„Schwierige Zeit“ für Handballerin
: Albstädterin Lena Degenhardt ist beim neuen Club angekommen

Nach der Insolvenz des HB Ludwigsburg wechselte die Albstädterin Lena Degenhardt innerhalb der Bundesliga. In einem Radiointerview sprach sie über diese schwierige Zeit.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Im Sommer trug Lena Degenhardt noch das Ludwigsburger Trikot, nun spielt sie für Bensheim.

Eibner-Pressefoto/Michael Schmid

Es war in der Handball-Sommerpause die Nachricht schlechthin: Die HB Ludwigsburg, im deutschen Frauen-Handball das Non-Plus-Ultra, ist insolvent. Nach Wochen der Ungewissheit, in denen verschiedene Szenarien diskutiert wurden, stand dann fest: Die Mannschaft, immerhin deutscher Meister und Pokalsieger 2025, zieht sich aus der Bundesliga zurück und steht schon vor dem ersten Spiel als Absteiger fest.

Eine von vielen Leidtragenden: Lena Degenhardt, die bei der HSG Albstadt das Handballspielen erlernte. Erst im Sommer hatte sich die Rückraumspielerin zu einem Wechsel von Borussia Dortmund nach Ludwigsburg entschieden. Nach wenigen Wochen ist ihre Zeit dort jedoch schon wieder vorbei.

„Meine Zeit in Ludwigsburg war leider kürzer als erwartet. Trotzdem bin ich dankbar für die Erfahrungen und Begegnungen, die ich machen durfte“, schrieb die Nationalspielerin jüngst auf ihrem Instagramkanal. Wie viele andere Ludwigsburger Spielerinnen – beim HBL standen viele Nationalspielerinnen und Stars der Szene unter Vertrag – hat auch die 26-jährige Degenhardt mittlerweile einen neuen Verein gefunden und bleibt in der Bundesliga.

Die Zeit nach dem Insolvenzantrag war schwierig für Degenhardt

Denn ab sofort geht sie, wie bereits berichtet, für die HSG Bensheim/Auerbach auf Torejagd. Wenige Tage vor dem Start der Bundesliga-Saison nahmen sie die „Flames“ unter Vertrag. „Jetzt hat für mich ein neues Kapitel bei der HSG Bensheim/Auerbach begonnen und ich freue mich auf die neue Herausforderung“, so Degenhardt bei Instagram. Bei ihrem neuen Club hatte sie also extrem wenig Vorbereitungszeit, bevor es dann am 29. August in der ersten Bundesliga ernst wurde.

Gegen Neckarsulm zeigte Degenhardt aber dann sofort, warum sich die HSG für eine Verpflichtung entschieden hatte. Vier Tore war sie bei ihrem Debüt für die „Flames“ und feiert am Ende einen souveränen 33:27-Auswärtssieg in Neckarsulm.

Dass die Wochen zuvor für sie nicht einfach waren, erzählte sich wenige Tage später dann in einem Interview mit dem Radiosender „hr3“ des Hessischen Rundfunks. „Es war keine einfache Zeit“, sagte Degenhardt über die Phase zwischen Bekanntwerden der Ludwigsburger Finanzprobleme bis zu ihrem Wechsel nach Bensheim. Denn die Insolvenz sei für sie „ein bisschen aus dem Nichts“ gekommen, berichtete sie. „Da stand ich erstmal da und wusste nicht, wohin mit mir“, gab sie gegenüber „hr3“ Einblicke in schwierige Zeit.

Heimauftakt mit der HSG

Doch diese ist nun vorbei, bei der HSG scheint sie gut angekommen zu sein. Nur eine Sache fehlt ihr noch: Eine eigene Wohnung in Bensheim oder Umgebung. Bisher wohnte sie bei Freundinnen vor Ort, zur Zeit bei der derzeit verletzten HSG-Mitspielerin Lisa Friedberger, wie Degenhardt im Radiointerview berichtete.

Bei ihrem neuen Verein will sich die Albstädterin, die bislang 17 Mal für die deutsche Nationalmannschaft gespielt hat, wieder einen Platz im DHB-Team bewerben. Den nächsten Schritt in diese Richtung kann Degenhardt gehen, wenn die HSG Bensheim/Auerbach am Samstag Frisch Auf Göppingen zum ersten Heimspiel der diesjährigen Bundesliga-Saison zu Gast hat.

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