FC Tiengen 08 gegen TuS Lörrach-Stetten: Ein Vorfall, der lange nachhallen wird

Fassungslos: Die Vorfälle beim Gastspiel des TuS Lörrach-Stetten in Tiengen sorgten für Kopfschütteln.
Daniel Kavur- Landesliga-Spiel FC Tiengen 08 gegen TuS Lörrach-Stetten wurde zur Halbzeit abgebrochen.
- Auslöser war eine Rudelbildung beim Gang in die Kabinen – Zuschauer und Ersatzspieler mischten mit.
- TuS: Ein Tiengener Spieler schlug einem unbeteiligten Lörracher Ersatzmann von hinten ins Gesicht.
- Der Verletzte kam mit blutender Nase ins Krankenhaus, Polizei nahm Personalien auf.
- TuS stoppte die Partie wegen Sicherheitsbedenken, Verband reagiert noch. Punkte wohl an Tiengen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Landesliga-Duell zwischen dem FC Tiengen 08 und dem TuS Lörrach-Stetten ist am Sonntag, 20. September, nach Tumulten und Handgreiflichkeiten beim Gang in die Halbzeitpause abgebrochen worden. Nun hat der TuS Lörrach-Stetten in einer Stellungnahme seine Sicht auf die Geschehnisse dargelegt. Der Verein betont dabei, dass es ihm um eine sachliche Aufarbeitung des Vorfalls gehe.
Ihren Lauf nahmen die Dinge dabei bereits auf dem Rasen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit des ersten Durchgangs sahen Tiengens Angreifer Nexhdet Gusturanaj und Stettens Verteidiger Semsettin Essiz die Rote Karte. Im Anschluss erhitzte sich eine eigentlich ruhige Begegnung so sehr, dass die Situation beim Gang in die Katakomben eskalierte. Sowohl Zuschauer als auch Ersatzspieler mischten sich unter die Rudelbildung vor dem Kabinentrakt des Langensteinstadions.
Besonders schwer wiegt aus Sicht des TuS ein Vorwurf, der aus der Stellungnahme des Vereins hervorgeht: Ein Tiengener Akteur habe demnach einem Lörracher Ersatzspieler, der nach Darstellung des TuS unbeteiligt gewesen sei, von hinten mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dieser habe anschließend mit blutender Nase in die Kabine gebracht werden müssen. Nach der Erstversorgung sei er mit dem Rettungsdienst in das Krankenhaus Waldshut gebracht worden. Die Polizei sei ebenfalls verständigt worden und habe die Personalien der beteiligten Personen aufgenommen.
Letztlich habe der Verein dem Schiedsrichtergespann mitgeteilt, dass die Sicherheit der eigenen Spieler, Verantwortlichen und Zuschauer nicht mehr gewährleistet gesehen werde. Unter diesen Umständen sei eine Fortsetzung der Partie aus Sicht des TuS nicht mehr verantwortbar gewesen. Das Schiedsrichtergespann habe dafür Verständnis gezeigt. Eine abschließende Bewertung des Vorfalls müsse aus Sicht des TuS auf Grundlage aller vorliegenden Berichte und Stellungnahmen erfolgen.
Eine Reaktion des Verbands auf die Stellungnahme des TuS Lörrach-Stetten steht derzeit noch aus. Aus sportlicher Sicht dürfte der Nichtantritt der Blau-Weißen zur zweiten Halbzeit bedeuten, dass die drei Punkte an den FC Tiengen gehen. Eine Tatsache, die angesichts der Geschehnisse jedoch in den Hintergrund rückt. Für beide Vereine wird der Vorfall wohl noch einige Zeit Nachhall mit sich bringen.
