Start in die Europa League
: SC Freiburg und FC Basel freuen sich auf das erste internationale Derby

Zum Auftakt der Europa League treffen der SC Freiburg und der FC Basel erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander. Die Vorfreude bei Trainern und Spielern ist groß.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Nach einer Saison Pause freuen sich die Fans des SC Freiburg auf mindestens vier Heimspiele in der Europa League.

Harry Langer/dpa

Weniger als eine Stunde benötigt man mit dem Auto vom St. Jakob-Park, der Spielstätte des FC Basel, zum Europa-Park-Stadion. Hier steigt am Mittwochabend (21 Uhr/Nitro und RTL+) das internationale Derby zwischen dem SC Freiburg und dem FC Basel.

Es ist das erste Pflichtspiel zweier Teams, die sich in der jüngeren Vergangenheit regelmäßig in Freundschaftsspielen gegenüber standen. Am Mittwochabend bekommt das Spiel nun die große Bühne in der Europa League. Die Vorfreude darauf ist in Südbaden genauso groß wie in der Schweizer Nachbarschaft.

„Ich denke, man darf von einem Spiel unter Freunden und nicht von einer Rivalität sprechen. Basel und der süddeutsche Raum sind eng miteinander verbunden“, sagte FCB-Star Xherdan Shaqiri dem „Kicker“ vor dem Spiel. Der Freiburger Trainer Julian Schuster sprach bereits am Tag der Auslosung von einem „internationalen Derby“ – das sei „sehr besonders“ angesichts der geografischen Lage der beiden Städte im Dreiländereck.

„Etwas sehr Besonderes“ für Julian Schuster

Und wie es der Spielplan will, ist eben jenes Nachbarschaftsduell das erste Europapokalspiel für Schuster als Cheftrainer des SC Freiburg. Klar, dass das dann auch am Dienstagmittag Thema bei der Pressekonferenz vor dem Europapokalauftakt war. „Ich empfinde es schon als etwas sehr Besonderes“, sagte der Coach im Vorfeld der Partie.

Die Teilnahme am Europapokal sei eine „Belohnung für den gesamten Verein“. Doch dabei soll es nach Schuster aber nicht bleiben. „Wenn man in einem Wettkampf antritt, will man so lange wie möglich dabei sein“, sagte Schuster, der im Rahmen seiner Trainerausbildung 2023 eine Woche beim Gegner FC Basel hospitierte.

Xherdan Shaqiri ist der Topspieler beim FC Basel

Auch heute blicke er noch dankbar auf diese Chance zurück, für das Spiel am Mittwoch dürfte ihm seine Erfahrung in der Schweiz jedoch nicht allzu viel helfen: „Das ist leider zu lange her, von den Spielern sind nicht mehr arg viele da.“

Vor allem einer war damals noch nicht dabei: Xherdan Shaqiri. „Insgesamt ist er der Unterschiedsspieler“, weiß auch Freiburgers Mittelfeldakteur Maximilian Eggestein. Das sieht sein Trainer ähnlich: „Es ist sehr wichtig, ihn nicht wirklich ins Spiel kommen zu lassen“, so Schuster.

Startaufstellung des SC Freiburg noch offen

Mit welcher Startaufstellung er das angehen will, ließ er am Dienstagmittag noch offen. Personell kann er am Mittwochabend aus dem Vollen schöpfen, Ausfälle gibt es keine. „Der Kader gibt uns die Option, dass wir genau hinschauen können“, sagte Schuster. Es gehe daher auch darum, welche Spielertypen gefragt seien.

Einer davon könnte Johan Manzambi sein. In der Bundesliga war der Schweizer gegen Werder Bremen Rot-gesperrt, in der Europa-League ist er spielberechtigt und gilt als heißer Anwärter auf die Startelf. Doch auch andere SC-Spieler konnten zuletzt auf sich aufmerksam machen, nach zwei Siegen ist zudem das Selbstvertrauen groß. „Es wäre auf jeden Fall schwerer gewesen, wenn die beiden Ergebnisse schlechter gewesen wären“, sagte Eggestein, der sich genau wie sein Trainer auf den Europa-League-Auftakt im eigenen Stadion freut.

Viele Basel-Fans werden in Freiburg erwartet

Schuster sprach von einer „besonderen Atomsphäre“ und durch die Nähe der beiden Städte auch von einer „gewissen Brisanz“. Denn es ist davon auszugehen, dass zahlreiche FCB-Fans den – kurzen – Weg in den Breisgau mitmachen, auch ohne Ticket für das Stadion. In der Stadt dürfte also schon weit vor dem Anpfiff einiges los sein, für FCB-Fans ist der Münsterplatz der zentrale Treffpunkt.

Und um 21 Uhr ist es dann soweit: Vor ausverkauftem Haus wird das erste Pflichtspiel zweier Teams angepfiffen, die sich geografisch näher sind als allen Gegnern, auf die sie Woche für Woche in ihren jeweiligen Ligen treffen.

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