Glücklicher Punkt gegen Schutterwald
: Ohne den Kapitän geht beim FV Dinglingen zu wenig

Die Kicker aus dem Lahrer Bürgerpark bleiben im Tief. David Wagner traf erst, musste dann verletzt raus und anschließend wurde das Spiel gegen Schutterwald zäh.
Von
Wolfgang Künstle
Lahr
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Wladislav Duschkin schießt, kommt beim indirekten Freistoß aber nicht durch.

Wladislav Duschkin schießt, kommt beim indirekten Freistoß im Strafraum aber nicht durch.

Wolfgang Künstle
  • FV Dinglingen holte gegen FV Schutterwald ein 1:1 – trotz früher Führung und Verletzung von Kapitän Wagner.
  • Wagner traf zum 1:0, musste kurz danach mit Oberschenkelproblemen raus, danach verlor Dinglingen den Faden.
  • Schutterwald glich per Konter nach einer Ecke zum 1:1 aus und war nach der Pause das bessere Team.
  • Dinglingen wartet zu Hause weiter auf einen Sieg und steht nach schwachen Auftritten im Abstiegskampf.
  • In der Spitze setzten sich Ettenheim-Altdorf und SV Mühlenbach als Verfolger des Zeller FV ab.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

BEZIRKSLIGA. FV Dinglingen – FV Schutterwald 1:1 (1:1). Was ist nur mit dem FV Dinglingen los? Dem Bezirksligisten gelang am Sonntag mit Hängen und Würgen ein Remis gegen den FV Schutterwald. „Wir hatten uns vorgenommen, heute drei Punkte zu holen“, sagte Kapitän David Wagner, der Mitte der ersten Hälfte verletzt raus musste. „Nun ist es leider nur einer geworden. Aber jeder Punkt ist ein Punkt.“

Zweckoptimismus beim 26‑jährigen Spielführer, Denker und Lenker des Bezirksligisten, der sich nicht wirklich über den zehnten Punkt in dieser Saison freuen kann. „Gerade zu Hause waren wir immer eine Macht“, erinnert sich Wagner. Einen Sieg gab es in dieser Spielzeit bisher auf dem Kunstrasen im Bürgerpark noch gar nicht. Die beiden Dreier wurden auswärts eingefahren, zuletzt vergangene Woche mit einem 4:3 beim FV Sulz. „Da freut man sich und hofft auf den Aufschwung – und jetzt steht man wieder da, wo man vorher war“, sagte Wagner frustriert.

Dabei hatte alles vielversprechend begonnen. Zehn Minuten lang ging es hin und her, dann krachte ein Distanzschuss von Martin Klein gegen die Latte des Schutterwälder Gehäuses. In der 23. Minute scheiterte Wagner noch mit einem Kopfball an Gästetorwart Louis Hengst, eine Minute später überwand der Dinglinger Kapitän dann aber den Schutterwälder Schlussmann zum 1:0, obwohl an der Mittellinie der Schutterwälder Youssef Faress verletzt am Boden lag und die Gäste gefordert hatten, den Ball ins Aus zu spielen. Dementsprechend fielen die Schutterwälder Proteste aus, während sich Wagner, anstatt zu jubeln, an die Rückseite des Oberschenkels fasste und der Bank anzeigte, dass es für ihn nicht weitergeht. „Ich habe mich beim Aufwärmen gezerrt“, verriet Wagner. „Nach dem Tor ging es nicht mehr.“

Mit Wagner ging auch das koordinierte Spiel der Dinglinger unter die Dusche. Die beste Chance der Gastgeber war danach ein indirekter Freistoß von der Fünf-Meter-Linie, den Schiedsrichter Pavel Popov wegen eines Rückpasses zum Torwart gegen die empörten Schutterwälder verhängt hatte. Der Ball flog in die auf der Torlinie postierte Elf-Mann-Mauer.

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In der 44. Minute prüfte Calvin Bechthold den Gästetorwart mit einem Distanzschuss. Beim folgenden Eckball gerieten die Dinglinger dann in einen verheerenden Konter: Mike Streicher-Risch lief beinahe über das komplette Spielfeld, schüttelte Majd Al Hamod ab, schloss überlegt zum 1:1 ab und demonstrierte eindrucksvoll, weshalb der FVD die Mannschaft mit den meisten Gegentoren der Bezirksliga ist. Es war der 42. Gegentreffer der laufenden Runde.

Wagner musste sich die Vorgänge von der Bank aus ansehen und er beobachtete auch, dass die Schutterwälder im zweiten Durchgang die eindeutig bessere Mannschaft waren, die nach Flanken immer wieder zu Chancen kam. Erst in der Schlussphase setzten die Dinglinger noch einmal Offensivakzente, nutzten aber eine Großchance kurz vor Schluss nicht.

So blieb die Unzufriedenheit im Dinglinger Lager. Spielten die Lahrer nach dem Aufstieg vergangene Saison nach Anpassungsschwierigkeiten die erwartet gute Rolle in der Bezirksliga, so befindet sich der Verein schon jetzt mitten im Abstiegskampf. Allein mit dem Weggang von drei Leistungsträgern lässt sich dieser Einbruch nicht erklären. Daniel Elenschleger wurde als Hoffnungsträger vom SC Lahr geholt, ist aber meilenweit von seiner damaligen Form entfernt und kann bislang kaum Akzente im Lahrer Westen setzen. Die vereinzelten Lichtblicke werden von deprimierenden Auftritten überschattet. „Ich glaube trotzdem, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden“, sagt Wagner. Es klingt ein wenig trotzig.

Noch hoffnungsloser sieht die Situation beim SV Oberschopfheim aus, der mit dem momentanen Kader die Bezirksligatauglichkeit vermissen lässt. Auch gegen die TuS Oppenau, dem Drittletzten, gab es am Auberg eine 0:2-Niederlage, womit es weiterhin bei einem Pünktchen bleibt.

In Abstiegsgefahr gerät auch langsam der FV Sulz, der mit 2:4 beim VfR Elgersweier verlor und damit aus den vergangenen sieben Spielen nur drei Punkte aus Oberschopfheim verbuchte. Ein Platzverweis gegen Jonas Schmieder wegen Handspiels schon nach 20 Minuten minimierte die Chancen der Stellfallen-Kicker früh, zumal der folgende Elfmeter bereits das 2:0 für die Elgersweierer bedeutete. Dennoch hielten die Sulzer lange dagegen. Das 4:2 gelang dem VfR erst in der 89. Minute.

Vorn in der Tabelle hatte der FC Ettenheim-Altdorf einige Mühe bei der SpVgg Schiltach. Erst kurz nach der Pause gelang Kapitän Michael Schwanz die Führung. Andreas Dold und Yann Carisey erhöhten in der Schlussviertelstunde.

Damit sind die Ettenheimer zusammen mit dem Tabellenzweiten SV Mühlenbach derzeit die einzig verbliebenen Verfolger des Zeller FV, der dem starken Aufsteiger TGB Lahr eine schmerzliche 1:5-Lektion verpasste. Bereits beim 4:0 zur Pause war die Partie entschieden. Mike Gbajie gelang zehn Minuten vor Schluss der zwischenzeitliche Ehrentreffer zum 1:4.