Nach Sieg gegen Salah und Co.
: „Sehr, sehr wichtig“ – SC Freiburg in der Conference League auf Kurs

Mit einem knappen 1:0-Sieg gegen Trabzonspor hat der SC Freiburg in der Conference League drei wichtige Punkte geholt. Zu verdanken hatte der Bundesligist das auch einer Monsterparade von Mio Backhaus gegen den Megastar Mohamed Salah.
Von
Felix Paschke
Freiburg
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Trabzonspor - SC Freiburg: 05.11.2026, Türkei, Trabzon: Fußball, Männer: UEFA Europa Conference League, Trabzonspor - SC Freiburg, Mohamed Salah von Trabzonspor (l) kämpft mit Jordy Makengo von Freiburg um den Ball. Foto: -/Dia Photo/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Jordy Makengo (rechts) und der SC Freiburg hatten Mohamed Salah von Trabzonspor weitgehend im Griff und feierten am Ende einen knappen 1:0-Erfolg.

Dia Photo/AP/dpa
  • Freiburg gewinnt in der Conference League 1:0 bei Trabzonspor und sammelt wichtige Punkte.
  • Tor: Lukas Kübler trifft nach Ecke von Vincenzo Grifo per Abstauber nach Onana-Parade.
  • Schlüsselmoment: Keeper Mio Backhaus pariert stark gegen Mohamed Salah aus kurzer Distanz.
  • Schuster lobt defensiv bestes Saisonspiel, bemängelt jedoch vergebene Chancen vor der Pause.
  • Ausblick: Panathinaikos und Twente kommen nach Freiburg – am Sonntag Heimspiel gegen Union Berlin.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Es war fast auf die Sekunde genau eine Stunde gespielt, als die Freiburger 1:0-Führung gegen Trabzonspor so richtig wackelte. Mohamed Salah, der bei Liverpool lange zu den besten Spielern der Welt zählte, stand nach einem Eckball plötzlich vier Meter vor dem Tor komplett frei.

Dem Kopfball seines Teamkollegen gab Salah technisch sauber eine andere Richtung – viele hatten den Ball wohl schon drin gesehen. Doch sie hatten die Rechnung ohne Mio Backhaus gemacht. Der Schlussmann des SC Freiburg reagierte aus kürzester Distanz überragend und verhinderte den Ausgleich.

Weltklasse-Parade von Backhaus

„Ich habe das Gefühl, die Jungs helfen mir immer. Mein Wunsch war es, das langsam zurückzuzahlen und dass ich ihnen auch helfen kann“, sagte der Torwart nach dem Spiel am RTL‑Mikro. Ganz bescheiden fügte er an: „Ich freue mich, dass es heute ein Stück weit gelungen ist.“

Und mehr noch. Denn wer weiß, wie die Partie am Schwarzen Meer ohne Backhaus’ Weltklasse-Parade nach 60 Minuten ausgegangen wäre. Der Tabellendritte der türkischen Liga hatte in Durchgang zwei klar die Oberhand, verzweifelte jedoch nicht nur am SC-Keeper, sondern auch an der eigenen Effizienz.

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Sinnbildlich dafür war Megastar Salah, der gleich mehrfach scheiterte – an Backhaus und der gesamten Freiburger Hintermannschaft. Jordy Makengo, Salahs direkter Gegenspieler, erzählte nach dem Spiel noch die Anekdote, dass er als passionierter „Fifa“-Zocker oft mit Salah gespielt habe. „Jetzt spiele ich gegen ihn im echten Leben. Das ist unfassbar und freut mich sehr“, sagte er.

Schuster lobt SC-Defensive

Wohl auch deshalb sprach SC-Trainer Julian Schuster auf der Pressekonferenz nach dem Spiel vom defensiv bisher besten Spiel in dieser Saison. „Wenn wir vorne nicht effektiv genug sind, ist es wichtig, dass wir hinten alles wegverteidigen“, sagte er und meinte damit vor allem Durchgang eins.

Trabzonspor - SC Freiburg: Fußball, Männer: UEFA Europa Conference League, Trabzonspor - SC Freiburg, Lukas Kubler von Freiburg (r) kämpft mit Noah Saviolo von Trabzonspor um den Ball. (zu dpa: «Kübler steht richtig: Freiburg erkämpft Sieg bei Trabzon»)

Lukas Kübler (rechts) trifft besonders gerne im Europapokal.

Murat Akbas/Dia Photo/AP/dpa

Denn während der zweite Abschnitt klar den Hausherren gehörte, waren es vor der Pause die Breisgauer, die dominierten. Lukas Kübler, der in der jüngeren Vergangenheit besonders gerne im Europapokal trifft, brachte den SC Freiburg bereits nach 14 Minuten in Führung.

Einen Eckball von Vincenzo Grifo, der den Vorzug vor Nationalspieler Derry Scherhant erhalten hatte, köpfte Igor Matanović aufs Tor. Andre Onana – Leihgabe von Manchester United im Trabzonspor-Kasten – konnte nur nach vorne abwehren, wo Kübler lauerte und zum 1:0 traf.

Hartes Programm wartet

Eine „sehr, sehr gute erste Halbzeit“ attestierte später Schuster seiner Mannschaft, allerdings mit dem kleinen Makel der Chancenverwertung. Maximilian Eggestein, Matanović und Grifo hätten alle treffen können. Mal wurden sie jedoch in höchster Not geblockt, mal zielten sie knapp vorbei.

Und so benötigte der SC Freiburg in Durchgang zwei etwas Glück, viel Leidenschaft beim Verteidigen und einen Backhaus in Topform, um den „sehr, sehr wichtigen Sieg“ (Schuster) über die Zeit zu bringen. Dadurch ist der Bundesligist wieder voll drin im Rennen um die K.o.-Runde. Mehr allerdings noch nicht: Denn mit Panathinaikos und Twente Enschede kommen in den kommenden Wochen zwei Teams, die ihre drei Conference-League-Spiele alle gewonnen haben, nach Freiburg.

Am Sonntag kommt Union

Große Herausforderungen also, die jedoch noch etwas weiter in der Zukunft liegen. Stattdessen geht es für den SC Freiburg bereits am Sonntag in der Bundesliga mit dem Heimspiel gegen Union Berlin weiter (17.30 Uhr/DAZN). Gegen das Kellerkind aus der Hauptstadt sind die Südbadener naturgemäß favorisiert – müssen jedoch zunächst die Belastung von Donnerstag überwinden.

Gut möglich, dass Schuster gegen Union auf der ein oder anderen Position rotieren wird. Die beiden Nationalspieler Scherhant und Treu könnten zurück in die Startelf rücken, ebenso Jan-Niklas Beste und Yuito Suzuki, die am Donnerstag in der Türkei zunächst auf der Bank saßen. Die vier kamen im Laufe der zweiten Halbzeit in die Partie und halfen mit, den knappen 1:0-Sieg über die Zeit zu retten.