45 Minuten Pause
: Darum ging für die Scutro-Damen in Steinen lange Zeit nichts

In Steinen waren die Schutter-Frauen bereits auf der Verliererstraße und kamen erst langsam ins Spiel. Doch dann war der sportliche Wettkampf Nebensache.
Von
Thorsten Mühl
Steinen
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Adelina Tafa (hier gegen Ottenhöfen am Ball) und die Scutro-Damen zeigten vollen Einsatz.

Adelina Tafa (hier gegen Ottenhöfen am Ball) und die Scutro-Damen zeigten vollen Einsatz.

Wolfgang Künstle
  • Scutro siegt bei Maulburg/Steinen 20:19, nach 1:6-Start und 45-minütiger Unterbrechung.
  • Nach der Pause überzeugt Scutro mit starker Abwehr, Torfrauen prägen das Spiel.
  • Dreiland gegen Altenheim 24:24 – Altenheim holt ersten Punkt, trotz Spiel ohne Haftmittel.
  • Altenheim steigert Abwehr und Tempo, vergibt Führung kurz vor Schluss, Remis „gerecht“.
  • Kornwestheim besiegt Ottenheim 40:20 – viele Fehler und schwaches Rückzugsverhalten bei TuS.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Verbandsliga, Damen: SG Maulburg/Steinen - SG Scutro 19:20 (12:10). Eine in weiten Teilen schwierige Begegnung wandelte Aufsteiger Scutro am Samstag bei Maulburg/Steinen am Ende noch in einen späten Auswärtserfolg um. Nach neun Minuten lagen die Gäste beim 1:6 klar hinten. „Zu dem Zeitpunkt habe ich ein Debakel befürchtet. Gar nichts hat funktioniert“, schilderte Scutro-Coach Oliver Kronenwitter.

Nach einer Auszeit kam seine Mannschaft allmählich heran, ehe in der 17. Minute die Partie aufgrund eines medizinischen Notfalls auf der Tribüne unterbrochen wurde. Die Halle wurde geräumt und während der 45-minütigen Pause beratschlagten die Mannschaften, ob weitergespielt werden sollte oder nicht. Man entschied sich schließlich kollektiv dafür.

„In der zweiten Halbzeit wurde unsere Abwehrleistung dann zum absoluten Trumpf. So stelle ich mir unser Abwehrspiel vor. Das war eine Bombenleistung“, hob Kronenwitter, auf die zweiten 30 Minuten bezogen, hervor. Beide Mannschaften begegneten sich nun auf hohem Niveau, wobei sich allerdings in erster Linie die Torfrauen auszeichnen konnten. „Hüben wie drüben ergaben sich zahlreiche Fehlwürfe. Es war ein spannendes und bisweilen auch nervenaufreibendes Spiel“, skizzierte Kronenwitter. In Minute 58 kamen die Gastgeberinnen, die sich nie hängen ließen, zum 19:19 zurück. In einem engen Aufeinandertreffen warfen die Gäste alles nach vorne und schafften am Ende den knappen Sieg. „Wir hatten auch Glück am Ende. Mir war vor allem wichtig, dass die Mannschaft eine Reaktion auf die Vorwoche zeigte. Leistungen wie diese werden wir aber auch brauchen, um in dieser Liga bestehen zu können“, so Kronenwitter.
SG Scutro: Reichenbach, Decker; Tafa 2, Salzmann, Künstle 4, Martin 1, Zimmermann, Bläsi 3, Friedrich 5/2, Bix 2, Ruder 3, Orana.

LÖRRACH. Landesliga, Damen: HSG Dreiland - TuS Altenheim 24:24 (15:14). Die TuS-Damen holten den ersten Punkt der Saison. Der Teilerfolg war umso höher einzuschätzen angesichts eines Verbandsliga-Absteigers als Kontrahent und noch dazu in einer Partie ohne Haftmittel-Einsatz.

In den ersten 30 Minuten waren die Gastgeberinnen knapp vorne. Immer wieder gelang es der HSG zunächst, Führungen von zwei bis drei Treffern aufzubauen. Dem stemmte sich der Riedverein mit einer offensiven 3:2:1-Abwehrvariante entgegen, die in dieser Phase allerdings noch nicht so ganz griff wie gewünscht. „Das kann noch besser werden“, war sich aus Trainer Lukas Schade sicher. Doch seine Mannschaft kämpfte sich heran und spielte geduldig und diszipliniert lange Angriffe aus. Der Gast lag zur Pause lediglich mit einem Treffer zurück.

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Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

Nach dem Seitenwechsel blieben beide Mannschaften eng beisammen – auch, weil Altenheim die Gegebenheiten immer besser annahm und dem Kontrahent noch mehr abverlangte. „Die Tiefe wurde im Angriff ebenso konsequent gesucht wie Tempo gespielt. In einzelnen Situationen hat uns aber der Mut wieder verlassen“, benannte Schade auch Verbesserungswürdiges im Gästespiel. Nach dem 20:20 in Minute 50 verschaffte sich Altenheim beim 22:24 zwei Minuten vor Schluss einen vermeintlichen Vorteil. Doch Dreiland kam zurück und schaffte mit der letzten Aktion noch die Punkteteilung. Schade sprach von einem „gerechten Ergebnis, das aber keine so große Rolle spielt. Für mich war wichtig, dass eine wirkliche Mannschaft Dreiland Paroli geboten hat“.
TuS Altenheim: Teufel, Begerow; Kienzle 1, Hörnig 1, Heini 4/1, Boos 2, Wolf, Sterner 9/3, Jägle, Ackermann, Schade 1, Mannßhardt, Kießle, Fahner 4, Schick 2.

KORNWESTHEIM. Oberliga, Damen: SV Salamander Kornwestheim - TuS Ottenheim 40:20 (22:7). Angesichts mehrerer fehlender Spielerinnen aus der ersten Reihe, aber auch eines zu fehlerbehafteten Spiels, hatten die Gäste am Sonntag keine Chance in Kornwestheim. „Es war der Vergleich einer gestandenen Damenmannschaft mit einer A-Jugend-Vertretung“, brachte es Gästetrainer Nico Baumann auf den Punkt.

Phasenweise konnten die Ortenauerinnen, die noch nie in dieser Konstellation zusammengespielt hatten, in der Abwehr überzeugen. Immer dann, wenn die „Salamander“ in den Positionsangriff gezwungen wurden, wurde einigermaßen mitgehalten. Die Krux war jedoch insbesondere mangelhaftes Rückzugsverhalten. „Es hat zu lange gedauert, zu verinnerlichen, dass der Ball weg war und wir uns zum neuen Formieren zurückziehen mussten. So wurde der Gegner quasi zum Gegenstoß eingeladen. Allein 13 der 22 Gegentreffer in der ersten Halbzeit resultierten aus Tempogegenstößen“, skizzierte Baumann.

Besser sollte es auch in den zweiten 30 Minuten nicht werden. Auf Ottenheimer Seite lag die Zahl unbedrängter technischer Fehler viel zu hoch, die Abschlüsse waren öfter zu durchsichtig, um Kornwestheims Torfrauen gefährden zu können. Immerhin: Neuzugang Nelly Kindlein steigerte sich im Laufe der Partie, zeigte nach anfänglicher Verunsicherung einige gelungene Aktionen und erzielte fünf Treffer.
TuS Ottenheim: Viertel, Jäkel; M. Weide, Günther 2, R. Weide 5/5, Stritt, Weiser 2, Wenz, Matuschyk, Kindlein 5, Spinner 3, Baumann 3.