SC Freiburg in der Conference League: „Nicht Neues“: Innenverteidiger Matthias Ginter glänzt als Torjäger

Die Wende in Motherwell: Matthias Ginter trifft per Elfmeter zum 2:1 für den SC Freiburg, der nach dem 3:1-Sieg mit einem Bein in der Ligaphase der Conference League steht.
Robert Perry/PA Wire/dpa- SC Freiburg gewinnt 3:1 in Motherwell und steht nahe an der Ligaphase der Conference League.
- Früher Rückstand nach 69 Sekunden, doch Matthias Ginter dreht das Spiel mit zwei Treffern.
- Ginter köpft zum 1:1 und verwandelt nach VAR-Check einen Elfmeter – sein erster Profi-Doppelpack.
- Debüts für Backhaus, Engelhardt, Yilmaz und Goto. Goto trifft nach Grifo-Ecke zum 3:1.
- Nächstes Spiel im DFB-Pokal: Freiburg trifft am Sonntag auf Fortuna Düsseldorf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es dauerte genau 69 Sekunden, dann war die weiße Pflichtspiel-Weste von Mio Backhaus im Tor des SC Freiburg passé. Als erste offizielle Amtshandlung musste der Neuzugang des SC Freiburg einen Ball aus dem Netz holen. Denn bereits in der zweiten Minute des Hinspiels in den Play-offs zur Conference League traf Regan Charles-Cook für den Außenseiter FC Motherwell aus Schottland.
„So stellt man es sich natürlich nicht vor, in ein Spiel zu starten, das wollten wir unbedingt verhindern“, sagte SC-Trainer Julian Schuster dann auch nach dem Spiel über die ersten Pflichtspiel-Minuten der neuen Saison. Der Plan, dem Gegner gar nicht erst den Glauben an einen Sieg zu geben, war damit gescheitert.
Zum langfristigen Problem wurde das jedoch nicht. Auch dank Matthias Ginter. Der Freiburger Innenverteidiger, der in der Vorsaison zu den besten auf seiner Position in der Bundesliga gehörte, machte dort weiter, wo er im Frühjahr aufgehört hatte: als Torjäger.
Schuster über Ginters Tore: „Nichts Neues“
Sein Kopfballtor nach einem Standard in der 28. Minute machte den Fehlstart in die Partie vergessen. „Dass Matze seine Qualitäten hat, wenn er mit nach vorn kann, das ist definitiv nichts Neues“, sagte Schuster über seinen Abwehrchef, der auch im Europapokal nicht zum ersten Mal als Torschütze in Erscheinung getreten ist.
Erster Doppelpack als Profifußballer
Und dennoch gab’s auch für den Weltmeister von 2014 am Donnerstag in Schottland noch etwas Neues: Sein verwandelter Elfmeter, dem eine lange VAR-Überprüfung samt nachträglichem Platzverweis zuvorgegangen war, bedeutete den allerersten Doppelpack in Ginters langer Profi-Karriere.

Neuzugang Keisuke Goto vom SC Freiburg erzielte im ersten Pflichtspiel gleich seinen ersten Treffer.
Robert Perry/PA Wire/dpaEs war nicht die erste Premiere am Donnerstag: Denn neben Backhaus im Tor feierten auch die Neuzugänge Yannik Engelhardt, Berkay Yilmaz und Keisuke Goto ihre Pflicht-Debüts für die SC‑Profis. Der Japaner Goto durfte sich dabei sogar direkt in die Torschützenliste eintragen. Quasi mit dem Schlusspfiff verwertete er eine Ecke von Vincenzo Grifo – dem etatmäßigen Elfmeterschützen, der bei Ginters zweitem Tor jedoch noch nicht auf dem Feld stand – zum 3:1.
Weiterkommen scheint nur noch Formsache
Ein Tor, das nicht nur für den Japaner persönlich wichtig war. Denn durch den 3:1-Erfolg im Hinspiel ist die Tür zum Weiterkommen schon weit aufgestoßen, die Qualifikation für die Ligaphase der Conference League scheint nur noch Formsache.
Im DFB-Pokal geht’s am Sonntag nach Düsseldorf
Zunächst jedoch geht es für den SC Freiburg in einem anderen Wettbewerb um das Erreichen der nächsten Runde. Im DFB-Pokal treffen die Breisgauer am Sonntag (18 Uhr/Sky) auf den Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf. Eine „anspruchsvolle Aufgabe“, sagte Schuster. Wie in den Duellen gegen Motherwell ist das Ziel aber klar und einfach definiert: weiterkommen.
