Beachhandball: Es hat nicht viel gefehlt für die Dreiländer

Gemeinsames Einschwören: Die Jungs der HSG Dreiland/Copaca Bâle geben bei der Deutschen Meisterschaft alles.
Jens Meißner- HSG Dreiland/Copaca Bâle erreicht bei der DM im Beachhandball Platz acht.
- Viertelfinale knapp im Shootout gegen die Hannover Strand Chillers verloren.
- Starke Leistung gegen die späteren Meister aus Bremen, jedoch Niederlage.
- Auftakt nervös gegen „Beach & da Gang“, später erneut knapp unterlegen.
- Zwei Spieler unter Top-20-Torschützen – Team will Erfahrungen nutzen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Ende belegten die Beachhandballer der HSG Dreiland/Copaca Bâle den achten Rang.
Was für ein Ereignis! Wertvolle Erfahrungen hat die Mannschaft der HSG Dreiland/Cauca Bales bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Beachhandball gesammelt. Dabei verpassten die Jungs, die größtenteils in der B-Jugend der HSG Dreiland aktiv sind, nur um ein Sandkorn den Einzug ins Halbfinale. Im Shootout mussten sie sich ganz knapp den Altersgenossen aus Hannover geschlagen geben.
Es waren drei intensive Tage in Geislingen an der Steige. Bei der Premieren-Teilnahme ging es für die HSG Dreiland/Copaca Bâle gegen die besten deutschen Beachhandballformationen. Als Sechstplatzierter hatten die Nachwuchs-Dreiländer die Qualifikationsrunde beendet und bei diesen Turnieren im Vorfeld schon angedeutet, dass das intensive Training auf Basler Sand beim Partnerverein Früchte trägt.
„Es waren starke Auftritte und enge Entscheidungen, die durchaus Mut für die Zukunft machen“, blickt Raimund Fries zurück, der zusammen mit Thomas Güntert als Coach fungierte. Am Ende blieben die erhofften Erfolgserlebnisse zwar aus, doch zeigte die Mannschaft mehrfach, dass sie mit den besten Teams der Republik, die vornehmlich aus dem hohen Norden kommen, mithalten kann.
Im Viertelfinale groß aufgespielt
Vor allem im Viertelfinale spielten die Dreiländer groß auf. Als Gruppenvierter traf man auf den Gruppenersten der Parallelgruppe, die „Hannover Strand Chillers“. Das favorisierte Team aus Niedersachsen musste mächtig beißen, um am Ende hauchdünn die Oberhand zu behalten. Die HSG zeigte ihre beste Turnierleistung und so entwickelte sich ein hochklassiges und hart umkämpftes Duell, dass am Ende erst im Shootout entschieden wurde. Denn: beide Teams hatten jeweils eine Halbzeit gewonnen.

Marlon Müller von der HSG Dreiland/Copaca Bâle visiert das gegnerische Tor an.
Jens MeißnerIn der finalen Entscheidung, also im Duell Mann-gegen-Mann, wurde schließlich der gegnerische Torhüter zum entscheidenden Faktor. Er wehrte zwei Versuche der HSG Dreiland/Copaca Bâle ab, während der eigene Schlussmann seinerseits einen gegnerischen Versuch entschärfte. Damit ging die Partie denkbar knapp verloren.
Der Start ins Turnier verlief nicht optimal. Im ersten Spiel gegen „Beach & da Gang“ war der Mannschaft die Nervosität noch deutlich anzumerken. Zu viele Fehler im Angriff, ein fehlender Zug zum Tor und technische Unsauberkeiten verhinderten einen erfolgreichen Auftakt. Positiv präsentierten sich dagegen die Abwehr und der Torhüter, die von Beginn an eine gute Leistung zeigten.
Großer Auftritt im zweiten Gruppenspiel
Im zweiten Gruppenspiel zeigte die HSG ein völlig anderes Gesicht. Ausgerechnet gegen die „Nordlichter“ aus Bremen, dem späteren Deutschen Meister, gelang der Mannschaft aus dem Dreiländereck eine deutliche Leistungssteigerung. „Wir spielten mutig und mit hohem Tempo, leisteten uns deutlich weniger Fehler und überzeugten mit schön herausgespielten sowie spektakulären Treffern“, blickt Fries zurück. So entwickelte sich eine attraktive Beachhandball-Partie, in der die HSG Dreiland/Copaca Bâle eindrucksvoll zeigte, welches Potenzial in ihr steckt. Am Ende entschieden die Nordlichter die Begegnung jedoch für sich.
Nach dem knapp verpassten Einzug in die Runde der besten Vier mussten sich die Jungs nach der Enttäuschung erst einmal wieder sammeln. In den anschließenden Platzierungsspielen ging es zunächst erneut gegen „Beach & da Gang“. Diesmal entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe. „Während der Gegner immer wieder auf spektakuläre Inflight-Tore setzte, überzeugten wir vor allem mit schnellem Passspiel und gut herausgespielten Abschlüssen“, meint Fries. Am Ende hatte der Gegner aber wieder die Nase vorne.
Im letzten Gruppenspiel gegen die „Sierra Sombreros“ konnte die deutsch-schweizer Equipe nicht mehr ganz an diese starke Leistung anknüpfen. Sie verlor diese Begegnung und zog als Vierter der Gruppe ins Viertelfinale ein.
Im Shootout den Kürzeren gezogen
In der letzten Partie der DM warteten die „Beachtigers“ aus Geislingen. Bereits vor der Partie scherzten die beiden Trainer darüber, ob man angesichts der zu erwartenden engen Begegnung und der Erfahrungen der bisherigen Saison nicht gleich direkt ins Shootout gehen sollte. Diese Vorahnung sollte sich tatsächlich dann auch bewahrheiten. „Beide Teams lieferten sich ein ausgeglichenes Spiel“, weiß Fries. Und wieder musste das Shootout die Entscheidung bringen. Wieder zog die HSG Dreiland/Copaca Bâle knapp und mit nur einem Treffer Unterschied den Kürzeren.
„Wir haben auf höchstem Niveau gespielt und gesehen, wie eng Erfolg und Niederlage beieinanderliegen. Jeder Fehler wird sofort bestraft – aber genau daraus nehmen wir die größten Learnings mit. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können und mit Tim Fries und Karl Meißner sogar zwei Spieler unter den Top 20-Torschützen des Turniers gestellt – das ist stark. Jetzt heißt es: Erfahrungen mitnehmen, im Winter hart arbeiten und als Team noch enger zusammenwachsen. Dann greifen wir nächste Saison wieder voll an“, zieht Trainer Fries ein durchaus zufriedenes Fazit.
Zum Team gehörten: Jakov Dulabic, Dominik Regener, Lasse Bähr, Leo Vollmer, Ben Brutsche, Marlon Müller, Julian Diehl, Karl Meißner, Aaron Widmeier, Tim Fries, Marco Eichin. Trainer: Raimund Fries, Thomas Güntert