Schwenninger Wild Wings in Augsburg: Mehr Super-Gau geht am ersten Saison-Wochenende nicht

Aus Schwenninger Sicht brutal: Die Wild Wings (hier Torhüter Simon Wolf) blieben in Augsburg chancenlos, weil sie den Gastgebern phasenweise auf dem Eis spielerische Narrenfreiheit gewährten. Dabei zeigte Wolf bei seinem Debüt noch eine ordentliche Leistung.
IMAGO/DiZ-PiX- Schwenningen verlor nach dem 0:5 gegen Frankfurt auch in Augsburg klar mit 3:7.
- Augsburg dominierte früh – nach 20 Minuten stand es 3:0, kurz nach der Pause sogar 5:0.
- Tore Wild Wings: Höfflin, Uvira, Feist. Für Augsburg trafen u. a. Henriquez-Morales und Toporowski.
- Goalie Simon Wolf debütierte und hielt ordentlich, trotz fehlender Struktur vor ihm.
- Feist und Höfflin kritisierten große Abstände und Tempo, erwarteten aber eine rasche Steigerung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was für schallende Ohrfeigen am ersten DEL-Saisonwochenende für Schwenningen! Nach der 0:5-Heimpleite am Freitag gegen Frankfurt verloren die Wild Wings auch Spiel 2 am Sonntagabend in Augsburg mit 3:7. Daran ändert auch nicht, dass die Schwäne zumindest in den letzten beiden Dritteln gegen die Panther eine Reaktion zeigten.
Direkt nach der zweiten Niederlage unterstrich Schwenningens Angreifer Philip Feist: „Es ist einfach schade. Wir haben eine Supertruppe und können viel mehr. Aber es ist gerade der Wurm drin. Unser Abstände auf dem Eis sind noch zu groß. Ich bin aber zuversichtlich, dass es bald besser wird.“
Die Personalien
Im Tor der Schwenninger gab Simon Wolf sein Saisondebüt und zeigte eine ordentliche Leistung trotz der sieben Gegentore. In der Verteidigung musste Dominik Bittner weiterhin als überzähliger Spieler zuschauern. Bode Wilde war als siebter Verteidiger nominiert. Im Angriff hatte Coach Steve Walker – im Vergleich zum Freitag – umgestellt. Sebastian Uvira spielte nun zusammen mit Curtis Valk und Austin Ortega. Kyle Platzer griff zusammen mit Boaz Bassen und Vadim Schreiner an.
Bei den Augsburgern, die am Freitag ihr erstes Saisonspiel in Nürnberg mit 1:4 verloren hatten, kam im Tor Peyton Jones zu seinem Saisondebüt.
Keine Verbesserung im ersten Drittel
Mit viel Energie ging Augsburg das erste Drittel an, in dem für die Wild Wings nichts, aber auch gar nichts zusammenlief. Die Tore sollten für die Panther zeitnah fallen: In der elften Minute hatte Augsburgs Alec McCrea einen Aufbaupass von Will Weber gut gelesen, fing diesen ab und schoss aufs Schwenninger Tor. Ausgerechnet der Ex-Augsburger Thomas Schemitsch fälschte die Scheibe ins eigene Tor ab.
Die Gastgeber hatten weiterhin viel zu viel Platz und Raum, spielten das 2:0 von Topscorer D.J. Busdeker in der 15. Minute über Alex Blank und Sean Malone hervorragend heraus. In der 17. Minute stand es 3:0, als Enrico Henriquez-Morales frei abziehen konnte und Simon Wolf überwand. Die Zwischenbilanz der Wild Wings war nach den ersten 20 Minuten ernüchternd: 0:8 Tore nach den ersten vier Saisondritteln – im offensiven Spiel keine Struktur und keine Gefahr.
Aber Alec McCrea warnte sein Augsburger Team vor dem zweiten Abschnitt: „Schwenningen wird jetzt kommen. Wir brauchen weiterhin diese Energie, dürfen nicht nachlassen.“
Schlimmer Start ins zweite Drittel
Unfassbar aus Schwenninger Sicht war, was zu Beginn des Mittelabschnitts passierte: Nach nur 93 Sekunden stand es 4:0 für Augsburg durch Trevor Parkes. Nur 16 Sekunden! später traf Henriquez-Morales zum 5:0.
Dann gab es einer erstes Lebenszeichen der Wild Wings. Mit einem perfekten Schuss aus dem Handgelenk weckte Mirko Höfflin sein Team mit dem 1:5 (27.) auf. Anschließend konnten die Gäste aber ein 5:3-Powerplay nicht nutzen. Sebastian Uvira (34.) verkürzte auf 2:5. Aber die Schwenninger ließen das Momentum ungenutzt, kassierten durch Philipp Krauß (36.) das 2:6. Viel zu einfach hatten es weiterhin die Panther.
Wild-Wings-Angreifer Mirko Höfflin platzte in der letzten Drittelspause fast der Kragen: „Wir zeigen deutlich zu wenig, sind immer einen Schritt langsamer. Augsburg hat den Raum und den Speed. Wir müssen alles bei uns verändern.“
Das letzte Drittel
Philip Feist verkürzte (51.) auf 3:6. Doch Sebastian Uvira (Puck ins Gesicht bekommen) musste vom Eis. Mit ihrem ersten Überzahltor in dieser Saison (Toporowski, 54:17) zum 7:3 beseitigten die Panther alle Zweifel.
Bei den Wild Wings gibt es in den kommenden Tagen vor der großen Auswärtsreise (Wolfsburg/Krefeld) ganz viel zu tun.
Statistik
Tore: 1:0 Alec McCrea (10:49), 2:0 Busecker (14:25 – Assists: Blank, Malone), 3:0 Henriquez-Morales (16:10 – Mayhew, Toporowski), 4:0 Parkes (21:33 – Henriquez-Morales, Button), 5:0 Henriquez-Morales (21:49 – Toporowski, Pilu), 5:1 Höfflin (26:38 – Schemitsch), 5:2 Uvira 33:38 – Schreiner), 6:2 Krauß (35:25 – Mayhew, Wohlgemuth), 6:3 Feist (50:09 – Martinsson, Platzer), 7:3 Toporowski (54:17/5:4 – Wohlgemuth, Lambert).
Strafen: Augsburg: 8 – Wild Wings:4.
Schiedsrichter: Franlo/Palkövi.
Zuschauer: ausverkauft.

