SC Freiburg gegen den Meister: Als der FC Bayern 2022 plötzlich mit zwölf Mann auf dem Feld stand

Ein Moment für die Geschichtsbücher: Weil der FC Bayern München kurzzeitig mit 12 Mann auf dem Feld war, war die Partie im Europa-Park-Stadion mehrere Minuten lang unterbrochen.
Silas Stein/dpa- Freiburg empfängt am Sonntag den FC Bayern im Europa-Park-Stadion, es geht um die Tabellenführung.
- 4. April 2026: Freiburg führte 2:0 bis zur 80. Minute, Bayern drehte das Spiel in der Nachspielzeit.
- 2. April 2022: Bayern gewann 4:1, spielte kurzzeitig mit 12 Spielern, Einspruch des SC scheiterte.
- 16. Mai 2015: Nils Petersen traf als Joker zum 2:1, es war der letzte Freiburger Liga-Sieg vs. Bayern.
- Spiele galten zuletzt als spektakulär – Pokalsieg 2023 in München mit 2:1 inklusive.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Südbaden gegen Bayern, Tabellenführer gegen den Dritten: Wenn am Sonntag der FC Bayern München ins Europa-Park-Stadion kommt, entscheidet sich auch, wer nach dem Spieltag Tabellenführer ist.
Mehr Topspiel geht an diesem 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga also nicht, auch wenn bereits am Samstagabend Borussia Dortmund auf Eintracht Frankfurt trifft.
Die Statistik am Sonntag spricht dabei klar für die Gäste aus München. In der Vergangenheit gab es für den Sport-Club gegen den Rekordmeister nicht allzu viel zu holen – zumindest in der Bundesliga. 2023 schlugen die Freiburger die Bayern auswärts im DFB-Pokal mit 2:1 und warfen den Rekordsieger aus dem Wettbewerb.
Und trotz bayrischer Übermacht boten die Spiele zwischen dem SC und dem FC nicht selten Spektakel. Wir blicken auf drei Spiele, die wohl so manchem Fan noch in Erinnerung geblieben sind.
4. April 2026 – Bayern feiert Last-Minute-Sieg
Viel hätte am Ostersamstag dieses Jahres nicht gefehlt und die maue Bilanz der Freiburger wäre aufpoliert worden. 2:0 führten die Breisgauer im Europa-Park-Stadion in der 80. Minute, vieles sprach für den ersten Bundesliga-Sieg des Sport-Clubs gegen den FCB seit 2015 (siehe unten).
Doch die Bayern zeigten wieder einmal, warum man sie nie abschreiben darf. Ein Doppelpack von Tom Bischof und ein ganz spätes Tor von Lennart Karl in der neunten Minute der Nachspielzeit ließen doch noch die Münchener jubeln.

Nach dem bislang letzten Aufeinandertreffen zwischen Freiburg und den Münchenern durften die Bayern einen Last-Minute-Sieg bejubeln.
Tom Weller/dpaDie Freiburger waren natürlich enttäuscht – und ärgerten sich auch über die lange Nachspielzeit von acht Minuten, die am Ende sogar noch verlängert wurde. Es war das bislang letzte Duell der beiden Teams, die am Sonntag an gleicher Stelle erneut aufeinander treffen.
2. April 2022 – Bayern-Sieg hat juristisches Nachspiel
Das 1:4 aus Sicht der Freiburger war gleich aus zweierlei Gründen ein historisches. Denn zum allerersten Mal war das Europa-Park-Stadion in den Endzügen der Corona-Pandemie an diesem Tag restlos ausverkauft.
Außerdem erzielte Nils Petersen in der 63. Minute sein 100. Pflichtspieltor für den SC Freiburg. Gerade einmal 17 Sekunden stand der beste Joker der Bundesliga-Historie auf dem Feld, ehe er den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte.

Was nun? Nach dem Wechselfehler gab es auf dem Feld reichlich Gespräc
Philipp von Ditfurth/dpaAm Ende gewannen die Bayern doch noch deutlich mit 4:1. Doch weder Petersens Jubiläumstor, noch die FCB-Aufholjagd waren danach lange Gesprächsthema. Stattdessen ging es um einen Wechselfehler der Gäste, die wenige Minuten vor Schluss kurzzeitig mit 12 Mann auf dem Feld waren.
Nico Schlotterbeck, der damals noch beim SC Freiburg spielte, fiel auf, dass nach der Hereinnahme von Niklas Süle kein Spieler hinausging. Wohl ein Missverständnis, weil auf der Anzeige der Bayern eine falsche Nummer angezeigt wurde. Erst nach einer Unterbrechung inklusive Überprüfung verließ Kingsley Coman den Rasen und das Spiel ging weiter.
Der SC Freiburg, der sich in einem „unverschuldeten Dilemma“ befand, legte am Montag nach dem Spiel Einspruch ein. Auch zur „Schaffung zukünftiger Rechtssicherheit in vergleichbaren Fällen auch für andere Clubs“, schrieb der Verein damals. Denn ein klares Prozedere für einen solchen Fall gab es damals in den Statuten nicht.
Das DFB-Sportgericht verhandelte den Fall und wies den Freiburger Einspruch ab. Das Gericht sah den größten Fehler nicht bei den Bayern, sondern beim Schiedsrichterteam um Christian Dingert. So blieb es bei den drei Punkten für die Bayern – und einem Präzedenzfall.
16. Mai 2015 – Petersen schießt Freiburg zum Sieg
Es war der 33. Spieltag der Saison 2014/15, als der schon feststehende Meister FC Bayern München ins Freiburger Dreisamstadion kam. Für die Gastgeber war klar: Im Abstiegskampf ist Verlieren keine Option.
Und tatsächlich: Nach 33 Minuten glich Admir Mehmedi den Führungstreffer von Bastian Schweinsteiger aus und es deutete sich zumindest ein Punktgewinn für den Abstiegskandidaten aus Freiburg an. Nach 86 Minuten machte der Torschütze dann Platz für Nils Petersen, der schon damals das machte, was er bis zu seinem Karriereende 2023 immer tat. Er traf als Joker.

Nils Petersen war 2015 der Siegtorschütze beim 2:1 der Freiburger gegen den FC Bayern München. Es war der bislang letzte SC-Sieg gegen Bayern in der Bundesliga.
Tom Weller/dpaIn der 89. Minute brachte er das Dreisamstadion mit seinem 2:1-Siegtreffer zum Ausflippen. Der Klassenerhalt? Nur noch Formsache. Dachten zumindest alle. Eine Woche später jedoch verlor der SC Freiburg in Hannover und musste den bitteren Gang in die 2. Fußball-Bundesliga antreten.
Dort gelang im Jahr später der sofortige Wiederaufstieg, seitdem sind die Breisgauer fester Bestandteil der ersten Liga. Am Sonntag empfangen sie nun als Tabellendritter den FC Bayern München zum Spitzenspiel des 7. Spieltags.

