Schwenninger Wild Wings in Köln
: Mirko Höfflin macht es in der Overtime

Wild Wings belohnen sich nach einer starken Leistung mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung in Köln. Joacim Eriksson ist der große Rückhalt. Hakon Hänelt spricht danach von einem „unglaublichen Gefühl“.
Von
Michael Bundesmann
VS-Schwenningen
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Die Schwenninger Spieler feiern das Tor von Hakon Haenelt Schwenninger Wild Wings, 19, links zum 2:2 gegen Koeln GER, Koelner Haie vs Schwenninger Wild Wings, Eishockey, Penny DEL, 49. Spieltag, Spielzeit 2026/2027, 20.10.2026 GER, Koelner Haie vs Schwenninger Wild Wings, Eishockey, Penny DEL, 49. Spieltag, Spielzeit 2026/2027, 20.10.2026 Koeln *** The Schwenningen players celebrate Hakon Haenelt s goal Schwenningen Wild Wings, 19, left to make it 22 against Cologne, GER Cologne Haie vs. Schwenningen Wild Wings, ice hockey, Penny DEL, Matchday 49, 20262027 season, October 20, 2026, Germany, Cologne Haie vs. Schwenningen Wild Wings, ice hockey, Penny DEL, Matchday 49, 20262027 season, October 20, 2026, Cologne Copyright: xEibner-Pressefoto/RenexWeissx EP_RWS

Glückliche Wild Wings in Köln: Der starke Hakon Hänelt (links) hat soeben mit dem 2:2 sein Schwenninger Team hochverdient  in die Verlängerung gebracht.

IMAGO/Eibner
  • Schwenninger Wild Wings siegen in Köln nach Verlängerung 3:2 – Höfflin trifft in der Overtime.
  • Feist erzielt das 1:0, Köln gleicht im 5:3 durch Fischbuch aus; Ljungh trifft zum 2:1.
  • Hänelt rettet spät mit dem 2:2, danach legt er in der Overtime für Höfflin auf.
  • Eriksson überzeugt im Tor, Team personell geschwächt mit mehreren Ausfällen.
  • Zuschauerzahl in der Lanxess Arena: 14 844, Strafen Köln 6, Wild Wings 8.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Personell geschwächte Wild Wings haben am Dienstagabend in der DEL in Köln nach einem ausgezeichneten Auftritt hochverdient mit 3:2 nach Verlängerung gewonnen. Der starke Hakon Hänelt freute sich: „Es ist für uns ein unglaubliches Gefühl, die zwei Punkte hier mitzunehmen.“

Die Ausgangssituation

In Sachen Aufstellung wurde es bei den Schwennningern vor dem Spiel in der Lanxess Arena richtig knifflig. Phil Hungerecker (Fußfraktur), Reed Lebster (Oberschenkelzerrung), Austin Ortega (Operation) und Vadim Schreiner (eine konkrete Diagnose gibt es an diesem Donnerstag) fielen aus. Coach Steve Walker hatte auf dem Papier zehn Verteidiger und neun Stürmer, musste dabei auch die durch Schreiners Fehlen intern kompliziert gewordene U23-Regelung berücksichtigen.

Deshalb baute Coach Steve Walker seine Sturmreihen wie erwartet komplett in Köln um:  Alex Karachun, Kyle Platzer, Philip Feist – Hakon Hänelt, Eric Cornel, Mirko Höfflin und Boaz Bassen, Curtis Valk sowie Sebastian Uvira. Niklas Hübner und Niclas Hempel waren formell in einer „vierten“ Angriffsreihe zu finden. Im Tor stand Joacim Eriksson, der eine sehr gute Leistung bot.

Die Kölner wollten sich für die 1:4-Niederlage gegen Schwenningen Anfang des Monats natürlich revanchieren. So sagte Haie-Spieler Robin Press vor der Partie: „Wir haben aus dem ersten Spiel  gegen Schwenningen einiges für uns lernen können.“ Bei den Haien stand Top-Keeper Janne Juvonen zwischen den Pfosten – Angreifer Gregor MacLeod fehlte krankheitsbedingt.

Schwabo Powerplay

Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

Das erste Drittel sieht keine Tore

Die Kölner machten in der Lanxess Arena sofort Dampf. Bei den Schwänen tauchte in den ersten zehn Minuten das Problem einer zu langen Aufenthaltszeit im eigenen Drittel auf. Ebenso waren die Aktionen der Wild Wings hinten zu kompliziert. Für die Haie hatte Frederik Storm (6.) die erste große Chance. Eine Zeigerumdrehung später hätte auf der anderen Seite Mirko Höfflin nach seinem Solo fast Haie-Keeper Janne Juvonen überwunden. In den zweiten zehn Minuten des ersten Drittels steigerten sich die Neckarstädter, setzten auf Konter – Höfflin (17.) hatte erneut eine gute Möglichkeit. Torlos ging es in die erste Pause.

Schwenningens Verteidiger Dominik Bittner zeigte sich bis dato einverstanden mit der Leistung seines Teams: „Gegen eine starke Kölner Mannschaft war es ein gutes erstes Auswärtsdrittel. Darauf wollen wir nun weiter aufbauen.“

Wild Wings zeigen wieder große Moral

Im Mitteldrittel steigerten sich die Schwäne in der Offensive und waren in dieser Phase auch das bessere Team. Nur 30 Sekunden nach Wiederbeginn besaß Kapitän Kyle Platzer eine gute Möglichkeit. Alex Karachun (25.) hatte Pech bei einem Lattenschuss. In der 26. Minute jubelten auch die rund 60 Schwenninger Fans über das verdiente 1:0 der Gäste. Über die rechte Seite hatte der formstarke Philip Feist das Tempo angezogen und einen trockenen Schuss erfolgreich aus dem Handgelenk angebracht.

Köln, bis dahin im Mitteldrittel enttäuschend, kam im 5:3-Powerplay in der 38. Minute durch Daniel Fischbuch zum schmeichelhaften 1:1-Ausgleich.

Im Schlussdrittel setzten die Wild Wings ihre gute Leistung fort, waren gefährlicher als die Rheinländer. Philip Feist wurde zwischendurch mal zur sportlich-tragischen Figur: In der 54. Minute hatte er eine Großchance, wenig später unterlief ihm eine „Spielverzögerung“. Köln nutzte das Powerplay mit einem ganz „faulen“ Tor durch Markus Ljungh (55.) zum 2:1.

Doch die Schwenninger schlugen mit einer tollen Moral zurück mit dem hochverdienten 2:2 durch Hakon Hänelt (59.). Es ging in die Verlängerung. Hier traf Mirko Höfflin nach klasse Vorarbeit von Hänelt (63.) zum 3:2-Sieg der Wild Wings, der absolut verdient war.

Statistik

Köln – Wild Wings 2:3 n.V. (0:0, 1:1, 1:1 – 0:1).

Tore: 0:1 Feist (25:31 – Assist: Platzer), 1:1 Fischbuch (37:12/5:3 – Russell, Noebels), 2:1 Ljungh (56:00/5:4 – Bokk, Press), 2:2 Hänelt (58:46/6:4 – Valk), 2:3 Höfflin (62:21 – Hänelt).

Strafen: Köln: 6 – Wild Wings:8.

Schiedsrichter: Schrader/Rohatsch.

Zuschauer: 14 844.