Sieg im Derby
: HTV Meißenheim hat hinten raus mehr Energie

Das Ortenau-Derby zwischen der Ried-Sieben und der Auswahl der HSG Willstätt/Hanauerland begeisterte am Freitagabend rund 600 Zuschauer.
Von
Thorsten Mühl
Meißenheim
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Dustin Ammel (am Ball) wird von den Willstättern hart in die Mangel genommen.

Dustin Ammel (am Ball) wird von den Willstättern hart in die Mangel genommen.

Wolfgang Künstle
  • Regionalliga-Derby: HTV Meißenheim besiegt HSG Willstätt/Hanauerland mit 35:30.
  • Partie lange ausgeglichen, Entscheidung fiel spät – 600 Zuschauer in der HTV-Arena.
  • Schlüsselphase: HSG mit siebtem Feldspieler und Zeitstrafen für Kosmirak und Cotic.
  • Zander pariert stark, Zürcher trifft zum 33:30 kurz vor Schluss – HTV mit zwei Siegen aus drei.
  • Verbandsliga: TuS Altenheim gewinnt 31:28 in Neuenbürg, SG ERA verliert 29:31 gegen Muggensturm.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Regionalliga: HTV Meißenheim - HSG Willstätt/Hanauerland 35:30 (16:16). Das Ortenau-Derby verlief über weite Strecken ausgeglichen und besiegelte letztlich den völligen Willstätter Fehlstart in die neue Saison. Die ersten 30 Minuten in der mit 600 Zuschauern besetzten HTV-Arena verliefen ergebnistechnisch ausgeglichen. „Wir waren von Beginn an präsent. Wichtig war, in den Rückstand-Phasen cool zu bleiben und keine Kompromisse einzugehen“, sagte HTV-Trainer Christoph Baumann. Gelegenheiten, zeitiger einen klareren Vorsprung aufzubauen, wurden verpasst.

Bei den Gästen lief offensiv viel über Ilja Kosmirak, den der Riedverein zunächst nicht ganz zu greifen bekam. Auch Lucas Limouzin zeigte sich von seiner besseren Seite. Nach dem 10:10 in Minute 17 hatte die HSG ihre stärkste Phase, doch vermochte es indes ihrerseits nicht, den zwischenzeitlichen Lauf von bis zu zwei Treffern Vorsprung zu nutzen. „Wir sind stets dran geblieben und waren gefühlt bereits zu diesem Zeitpunkt stärker“, fand Baumann.

Mit einem ausgeglichenen Resultat wurden die Seiten gewechselt und auch im zweiten Abschnitte erwischten die Gastgeber den besseren Start, was einen 22:19-Vorsprung in Minute 36 nach sich zog. „Auch in dieser Situation hätten wir zeitiger ausbauen können“, so Baumann. Doch die Lage änderte sich, als aus einem 23:20 „aufgrund schlechter Entscheidungen unsererseits“, so der HTV-Trainer, ein Rückstand wurde. Sechs Minuten lang stockte die Torproduktion, wobei eine HSG-Auszeit eher den Gastgebern in die Karten spielte. Die Gäste probierten einige Aktionen mit dem siebten Feldspieler, verloren dabei mehrfach den Ball und kassierten einfache Treffer ins leere Gehäuse.

Die entscheidende Phase begann und nach einer doppelten Auszeit beider Trainer kassierte die HSG Zeitstrafen – ausgerechnet für ihre beiden erfolgreichsten Schützen Kosmirak und Lennart Cotic. Die doppelte Unterzahl in Minute 55 und 56 brach dem Gast, neben einem starken Meißenheimer Torhüter Zander, krachend das Genick. Max Zürcher sorgte mit dem 33:30 in Minute 58 für die Entscheidung. „Nach hinten raus hatten wir mehr Energie und haben außerdem das Torhüterduell für uns entschieden. Mit zwei Siegen aus drei Spielen können wir sehr zufrieden sein“, zeigte sich Baumann angetan.
Meißenheim: Zander, Ockenfuß; Ehret 5/1, Zürcher 6/1, Huser, Wöhrle, Haag 4, Schröder, P. Hasemann 5/1, Haffner, Velz 9, Bedard, Weiser 1, J. Hasemann 1, Ammel 4, Jochheim.
Willstätt: Duchene, Zölle; Kosmirak 8/2, Karic 1, Meder, Limouzin 6, Dodig, James, Kahle, Regenery, Schade 1, Retz 2, Harbi, Rebus, Alkic 6, Cotic 6/3.

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Freitag um 12.00 Uhr
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Verbandsliga: HC Neuenbürg II - TuS Altenheim 28:31 (12:15). Der TuS-Saisonstart verlief erfolgreich. „Wir haben gewonnen und es hat sich keiner verletzt. Das waren die wichtigsten Erkenntnisse“, so Altenheims Trainer Robin Haller.

Seine Mannschaft führte bei einem kantigen, stellenweise stark die Schmerzgrenze austestenden Gegner mit einem unorthodoxen Stil zumeist im ersten Abschnitt, setzte sich aber erst nach dem 10:10 in Minute 24 bis zum Seitenwechsel stärker ab. Zu viele ganz freie Bälle wurden nicht verwertet. „Ansonsten hätten wir beizeiten bereits deutlicher führen können. Der Gegner hatte seine Grenzen, auch körperlicher Art. Sie waren gefühlt kurz vor der Pause bereits fix und fertig, wir haben sie anschließend aber wieder ein Stück weit ins Spiel geholt“, befand Haller.

Diese Entwicklung führte dazu, dass Altenheim, obgleich offensichtlich die Mannschaft mit den größeren spielerischen Möglichkeiten und höherer individueller Qualität, beim 16:16-Zwischenstand in Minute 35 erst einmal einen Dämpfer hinnehmen musste. „Wir haben es in dieser Phase zu langsam angehen lassen, hatten aber passende Antworten parat. Gefallen hat mir, wie die Spieler immer wieder gegengehalten und sich gewehrt haben“, hob Haller hervor. So setzte sich der TuS über 22:26 in Minute 48 zunächst erneut ab. Die Reserve arbeitete sich, weil der Riedverein den Sack nicht konsequent schloss, nochmal heran und kam zum 27:28 fünf Minuten vor Schluss. „Wir hatten noch mehr Qualität von der Bank zu bieten, sind immer vorne geblieben und haben das Spiel dann doch noch sicher gewonnen. Aber man hat gemerkt, dass wir erst am Beginn der Leiter stehen und uns mehr am Riemen reißen müssen“, so Trainer Haller.
Altenheim: Henke, Schäfer; Pfaff, L. Waldmann 3, Heini, Wolpert, Pauli 2, Gieringer, Biegert 6, Kugler 10/4, Adam, Funk 2, J. Waldmann 8.

Verbandsliga: SG ERA - SG Muggensturm/Kuppenheim 29:31 (13:15). Die Gastgeber gingen trotz einiger Ausfälle und angeschlagener Kräfte im Kader mutig in die Begegnungen und hielten das Geschehen bis zum 6:6 in Minute 18 völlig offen. Doch allmählich machte sich die SG Muggensturm ab der 20. Minute daran, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen.

Sebastian Schnitzer setzt für die SG ERA zum Wurf an.

Sebastian Schnitzer setzt für die SG ERA zum Wurf an.

Wolfgang Künstle

„Wir haben die Überzahl-Situationen nicht so gut ausgespielt, wie es notwendig gewesen wäre, um den Gegner noch mehr zu ärgern“, so ERA-Trainer Nico Vollmer. „Ein Unentschieden zur Pause wäre möglich gewesen. Es hat situativ noch ein wenig an Entschlossenheit gefehlt“, so Vollmer.

Ein paar Fehlwürfe bedingten nach dem Seitenwechsel den auf 14:18 in Minute 36 wachsenden Rückstand. Wiederum wurden Überzahl-Situationen auch im zweiten Abschnitt nicht durchgängig konsequent ausgespielt. Neuzugang Deniz Gencer ordnete das Spiel der Gastgeber, die ihre Ordnung nie verloren und trotz Rückstands auch die Köpfe nicht hängen ließen. Der Abstand blieb weitgehend konstant und schmolz zum Ende hin wieder, als Muggensturm/Kuppenheim mehr in den Verwaltungsmodus schaltete. Trotz Niederlage war Vollmer zufrieden mit der gezeigten Leistung. „Die Mannschaft hat sich teuer verkauft. Kommende Woche haben wir hoffentlich schon wieder etwas mehr personelle Alternativen zur Verfügung“, so der Coach.
SG ERA: Adler, Chaloupka; Melzer, Volz, Mager 2, Birkle, Klausmann 7, Hummel 3, Schnitzer 3, Kölblin, Kaufmann 4, Mix 2, Klein 3/3, Gencer 5.