Duell der Aufsteiger
: Die Sache mit der Favoritenrolle

Der Sportclub Hofstetten steht am Sonntag vor einer großen Herausforderung. Mitaufsteiger  Gundelfingen-Wildtal gastiert ab 15 Uhr im Waldsee-Stadion.
Von
Werner Bauer
Hofstetten
Jetzt in der App anhören
Marc Hengstler (links), der hier gegen den Linxer Gabriel Springmann zum Flanken kommt, will offensiv wieder Akzente setzen.

Marc Hengstler (links), der hier gegen den Linxer Gabriel Springmann zum Flanken kommt, will offensiv wieder Akzente setzen.

Werner Bauer
  • Hofstetten empfängt am Sonntag ab 15 Uhr Mitaufsteiger Gundelfingen-Wildtal im Waldsee-Stadion.
  • Trotz Favoritenrolle laut SC-Vorstand warnt das Trainerduo Kinast/Armbruster vor Euphorie.
  • Plan für Hofstetten: hohes Pressing, viel Ballbesitz und ein frühes Tor – Abwarten ist tabu.
  • Gundelfingen/Wildtal steht mit 1 Punkt und 2:9 Toren hinten, gewann aber Aufstiegsspiele deutlich.
  • Bei Sieg bliebe Hofstetten vorn dabei und sammelt wichtige Zähler für das Ziel Klassenerhalt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

SC-Vorstand Edgar Mäntele warnte nach dem grandiosen 1:0-Erfolg beim SV Linx: „Jetzt sind wir zum ersten Mal in einer Begegnung Favorit“, wobei er dies persönlich nicht ganz so sieht. Doch mit Blick auf die Tabellensituation und die Ergebnisse, die der Sportclub abgeliefert hat, leitet sich für ihn diese Favoritenstellung einfach ab.

Ausgangslage lässt Fragen offen

Doch die Hofstetter Trainer  Timo Kinast und Normen Armbruster wollen davon nichts wissen. Nur weil die Spvgg. Gundelfingen/Wildtal mit nur einem Punkt bei  einem Torverhältnis von 2:9 am Tabellenende steht, besteht für sie kein Grund, euphorisch zu werden. Kein Gegner ist leicht zu spielen, und wer es bis in die Fußball-Verbandsliga schafft, muss fußballerisch etwas draufhaben. Umso wichtiger wird es  für den SC Hofstetten am kommenden Sonntag wieder sein,  mit hohem  Pressing viel Ballbesitz zu bekommen und das Offensivspiel  anzukurbeln. Wenn dem SC dann ein frühes Tor gelingt, ist für die Gastgeber alles möglich.

Doch auch die Spvgg. Gundelfingen/Wildtal mit ihrem Trainer Aurelio Martins rechnet sich einiges aus. Wer in den Aufstiegsspielen zur Fußball-Verbandsliga beim SC Durbachtal mit 3:0 gewinnt und einen souveränen 4:1-Heimsieg gegen Aufstiegskandidat FC Königsfeld verbucht, ist schon eine echte Herausforderung. Das darf auf gar keinen Fall vergessen werden. Nach nur zwei Jahren in der Landesliga feierte die Spielvereinigung somit den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Gundelfingen hat erst einen Punkt auf dem Konto

Die Gäste hatten zum Saisonauftakt ein achtbares 0:0 beim aktuellen Tabellenzweiten VfR Hausen erzielt. Anschließend gab es auf eigenem Platz gegen den SC Pfullendorf ein 1:3, es folgte eine 0:3-Niederlage beim  SC Wyhl, und zuletzt unterlag der Mitaufsteiger gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen mit 1:3. Höchste Zeit also für die Gäste,  die sich  vor der Saison mit sieben Neuzugängen gezielt verstärkten, ohne einen Umbruch im Team vorzunehmen, etwas Zählbares zu erreichen. Hofstettens Cheftrainer Timo Kinast weiß ganz genau, wie er seine Elf einstellen wird. Es wird ein schweres Spiel, denn der Gegner hat im Waldsee-Stadion nichts zu verlieren.

Kinast-Team will nachlegen

Für den Sportclub Hofstetten hat diese Begegnung jedenfalls eine besondere Bedeutung, denn bei einem Sieg bliebe das Kinast-Team in der Tabelle vorn mit dabei und hätte drei weitere Punkte für das Ziel Klassenerhalt eingetütet. Gegen den SV Linx und gegen den FC Auggen war der Sportclub  lediglich Außenseiter, genauso wie gegen den an die Tür zur Oberliga Baden-Württemberg anklopfenden SC Lahr. Das waren für die sonntäglichen Gastgeber eigentlich einfache Spiele.

Mit der Devise, das eigene Tor abzusichern und im Spiel nach vorn auf erfolgreiche Konter zu setzen, ist der Plan der Hofstetter bisher aufgegangen. Gegen den SV 08 Laufenburg hat die Elf um Spielführer Jonas Kinast einen 3:1-Vorsprung aus der Hand gegeben. Da hatte der Sportclub von Anfang an das Spiel bestimmt und überragende Kombinationen gezeigt. Gegen Gundelfingen/Wildtal soll das Spiel nun ähnlich gestaltet werden – Abwarten oder Abtasten sind jedenfalls verboten. Doch auch gegen  die Spvgg. sind wieder 100 Prozent notwendig, das weiß auch das Team. Personell sieht es beim Sportclub recht  gut aus. Jeder freut sich auf dieses Heimspiel vor einer wohl wiederum prächtigen Kulisse.