Fußball-Landesliga
: Dramatische Schlussphase – SV Weil schlägt gegen den FV Lörrach-Brombach spät zu

Justin Samardzic hat vier Minuten vor dem Schlusspfiff das letzte Wort in einer rassigen Partie. Die Gäste geben nach furiosem Beginn das Zepter aus der Hand.
Von
Hannes Brenneisen
Weil am Rhein
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Grenzenloser Jubel: Der SV Weil feiert nach Justin Samardzics (ganz rechts) Treffer einen verdienten Derbysieg.

Grenzenloser Jubel: Der SV Weil feiert nach Justin Samardzics (ganz rechts) Treffer einen verdienten Derbysieg.

Hannes Brenneisen
  • SV Weil gewann das Hochrhein-Derby gegen den FV Lörrach-Brombach mit 2:1.
  • Liam Mertinatsch traf nach einem Fehlpass von Manuel Pinke zur 1:0-Führung.
  • Julian Rümmele glich per Elfmeter in der 78. Minute aus – kurz darauf kippte das Spiel.
  • Justin Samardzic erzielte in der 86. Minute das 2:1 und entschied die Partie.
  • FVLB startete stark, verlor aber nach der Anfangsphase den Zugriff auf das Spiel.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Es sind turbulente Wochen, die hinter dem SV Weil liegen. Auf die Faustschlag-Affäre nach der Partie gegen die SF Elzach-Yach folgte unter der Woche der Rücktritt von Jens Vogtsberger, der als Sportlicher Leiter tätig war. Der Derbysieg gegen den FV Lörrach-Brombach dürfte nun etwas Ruhe ins Nonnenholz bringen. In einem packenden Hochrhein-Derby setzte sich der SV Weil am Samstag mit 2:1 gegen den FV Lörrach-Brombach durch.

Dabei hätte die Partie kaum besser für den FVLB beginnen können. Die Mannschaft von Trainer Fabio Muto erwischte einen Traumstart und setzte die Gastgeber früh unter Druck. Bereits nach sechs Minuten bot sich Mike Muser die große Gelegenheit zur Führung. Frei vor SVW-Keeper Sandro Keller scheiterte er jedoch im Eins-gegen-eins. Keller reagierte glänzend und bewahrte seine Mannschaft mit einer starken Fußabwehr vor einem frühen Rückstand.

Die Anfangsphase bereitete auch SVW-Coach Schepperle einiges Kopfzerbrechen. „Wir haben offengelassen, ob wir ins Pressing gehen oder tief stehen. Das haben wir dann halb/halb gemacht und die Zuteilung hat nicht gestimmt. Nach einer Viertelstunde haben wir das dann in den Griff bekommen“, erklärte er nach der Partie.

Mertinatsch bestraft FVLB-Fehler konsequent

Tatsächlich fanden die Blau-Weißen zunehmend besser in die Begegnung und übernahmen mehr und mehr die Spielkontrolle. In der 25. Minute schlug der SV Weil schließlich zu: Liam Mertinatsch brachte die Gastgeber in Führung. Vorausgegangen war ein folgenschwerer Fehlpass von Manuel Pinke, den die Weiler konsequent bestraften.

Auch in der Folge blieb der SVW am Drücker und erspielte sich weitere gute Abschlussmöglichkeiten. Allerdings war im Lörracher Tor an diesem Nachmittag ein bestens aufgelegter Paul Fürst zur Stelle. Mit mehreren starken Paraden hielt er seine Mannschaft im Spiel. „Ich habe ihm in der Halbzeit gleich zu seinen Paraden gratuliert“, verriet Schepperle.

Nach dem Seitenwechsel verlor die Begegnung zunächst etwas an Tempo und spielerischer Qualität. Der FVLB kam wieder besser ins Spiel, während die Weiler ihre Griffigkeit aus der ersten Halbzeit nicht mehr ganz aufrechterhalten konnten. So richtig Fahrt nahm das Derby erst in der Schlussphase wieder auf.

In der 78. Minute bekamen die Gäste die große Gelegenheit zum Ausgleich. Nach einem Foulspiel an Yannik Scheurer zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Julian Rümmele übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1. Plötzlich war wieder alles offen und das Derby bekam seinen dramatischen Schlussakkord.

Drama in den Schlussminuten

Denn die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. In der 86. Minute schlug der SV Weil erneut zu. Der eingewechselte Justin Samardzic traf zum 2:1 und ließ das Nonnenholzstadion jubeln. Der späte Treffer sollte zugleich den Endstand bedeuten. Während die Weiler einen emotionalen Derbysieg feierten, stand der FVLB trotz einer starken Anfangsphase mit leeren Händen da.

Für Lörrachs Trainer Fabio Muto war vor allem der Einbruch nach der ersten Viertelstunde schwer zu erklären. „Ich habe keine Erklärung. Weil hat in der Kompaktheit extrem gut gespielt. Wir hatten keinen Zugriff mehr und unser Zentrum wollte keine Bälle mehr. Sie haben Mann gegen Mann gespielt und das wirklich gut gemacht“, analysierte er. Nach der Pause habe seine Mannschaft zwar wieder etwas Oberwasser bekommen und sich nach dem Ausgleich noch ein bis zwei Möglichkeiten erspielt. Letztlich seien die Gegentreffer jedoch durch individuelle Fehler entstanden.

Sein Fazit fiel entsprechend selbstkritisch, aber sportlich fair aus: „Dann verliert man eben nicht mal unverdient. So schwer es mir fällt: Glückwunsch nach Weil.“