Schwenninger Wild Wings in Krefeld
: Vollcrash im Mitteldrittel –wichtige Punkte sind weg

Der kleine Kader der Wild Wings verliert gegen brutal effektive Krefelder mit 0:6. Nach dem Schlusszeichen spricht Verteidiger Alex Trivellato Klartext.
Von
Michael Bundesmann
VS-Schwenningen
Jetzt in der App anhören
Die Krefelder jubeln nach dem 1:0 durch Torschuetze Max Gildon (Krefeld Pinguine, #08),

GER, Krefeld Pinguine vs. Schwenninger Wild Wings, Eishockey, PENNY DEL, 41. Spieltag, Spielzeit 2026/2027, 28.10.2026
Foto: Eibner-Pressefoto/Fabian Friese

So sah es am Mittwochabend in Krefeld aus: Vorne jubeln die Pinguine – hinten ist Schwenningens Mirko Höfflin fassunglos.

Eibner-Pressefoto/Fabian Friese
  • Krefeld besiegt Schwenningen in der DEL mit 6:0 – Vorentscheidung im Mitteldrittel.
  • Die Pinguine trafen dreimal zum 4:0, Schwenningen fehlte Offensive und Stabilität.
  • Alex Trivellato kritisiert klar: Kaderdünne keine Ausrede, vorne zu wenig Durchschlagskraft.
  • Krefeld klettert auf Rang neun, Schwenningen fällt auf Platz zwölf.
  • Nächster Gegner der Wild Wings ist Schlusslicht Iserlohn, die Lage bleibt heikel.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Wild Wings haben am Mittwochabend in der DEL ihr wichtiges Auswärtsspiel beim Aufsteiger Krefeld mit 0:6 verloren. Im Mittelabschnitt sorgten die Pinguine mit drei Toren zum 4:0-Zwischenstand für die Vorentscheidung. Die personellen Ausfälle bei den Neckarstädtern wiegen derzeit einfach auch zu schwer. Die Pinguine rücken auf Rang neun vor – Schwenningen rutscht auf Platz zwölf ab.

Schwenningens Verteidiger Alex Trivellato sprach nach der klaren Niederlage deutliche Worte, war richtig sauer: „Krefeld war sehr kaltschnäuzig, aber wir hatten auch zu wenig Durchschlagskraft vorne. Unsere personelle Situation darf keine Ausrede sein. Wenn wir so spielen, reicht es eben nicht.“

Bei den Wild Wings stand Simon Wolf im Tor. Verteidiger Eric Martinsson war trotz seines verletzungsbedingten Ausscheidens am Sonntag gegen Berlin nun wieder dabei. Dafür wird Angreifer Sebastian Uvira bis zur Länderspielpause fehlen. Die vierte Angriffsreihe las sich kurios mit Niclas Hempel, Connor Bunnaman und Bode Wilde! Dies hatte aber nicht lange Bestand, denn Coach Steve Walker musste im Angriff ziemlich durchrotieren.

Kapitän Kyle Platzer betonte vor dem ersten Bully in der Yahyla Arena, wie wichtig und richtungsweisend diese Woche für sein Team ist. „Weil wir momentan nur einen kleinen Kader haben, wird es auch wichtig sein, dass wir von der Strafbank wegbleiben.“

Schwabo Powerplay

Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

Bei den Krefeldern, die zuletzt fünf Niederlagen in Serie kassierten, stand Juha Jatkola im Kasten.

Krefeld geht in Führung

Das erste Drittel wurde von beiden Teams sofort intensiv und hart geführt. Zwei Beispiele: Krefelds Mathew Santos schlug Dominik Bittner (6.) mit dem Schläger ins Gesicht und kam mit einer Zwei-Minuten-Strafe noch gut davon. Wenig später saß Wild Wing Arkadiusz Dziambor auf der Strafbank, weil er Max Newton auf den Schläger geschlagen hatte. Die Neckarstädter besaßen durch Alex Karachun (3.), Kyle Platzer (11.) und Mirko Höfflin (24.) gute Chancen im ersten Abschnitt. Auf der anderen Seite hatte Simon Wolf auch viel zu tun.

Unglücklich für die Wild Wings fiel das 0:1  – nur 39 Sekunden vor der ersten Drittelpause. Wolf war bei dem Schlagschuss von Max Gildon komplett die Sicht verdeckt.

Arkadiusz Dziambor sah nach den ersten 20 Minuten Licht und Schatten bei seinem Team: „Wir haben viel Druck aufgebaut, aber wir müssen die Krefelder besser bei uns hinten aus der Box drücken. Die machen vor unserem Tor sehr viel Verkehr.“

Santos und Co. schlagen zu

Zu Beginn des Mittelabschnitts konnten die Rheinländer 3:20 Minuten lang nicht wechseln, dies nutzten aber die Wild Wings nicht und kassierten dann einen vorentscheidenden Doppelschlag: In der 32. Minute gelang Matthew Santos das 2:0  – nur knapp zwei Minuten später hieß es für sehr effektive Gastgeber 3:0 durch Marcel Müller. Die Schwäne verteidigten in dieser Phase einfach auch schlecht, ließen den Krefeldern zu viel Zeit und Raum. Noch im Mittelddrittel jubelte der DEL-Rückkehrer über das 4:0 von Max Newton (39.).

Im letzten Drittel zeigten die Neckarstädter zumindest wieder ihre gute Moral, kamen auch schnell wieder zu Chancen. Doch die Krefelder verteidigten insgesamt geschickt und setzten ihre Effektivität mit dem 5:0 durch Marcel Müller (50.) fort. Für das 6:0-Endstand sorgte Tim Schütz (55.).

Für die Schwenninger geht es am Freitag beim Schlusslicht Iserlohn weiter im Programm. Dann sollten die Wild Wings im DEL-Kellerduell nach zwei Niederlagen in Folge wieder zu Punkten kommen. Die Tabellensituation ist gefährlich.

Statistik

Krefeld – Wild Wings 6:0 (1:0,3:0, 2:0).

Tore: 1:0 Gildon (19:21 – Assists: Schütz, Suess), 2:0 (31:34 –Newton, Vandane), 3:0 Müller (33:32 – Hauf, Dybowski), 4:0 Newton (38:14 – Santos, Vandane), 5:0 Müller (49:56 – Hauf, Vandane), 6:0 Schütz (54:40 – Suess).

Strafen: Krefeld: 4– Wild Wings: 4.

Schiedsrichter: Cespiva/Ansons.

Zuschauer: 5031 (darunter rund 60 Wild-.Wings-Fans).