Triathlon, Turnerschaft Langenau: Männer: Vom Profi zum erfolgreichen Teilzeit-Athleten

Magnus Männer feiert auch als Teilzeit-Triathlet Erfolge.
Hubert Klemm- Magnus Männer beendet den Profisport, bleibt als Teilzeit-Triathlet leistungsstark.
- Allgäu Triathlon: Platz vier in 4:07:56 Stunden – schnellster Schwimmer nach 23:44 Minuten.
- Trumer Triathlon: ebenfalls Platz vier über die Mitteldistanz in 3:53:44 Stunden.
- Ligafinale am Schluchsee: führte Tsch. Langenau zum Tagessieg und zum Aufstieg in die 1. Liga.
- Nach Jobstart mit 75-Prozent-Stelle feierte er ein Comeback – Wettkämpfe aus Leidenschaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Magnus Männer: Vom Profi zum Teilzeit-Athleten – und noch immer ganz vorne dabei
LANGENAU. Der Profisport ist für Magnus Männer Geschichte – auf dem sportlichen Abstellgleis steht der Triathlet der Turnerschaft Langenau deshalb noch lange nicht. Ganz im Gegenteil: Der 27-Jährige liefert auch nach seinem Rückzug aus dem Profi-Alltag Ergebnisse ab, die zeigen, welches Potenzial noch immer in ihm steckt. Jüngstes Beispiel: Platz vier beim Allgäu Triathlon in Immenstadt.
Ein bemerkenswertes sportliches Comeback
Auf der anspruchsvollen Classic-Distanz über 1,9 Kilometer Schwimmen, 92 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen benötigte Männer unlängst 4:07:56 Stunden. Dabei spielte der Langenauer einmal mehr seine Paradedisziplin aus: Nach 23:44 Minuten verließ er den Großen Alpsee als schnellster Schwimmer des Feldes. Erst auf dem Rad schlossen der spätere Sieger Tom Hug und Jannik Stoll auf. Im Ziel fehlten Männer lediglich 1:34 Minuten auf den dritten Platz von Samuel Böttinger.
Dass Männer überhaupt wieder auf diesem Niveau Rennen bestreitet, war vor wenigen Monaten keineswegs selbstverständlich. Im April begann er nach eigenen Angaben mit einer 75-Prozent-Stelle und glaubte zunächst, womöglich überhaupt keinen Triathlon mehr zu bestreiten. „I honestly thought I’d never race a triathlon again“, schrieb er rückblickend nach seinem Comeback.
Doch aus dem vermeintlichen Abschied vom Leistungssport wurde zumindest sportlich ein bemerkenswertes Comeback. Ende Juli meldete sich Männer beim Trumer Triathlon in Österreich eindrucksvoll zurück. Über die Mitteldistanz belegte er in 3:53:44 Stunden den vierten Platz. Schon nach 22:19 Minuten war er als Schnellster aus dem Wasser gekommen. Auf Sieger Leon Pauger fehlten ihm am Ende lediglich 4:12 Minuten.
Beim Ligafinale führt Männer die Langenauer zum Tagessieg
Und Männer kann nicht nur selbst schnell sein. Beim Ligafinale am Schluchsee führte er die Mannschaft der Tsch. Langenau mit einer überragenden Vorstellung zum Tagessieg und damit zum Aufstieg in die 1. Liga. Sein Vorsprung im Ziel betrug dabei fast neun Minuten. Der Verein spricht davon, dass Männer, der „bis letztes Jahr international gestartet war“, das Rennen nach Belieben beherrscht habe.
Der Rückzug aus dem Profisport bedeutet für den gebürtigen Zeller somit keineswegs den Abschied vom ambitionierten Triathlon. Vielmehr hat sich die Gewichtung verschoben: Beruf statt Vollzeittraining, Wettkampf aus Leidenschaft statt Jagd nach Weltranglistenpunkten.
Abschied vom Profi-Dasein gibt ihm eine neue Freiheit
Dass Männer auf internationaler Bühne mithalten konnte, hatte er zuvor oft genug bewiesen. Beim Ironman-70.3-Rennen gelangen ihm unter anderem Platz acht 2023 in Zell am See sowie Platz acht 2025 in Augusta. Seine besondere Stärke war dabei fast schon sein Markenzeichen: Männer gehörte regelmäßig zu den schnellsten Schwimmern im Profifeld.
Der Schritt weg vom Profidasein scheint ihm nun neue Freiheit zu geben. Die Ergebnisse dieses Sommers sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache: Magnus Männer muss vom Triathlon nicht mehr leben – aber Triathlon auf hohem Niveau kann er noch immer. Und vielleicht liegt gerade darin der Reiz seines neuen sportlichen Kapitels.