Freudenstädter beim Ironman
: Wolfgang Epting erfüllt sich in Cervia seinen großen Traum

Nie aufgeben: Unter diesem Motto war der Freudenstädter Wolfgang Epting beim Ironman in Cervia am Start.
Von
red/pm
Cervia/Freudenstadt
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Wolfgang Epting

Wolfgang Epting tritt in die Pedale: Fast zwölf Stunden voller Strapazen nahm der Freudenstädter in Kauf.

Privat/Epting
  • Wolfgang Epting finishte den IRONMAN Italy Emilia Romagna in Cervia nach 11:50 Stunden.
  • Der 62-Jährige absolvierte seinen 23. Start über 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad und 42,2 km Lauf.
  • Beim Schwimmen gab es Quallenkontakt, auf dem Rad blockierten die leichten Gänge – er fuhr 5:45 Stunden.
  • Im Marathon fand er spät den Rhythmus und lief 4:20 Stunden, Rang 19 in der AK M60 unter 74.
  • Er sammelt Spenden für den Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Freudenstadt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es sind diese Tage, an denen einfach alles dabei ist: Nervosität am Start, Zweifel unterwegs, unerwartete Rückschläge und am Ende das unbeschreibliche Gefühl, die Ziellinie zu erreichen. Genauso ein Tag war der IRONMAN Italy Emilia Romagna in Cervia für Wolfgang Epting.

Als Epting die Ziellinie überquerte, lagen fast zwölf Stunden voller Strapazen, Emotionen und persönlicher Erfolgserlebnisse hinter ihm. Für den Freudenstädter war es bereits die 23. Teilnahme über die legendäre IRONMAN-Distanz von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen – und mit 62 Jahren ein weiterer eindrucksvoller Beleg seiner ungebrochenen Leidenschaft für den Triathlon Sport.

Kontakt mit einer Qualle

Bereits das Schwimmen im offenen Meer verlangte den Athleten alles ab. Die 3,8 Kilometer lange Strecke absolvierte Epting in 1:24 Stunden und lag damit zunächst auf Rang 38 seiner Altersklasse M60 (60 bis 64 Jahre). Für einen Überraschungsmoment sorgte dabei der Kontakt mit einer Qualle. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, könnte man sagen. Doch nach einem kurzen Schreck schwamm Epting konzentriert weiter.

Defekt am Rad

Nach dem Wechsel aufs Rad wartete die landschaftlich reizvolle, aber keineswegs einfache Strecke durch das Hinterland von Cervia. Vorbei an idyllischen Dörfern, durch die berühmten Salinen der Region und über die sanften Hügel der Emilia Romagna zeigte sich Italien von seiner schönsten Seite.

Doch Eptings Aufmerksamkeit galt vor allem seiner Technik. Schon früh bemerkte er einen Defekt an der Schaltung: Die leichteren Gänge waren blockiert. Besonders an den steilen Rampen bei Kilometer 60 und 120 kämpfte er sich Meter um Meter hinauf, stets mit der Sorge, ob das Material überhaupt bis zum Ende durchhalten würde. Nach 5:45 Stunden auf dem Rad erreichte er schließlich erleichtert die zweite Wechselzone.

Nach dem zweiten Wechsel ging es auf die abschließenden 42,195 Kilometer des Marathons, die auf einem viermal zu durchlaufenden Rundkurs von jeweils rund zehn Kilometern absolviert werden mussten. Nach fast acht Stunden Wettkampf meldeten sich die Beine deutlich zu Wort. Auf der ersten Runde wollte sich kein richtiger Rhythmus einstellen, und kurzzeitig schien der Weg bis ins Ziel noch sehr weit. Doch genau solche Momente gehören für viele Langdistanzathleten dazu. Schritt für Schritt fand Epting zurück in sein Tempo. Umso bemerkenswerter war seine anschließende Leistungssteigerung.

So lief der Marathon

Der Freudenstädter fand zurück zu seinem gewohnten Tempo und konnte insbesondere in der Schlussphase des Marathons noch einmal deutlich zulegen. Mit einer Marathonzeit von 4:20 Stunden arbeitete er sich in der Altersklassenwertung kontinuierlich nach vorne und verbesserte sich schließlich auf den hervorragenden 19. Platz unter 74 Teilnehmern der Altersklasse M60.

Glück und Stolz überwiegen

Als Epting nach 11:50 Stunden Gesamtzeit die Ziellinie erreichte, überwogen Glück und Stolz. Unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer nahm er den verdienten Zieleinlauf seines 23. IRONMAN-Wettkampfes in Empfang. Der Wettkampf in Cervia zeigte einmal mehr, warum Triathlon viele Menschen begeistert: Nicht weil immer alles nach Plan läuft, sondern weil man unterwegs lernt, mit unerwarteten Situationen umzugehen und dennoch weiterzumachen.

Mit seiner Teilnahme verbindet Wolfgang Epting zudem eine Spendenaktion zugunsten des Kinder- und Jugendhospizdienstes der Malteser in Freudenstadt. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann weiterhin spenden. Informationen hierzu finden Interessierte auf der Website des Kinder- und Jugendhospizdienstes sowie auf der Homepage von Wolfgang Epting.