SC Freiburg gegen VfB Stuttgart
: Hoeneß vor Personal-Puzzle – Schuster hat die Qual der Wahl

Vor dem Derby am Samstag eint die Trainer von SC Freiburg und VfB Stuttgart ein Problem: Beide haben in der Offensive noch nicht ihre Stammbesetzung gefunden.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Stürmer Ermedin Demirovic (links) trifft mit dem VfB Stuttgart auf seinen Ex-Club SC Freiburg.

dpa/Tom Weller

Rund um den Deadline Day am 1. September gab’s sowohl in Stuttgart als auch in Freiburg noch etwas zu tun. Nachdem es lange so aussah, als würde Nick Woltemade trotz öffentlichem Werben des FC Bayern München in Stuttgart bleiben, zeigte sich dann die ganze finanzielle Kraft der Premier League.

Am 30. August – und damit kurz vor dem Ende des Transferfensters – wechselte der Shootingstar der U21-EM für bis zu 90 Millionen Euro zu Newcastle United. Zwei Tage später, am Deadline Day, verlieh auch der SC Freiburg mit Merlin Röhl einen Spieler in die englische Liga.

Der flexibel einsetzbare Offensivmann spielt diese Saison für den FC Everton. Sobald das Team aus Liverpool den Klassenerhalt schafft, greift zudem eine Kaufpflicht.

Der Abgang von Ritsu Doan tut dem SC Freiburg weh

Sportlich gesehen ist Röhls Weggang jedoch zu verschmerzen, in der Startelf von Julian Schuster war in der vergangenen Saison selten Platz für den Youngster. Deutlich schwerer wiegt der Abgang von Ritsu Doan zu Eintracht Frankfurt. Dort ist der Japaner direkt einer der Gründe für den perfekten Saisonstart mit sechs Punkten.

Gleichzeitig fehlt der Unterschiedsspieler dem SC Freiburg, der im Sommer mehrere Offensivkräfte als Doan-Ersatz verpflichtet hat. Auf Anhieb hat es jedoch noch keiner der Neuzugänge – und auch nicht Eren Dinkci und Jan-Niklas Beste – geschafft, in die großen Fußstapfen von Doan auf dem rechten Flügel zu treten.

VfB-Neuzugänge vor Debüt

SC-Trainer Schuster dürfte daher vor einer ähnlichen Frage stehen wie sein Gegenüber Sebastian Hoeneß: Wie ersetzt man einen Schlüsselspieler? Woltemades – am Ende doch – überraschender Abgang sorgt in der Offensive für ein personelles Loch, das durch die Verletzung von Deniz Undav noch größer wurde.

Am Samstag könnten daher die beiden Last-Minute-Neuzugänge El Bilal El Khannouss sowie Badredine Bouanani eine Alternative für den Angriff darstellen, zumal Rückkehrer Tiago Tomás zuletzt kränkelte und erst im Laufe der Woche wieder ins Training einsteigen konnte. Nicht nur aufgrund der derzeitigen Personalsituation dürfte daher der Ex-Freiburger Ermedin Demirovic an alter Wirkungsstätte von Beginn an auflaufen.

Startaufstellungen noch unklar

Wie genau seine offensive Aufstellung am Samstag aussieht, wollte Hoeneß am Donnerstagmittag bei der Pressekonferenz vor dem Spiel logischerweise nicht preisgeben.

Sein Gegenüber Schuster hat für die Aufstellung am Samstag die Qual der Wahl. Die zuletzt angeschlagenen Spieler wie Igor Matanović und Philipp Treu sind wieder dabei und auch die fünf Nationalspieler sind gesund von den Länderspielreisen zurückgekehrt.

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