
Champions League: Kindheitstraum wird wahr
Simak dürfte daher froh sein, dass er Gidsel nur im Training verteidigen muss. Doch auch in den Spielen warten auf den Friesenheimer starke Gegner. Zumal er erstmals in seiner Karriere auch in der Champions League spielen wird. „Als kleines Kind hätte ich das wahrscheinlich nicht gedacht. Das ist ein Riesentraum, der jetzt in Erfüllung geht. Darauf freue ich mich unglaublich, darauf habe ich richtig Lust“, so Simak zur „Sport Bild“ über die Königsklasse.
Zwei Profis aus dem Ried gemeinsam auf der Platte
Ganz andere Ziele haben dagegen zwei andere Handball-Profis aus der Ortenau. Der Meißenheimer Jonathan Fischer und der Altenheimer Moritz Strosack sind mit der SG BBM Bietigheim zurück in der Handball-Bundesliga. Mit den Württembergern feierten die beiden in der vergangenen Saison den Aufstieg.

Moritz Strosack (Mitte, hier noch im Dress des SC DhfK Leipzig) will mit Bietigheim den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffen.
Jan Woitas/dpaDas Ziel für die neue Runde ist daher klar: der Klassenerhalt. Denn naturgemäß gelten die beiden Aufsteiger – neben Bietigheim auch Strosacks Ex-Verein HBW Balingen-Weilstetten – als Abstiegskandidaten. „Die Aufsteiger beide mit drin, logisch“, sagte der wohl bekannteste TV-Experte des Landes, Stefan Kretzschmar, im Podcast „Harzblut“ des Streamingdienstes Dyn über den Kampf um den Klassenerhalt.
Kellerduell direkt am ersten Spieltag
Auch die HSG Wetzlar, der ThSV Eisenach und der Bergische HC sind für „Kretzsche“ unten mit dabei. Für die beiden Ortenauer Fischer und Strosack wird es daher gleich am ersten Spieltag richtig ernst. Denn der Neuling trifft auswärts auf die HSG Wetzlar. Wenige Tage später kommt dann der große THW Kiel, der seine Vormachtstellung in der Bundesliga an Magdeburg und Berlin verloren hat, nach Bietigheim.
