Schwenninger Wild Wings in Krefeld
: Harmloses Powerplay, unnötige Strafen und zu viele Fehler

Die Wild Wings zeigen insgesamt einen enttäuschenden Auftritt beim DEL-Rückkehrer Krefeld und verlieren mit 2:5. Schwenninger sind in dieser frühen Saisonphase noch zu weit entfernt von „Stabilität“. Coach Steve Walker spricht die Defizite klar an.
Von
Michael Bundesmann
VS-Schwenningen
Jetzt in der App anhören
Kampf vor dem Tor von Joacim Eriksson (Schwenninger Wild Wings, #60), Luca Hauf (Krefeld Pinguine, #85) und Arkadiusz Dziambor (Schwenninger Wild Wings, #16) stechen nach dem Puck, Alex Peters (Schwenninger Wild Wings, #06) 

Krefeld Pinguine vs. Schwenninger Wild Wings, Eishockey, PENNY DEL, 4. Spieltag, Spielzeit 2026/2027, 27.09.2026

Foto: Eibner-Pressefoto/Lukas Baldyga

Die Wild Wings in Krefeld unter Druck: Nach dem ersten Saisonsieg am Freitag in Wolfsburg war die 2:5-Niederlage für Schwenningen wieder ein Rückschritt.

Eibner-Pressefoto/Lukas Baldyga
  • Wild Wings verlieren in Krefeld 2:5 und zeigen einen insgesamt enttäuschenden Auftritt.
  • Strafen, viele Fehler und harmloses Powerplay – Coach Walker kritisiert die Defizite klar.
  • Spielverlauf: 1:0 Platzer, dann 1:1 und 2:1 Krefeld, nach 3:1 nur kurz Hoffnung durch Schemitsch.
  • Krefeld trifft in entscheidenden Momenten, Payerl erzielt zwei Tore – Jatkola überzeugt im Tor.
  • Schwenningen vergibt mehrere Überzahlchancen und kassiert spät das 5:2 in Unterzahl.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es geht einen  Schritt vor (4:3 nach Verlängerung am Freitag in Wolfsburg) – und nun wieder ein Schritt zurück (2:5 in Krefeld am Sonntag): Die Wild Wings tun sich in dieser noch jungen DEL-Saison weiterhin schwer beim Wiederfinden ihrer Identität, die sie in den Vorjahren so groß auszeichnete. Einige Baustellen wie bisher 18 ungenutzte Powerplays!, die zu hohe individuelle Fehlerquote und die zu vielen Strafen können weiterhin nicht zielführend repariert werden.

Nach dem Schlusszeichen sprach Wild-Wings-Coach Steve Walker die Defizite auch klar an: „Wir hatten einen guten Start, kassieren dann zu viele Strafen und geben das Momentum an Krefeld ab. Wir spielen es insgesamt zu kompliziert mit zu vielen Pässen und bringen zu wenig auf das gegnerische Tor. Im Powerplay haben wir noch nicht die Qualität, die wir haben müssen.“

Die personelle Ausgangslage

Bei den Schwenningern stand Joacim Eriksson im Tor. Alex Karachun, Alex Trivellato und Phil Hungerecker fehlten. Dafür war in der Verteidigung wieder Arkadiusz Dziambor dabei, der in Wolfsburg zuschauen musste.

Bei den Pinguinen sollte Neuzugang Phil Varone eigentlich gegen die Wild Wings sein Debüt geben, doch es gab Probleme mit seiner Flugverbindung in Kanada. Der neue finnische Keeper Juha Jatkola hatte seinen zweiten Saisoneinsatz und zeigte eine starke Leistung.

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

Schwenningens Angreifer Mirko Höfflin freute sich auf das Spiel: „Es ist lange her, dass ich in Krefeld gespielt habe. Hier ist immer eine super Stimmung. Wichtig wird für uns sein, dass wir wieder als Mannschaft so geschlossen auftreten wie am Freitag in Wolfsburg.“

Unnötige Strafen im ersten Drittel

Die Neckarstädter erwischten in der Yayla-Arena vor 6488  Zuschauern einen Start nach Maß. Kapitän Kyle Platzer erzielte – nach Vorarbeit von Philip Feist – das 1:0 nach vier Minuten. Dann kassierten die Gäste (Bode Wilde und Alex Peters) unnötige Strafen. Die Rheinländer antworteten in Überzahl mit einem fein herausgespielten Treffer von Adam Payerl (14.) zum 1:1-Ausgleich und schafften 26 Sekunden vor dem ersten Pausengang durch Max Newton das 2:1. Alex Peters war zuvor ein dicker Fehler in der Verteidigung passiert.

Krefelds Adam Payerl  zog nach den ersten 20 Minuten ein Zwischenfazit: „Besonders das 1:1 von uns war zu diesem Zeitpunkt sehr wichtig.“

Vier Minuten Powerplay nicht genutzt

Die Wild Wings konnten im Mitteldrittel zwischen der 24. und 28. Minute zwei Überzahlspiele nicht nutzen. Stattdessen  traf Marcel Müller mit einer starken Einzelaktion in der 30. Minute zum 3:1. Allerdings sah Verteidiger Bode Wilde in dieser Szene nicht gut aus. Das Schwenninger Spiel lief in dieser Phase einfach nicht rund. Austin Ortega (37.) besaß noch eine dicke Chance zur Ergebnisverbesserung, aber mit dem Zwei-Tore-Rückstand ging es für die Schwäne in die letzte Pause.

Hier zeigte sich Wild-Wings-Angreifer Hakon Hänelt selbstkritisch: „Wir werden hinten überlaufen, kassieren unnötige Strafen und nutzen unser Powerplay nicht. Wir müssen im letzten Drittel alles nach vorne werfen.“

Wild Wings zeigen gute Reaktion – aber es gibt den Rückschlag

Im letzten Drittel zeigten die Schwenninger eine gute Reaktion. Nach einer sehenswerten Kombination schloss Verteidiger Thomas Schemitsch (44.) zum 2:3 ab. Wenige Augenblicke später hatte Philip Feist den Ausgleich auf dem Schläger. Mittenrein in diese Druckphase der Neckarstädter fiel für die Pinguine das 4:2 mit deren ersten Torschuss! im letzten Abschnitt. Mathew Santos (49.) schoss aus kurzer Distanz ein.

Völlig kontraproduktiv war die Strafe von Mirko Höfflin 3:40 Minuten vor dem Ende, gerade als Coach Steve Walker schon seinen Torhüter ziehen wollte. Die Konsequenz: In Überzahl kam Krefeld durch Adam Payerl (58.) noch zum 5:2.

Statistik

Krefeld – Wild Wings 5:2 (2:1. 1:0, 2:1).

Tore: 0:1 Platzer (3:54 – Assists: Feist, Hänelt), 1:1 Payerl (13:12/5:4 – Santos, Vandane), 2:1 Newton (19:34), 3:1 Müller (29:41 – Newton, Gildon), 3:2 Schemitsch (43:35 – Platzer, Feist) 4:2 Santos (48:57 – Vandane), 5:2 Payerl (57:10/5:4 – Newton, Santos).

Strafen: Krefeld: 8 – Wild Wings: 12.

Schiedsrichter: Schrader/Kohlmüller.

Zuschauer: 6488.