Skispringen
: Luca Roth: In Willingen wieder im Weltcupteam

Die ersten Weltcuppunkte seit einer gefühlten Ewigkeit, zwei Siege im Continental-Cup in China: immer wieder gelingt es dem Meßstetter in dieser Wintersaison Akzente zu setzen.
Von
Frank Campos
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Der Meßstetter Skispringer Luca Roth war auf Asientour. In Japan und in China sammelte der 25-Jährige Erfahrungen im Weltcup und im zweitklassigen Continental-Cup.

Eibner/Memmler

Was Luca Roth, der mittlerweile im Chiemgau wohnt, noch fehlt, ist die Konstanz. Für die Teilnahme bei der Skiflug-WM in Oberstdorf hat es nicht gereicht. Der 25-Jährige war im COC im österreichischen Eisenerz unterwegs. Dort landete er auf Platz 26. In der COC-Gesamtwertung liegt er aktuell auf Platz sechs. Am kommenden Wochenende gehört er in Willingen wieder zum Weltcupteam. Wir haben mit dem Meßstetter gesprochen.

Hallo Herr Roth, wenn Sie auf die ersten Wochen dieses Jahres zurückblicken – wie würden sie ihren sportlichen Start insgesamt einordnen?

Luca Roth: Ich bin nicht ganz so zufrieden mit den Weltcup-Ergebnissen. Mir ist es einfach nicht gelungen so richtig meine guten Sprünge in den Wettkampf zu bekommen. Eigentlich ist es mir nur einmal im Dezember in Engelberg gelungen, wo ich dann auch in die Punkte gesprungen bin.

Zu Beginn der Vierschanzentournee waren sie Teil des Weltcup-Teams, nach dem Neujahrsspringen dann nicht mehr. Wie haben sie diese Phase rückblickend bewertet?

Rückblickend – auch auf die Vierschanzentournee – war es für mich eher ernüchternd, weil ich meine guten Sprünge nicht zeigen konnte. Somit habe ich die Chance auch weiterhin im Weltcup-Team zu bleiben nicht genutzt.

Der erste Continental Cup in Sapporo war stark von wechselnden Wetterbedingungen geprägt. Wie herausfordernd war es für sie, unter diesen Umständen ihr Potenzial zu zeigen?

Insgesamt bin ich mit meinen Auftritten beim zweitklassigen COC-Cup sehr zufrieden. Auch in Sapporo war es gut, auch wenn es ergebnistechnisch nicht so gut aussah, hatte ich wirklich sehr gute Sprünge dort. Am ersten Tag lag ich auf dem dritten Platz nach dem ersten Durchgang, leider fielen dann im zweiten Durchgang golfballgroße Flocken vom Himmel und ich hatte materialbedingt schlechte Chancen. Ich hatte dann auch die schlechteste Anfahrtsgeschwindigkeit, was es nicht so einfach für mich gemacht hat.

In Peking haben sie dann mit zwei Siegen ein echtes sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Was hat dort aus ihrer Sicht besonders gut zusammengepasst?

In Peking hatten wir sehr schönes und sehr kaltes Wetter. Das hat sich für mich ausgezahlt. Ich würde sagen, ich habe die gleichen Sprünge gemacht, wie in Sapporo. Da bin ich dann auch sehr gut mit der Olympiaschanze klargekommen, Ich war da ja zuvor noch nie auf der großen Schanze. Die zwei Siege waren ein Superabschluss der COC-Asienwoche.

Mit diesem Rückenwind sind sie anschließend in den Weltcup nach Sapporo zurückgekehrt. Wie haben sie den Wiedereinstieg auf der großen Bühne erlebt?

Leider lief für mich die Rückkehr nach Sapporo in den Weltcup nicht ganz so positiv. Der erste Tag, mit dem war ich noch zufrieden. Der Qualifikationssprung und der erste Wertungssprung waren in Ordnung. Im zweiten Wertungssprung ist mir einer der schlechteren Sprünge passiert, die mir in der COC-Phase nicht passiert sind.

Leider hat es nicht zu Weltcuppunkten gereicht. Wie zufrieden waren sie mit ihrer Gesamtleistung im Weltcup von Sapporo – auch im Vergleich zu den Continental-Cup-Wettkämpfen zuvor?

Blöderweise waren im Endklassement zwei 30. Platzierte, womit ich dann 31. wurde und ich dann somit an den Weltcuppünktchen vorbeigerutscht bin. Am zweiten Tag konnte ich es dann nicht mehr so gut abrufen. Ich weiß jetzt aber auch nicht so genau woran es lag. Vielleicht war es die lange Zeit, die ich jetzt unterwegs und ständig unter Dauerstress war. Im Qualifikationssprung und im ersten Wettkampfsprung konnte ich nicht mehr die Sprünge zeigen, die ich noch die Woche zuvor gezeigt hatte.

Was nehmen sie aus den Wettkämpfen in Asien für die nächsten Wochen und Wettbewerbe mit?

Ich weiß noch nicht ganz genau, wo es hingeht. Ich will auf jeden Fall versuchen die schlechten Sprünge so gering, wie möglich zu halten. Im besten Fall kommen sie nur im Training vor und im Wettkampf kann ich dann wieder mehr von den guten Sprüngen zeigen. Dann glaube ich, dann sind weiterhin gute Platzierungen zu holen. Wir haben ja gerade Mal die Hälfte der Wintersaison durch und es stehen noch viele Wettkämpfe an, auf die ich mich sehr freue.

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.