DFB-Pokal gegen 1. FC Magdeburg: Kein Ehrentreffer – Bahlinger SC verpasst die Überraschung

Holger Bux (rechts) und der Bahlinger SC wehrten sich gegen den 1. FC Magdeburg (hier Doppeltorschütze Mateusz ZukowskiI) nach Kräften, mussten sich dem Zweitligisten am Ende aber klar geschlagen geben.
Philipp von Ditfurth/dpa- 1. FC Magdeburg gewann im DFB-Pokal beim Bahlinger SC mit 4:0.
- 3545 Zuschauer im Kaiserstuhlstadion, großer Andrang im erweiterten Gästebereich.
- Frühe Führung durch Zukowski nach Abwehrfehler, später Traumtor zum 3:0.
- Michel traf per Kopf zum 2:0 und später zum 4:0 – Partie war zur Pause praktisch entschieden.
- Bahlingen steigerte sich nach der Halbzeit, vergab Chancen und blieb ohne Ehrentreffer.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Gästeblock im Kaiserstuhlstadion des Bahlinger SC, links von den beiden Trainerbänken gelegen, kommt im normalen Liga-Alltag nicht an seine Belastungsgrenze. Um dem Fanansturm zur Erstrundenpartie im DFB-Pokal gegen den 1. FC Magdeburg Herr zu werden, wurde der Gästebereich sogar vergrößert.
Bis etwa zur Mittellinie standen die Fans aus Magdeburg dicht gedrängt. Auch in den anderen Tribünenblöcken waren neben roten BSC-Trikots viele in Blau gekleidete Zuschauer zu sehen. Die tatsächliche Zahl an FCM-Fans, die die mehr als 600 Kilometer lange Strecke auf sich genommen hatten, dürfte also deutlich über der vom Zweitligisten kommunizierten Zahl von 800 gelegen haben.
Die insgesamt 3545 Zuschauer im Kaiserstuhlstadion sahen einen mutigen Oberligisten, der von der ersten Sekunde an mutig mitspielen wollte – und dennoch früh in Rückstand geriet. Eine eigentlich ungefährliche Hereingabe auf dem holprigen Rasen rutschte Laurin Tost bei dessen Klärungsaktion über den Schlappen. Eine Einladung für Magdeburgs Stürmer Mateusz Zukowski, die dieser dankend annahm.
Perfekter Start für den haushohen Favoriten
Es war ein perfekter Start für den haushohen Favoriten aus Sachsen-Anhalt, der in der Folge um Spielkontrolle bemüht war. Gegen aggressiv anlaufende Bahlinger war das nicht immer einfach. Und der in Mitleidenschaft gezogene Rasen, der von Zuschauern auf der Stehtribüne gar als „Acker“ bezeichnet wurde, tat sein Übriges.

Der Gästebereich im Kaiserstuhlstadion wurde für die Fans des 1. FC Magdeburg noch vergrößert.
Philipp von Ditfurth/dpaRichtig gefährlich wurde daher – abgesehen von einem nicht gegebenen Abseitstor von Zukowski – nicht für das Tor von BSC-Schlussmann Dennis Klose. Stattdessen meldeten sich auch die Bahlinger das erste Mal so richtig an. Doch Alex Echners Schuss aus gut zwölf Metern in der 25. Minute ging ein bis zwei Meter über das FCM‑Gehäuse.
Gebürtiger Breisacher trifft für Magdeburg
Und weil sich so etwas im Duell David gegen Goliath zumeist rächt, jubelten nur wenige Minuten später die Gäste. Falko Michel, der in Breisach geboren und unter anderem in der Jugend des SC Freiburg ausgebildet wurde, traf in der 31. Minute per Kopf zum 2:0.
Für den fußballerischen Höhepunkt der ersten 45 Minuten sorgte jedoch Stürmer Zukowski. Sein Schuss (44. Minute) von der Strafraumkante passte perfekt in den rechten Winkel – mehr Traumtor geht fast nicht. Die Partie war damit zur Pause schon praktisch entschieden. Auch, weil kurz zuvor Rico Wehrle die Riesenchance zum Anschluss vergeben hatte. Aus kurzer Distanz scheiterte er an FCM-Keeper Dominik Reimann.
Ex-Lahrer Marin Stefotiv gleich mehrfach im Fokus
Nach der Halbzeitpause stand dann gleich mehrfach Marin Stefotiv, Ex-Stürmer von SC Lahr und SV Oberachern, im Fokus. In der 48. Minute wurde er mehr oder weniger auf der Torlinie beim Abschluss entscheidend gestört. Fünf Minuten später forderten zumindest die Bahlinger Zuschauer einen Elfmeter. Stefotic war im Strafraum zu Boden gegangen. Schiedsrichter Felix Wagner entschied auf Weiterspielen – wohl die richtige Entscheidung. Nach 60 Minuten kam Stefotiv gleich noch mal zum Abschluss, verzog jedoch.

Barış Atik vom 1. FC Magdeburg und Holger Bux vom Bahlinger SC kämpfen um den Ball.
Philipp von Ditfurth/dpaUnd dennoch: Es waren Szenen wie diese, die von einem deutlich stärker werdenden Bahlinger SC zeugten. Bis tief in die zweite Halbzeit hinein war der Oberligist die gefährlichere Mannschaft, allerdings ohne die ganz großen Chancen. Der 1. FC Magdeburg hatte zunächst in den Verwaltungsmodus geschaltet. Der individuelle Qualitätsunterschied war zwar weiterhin bemerkbar. In Sachen Laufbereitschaft und Engagement hatten jedoch die Gastgeber die Nase vorn.
Mit zunehmender Zeit gingen dem Außenseiter jedoch die Kräfte aus. Michel besorgte in der 77. Minute das 4:0. Die Bahlinger gaben auch danach nicht auf, der Ehrentreffer im DFB-Pokal war den Südbadenern jedoch nicht mehr vergönnt.
