Bitteres 1:2 gegen den OFV: SC Lahr II geht trotz Finn Endsbillers 50-Meter-Traumtor leer aus

Finn Endsbiller (links, Nummer 52) vom SC Lahr II nimmt die Glückwünsche seiner Kollegen entgegen. Am Ende jedoch reichte das 50-Meter-Traumtor gegen den Offenburger FV nicht zu einem Punkt.
Horst Künstle- SC Lahr II verlor das Derby gegen den Offenburger FV mit 1:2 trotz eines Traumtors.
- Finn Endsbiller traf kurz vor der Pause von der Mittellinie zum 1:1-Ausgleich.
- Der OFV ging früh durch Niklas Mayer in Führung und siegte per Elfmeter in der Nachspielzeit.
- Amadou Kaba verwandelte, danach vergab Aaron Heuberger einen späten Handelfmeter an die Latte.
- Trainer Dino Piraneo sah Gelb-Rot – Endsbillers Tor dürfte nicht „Tor des Monats“ werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit mehr als 50 Jahren zeichnet die ARD einmal pro Monat das „Tor des Monats“ aus. Fünf Tore aus dem jeweiligen Kalendermonat stehen zur Wahl, die Entscheidung treffen die Zuschauer. Im Stadion an der Dammenmühle fiel am Freitagabend im Landesliga-Derby zwischen dem SC Lahr II und dem Offenburger FV ein Treffer, der die Aufnahme in diese Liste allemal verdient gehabt hätte.
Es liefen bereits die letzten Sekunden von Durchgang eins. Ein langer Ball aus der OFV-Innenverteidigung fand keinen Mitspieler, sondern landete direkt bei Finn Endsbiller im Mittelfeld. Der Lahrer nahm den Ball an, nahm ein paar Schritte Anlauf und schoss aus gut 50 Metern aufs Tor.
OFV-Torwart Dominik Jurkovic, der beim Ball seines Innenverteidigers bereits gut 20 Meter vor seinem Tor stand, hatte keine Chance – Endsbillers Ball kam perfekt aufs Tor. „Vollspann ins leere Tor – das war schon technisch sehr, sehr anspruchsvoll“, sagte der Lahrer Trainer Dino Piraneo über den Ausgleich der Marke „Tor des Monats“.
Früher Führungen für den Offenburger FV
Bereits in der 10. Minute waren die Gäste durch Niklas Mayer in Führung gegangen. Und bis zur Pause war der OFV auch das Team mit mehr Spielanteilen, das sah auch Piraneo so. Weil jedoch Endsbiller perfekt zielte, ging es mit einem 1:1-Unentschieden in die Kabine.
Auch 45 Minuten später sah es noch danach aus, als würden sich die beiden Ortenauer Landesligisten die Punkte teilen. Es wäre wohl leistungsgerecht gewesen, denn in Durchgang zwei hatte die Lahrer Verbandsliga-Reserve etwas mehr vom Spiel. „Für beide Mannschaften wäre ein Unentschieden gerecht gewesen“, sagte Piraneo.
In der Nachspielzeit sieht Dino Piraneo Gelb-Rot
Doch dann kam die Nachspielzeit, vier Minuten wurden vom Schiedsrichter angezeigt. Als diese schon so gut wie abgelaufen waren, wurde ein OFV-Spieler mit einem langen Ball auf die Reise geschickt und im Strafraum von den Beinen geholt. „Es war schon ein Foul“, sagte der SCL‑Trainer. Der OFV-Spieler sei jedoch aus dem Abseits gekommen, ärgerte sich Piraneo, der in dieser Sequenz emotional reagierte und vom Schiedsrichter die gelb-rote Karte bekommen hatte.
Wilde Schlussphase im Derby
An der Elfmeterentscheidung änderte das jedoch nichts: Amadou Kaba verwandelte den Strafstoß zum 2:1 für die Offenburger. Die Entscheidung? Denkste. Obwohl die Nachspielzeit mittlerweile abgelaufen war, ließ der Unparteiische noch einen Angriff zu. Nach einem langen Ball in den OFV-Strafraum bekam ein Abwehrspieler den Ball an die Hand.
Aaron Heuberger nahm sich der Sache an und schon „sehr platziert“, wie sein Trainer es ausdrückte. Vielleicht sogar zu platziert. Denn der Ball prallte von der Unterkante der Latte zurück ins Feld. Danach war Schluss und der Offenburger FV feierte einen am Ende glücklichen Auswärtssieg. Die Lahrer dagegen „waren sehr enttäuscht“, so Piraneo.
Warum es Endsbiller wohl nicht in die „Sportschau“ schafft
Daran konnte auch Endsbillers 50-Meter-Traumtor nichts ändern. Dass sein Fernschuss es tatsächlich bis in die „Sportschau“ zur Abstimmung schafft, ist dabei eher unwahrscheinlich – auch wenn das Spiel im Stadion an der Dammenmühle gestreamt wurde und es das Tor auf Video gibt.
„Selbstverständlich ist es möglich, Treffer aus allen Ligen vorzuschlagen. Grundvoraussetzung ist allerdings gutes Bildmaterial. Handyvideos, Analysekameras o.ä. sind in der Regel nicht TV‑tauglich“, heißt es in einem „Sportschau“-Beitrag von 2022. Und so kann sich Endsbiller zumindest damit trösten, dass es seinen Kunstschuss auf Video gibt. Auch wenn dieser am Freitag nicht zu einem Punkt im Derby gegen den Offenburger FV führte.
