Johan Manzambi vom SC Freiburg: Julian Schuster: „Die Geschichte an sich ist einfach sehr besonders“

Unter Trainer Julian Schuster (rechts) wurde Johan Manzambi Stammspieler bei den Profis des SC Freiburg.
Philipp von Ditfurth/dpa- Freiburgs Trainer Schuster rechnet mit Manzambis Abgang in die Premier League.
- Aston Villa liegt seit Sonntagabend vorn – bis zu 70 Mio. Euro stehen im Raum.
- Schuster erinnert an Manzambis Weg: vor zwei Jahren Test, später Stammspieler.
- Der 20-Jährige kam 2023 aus Genf, debütierte am 4. Spieltag und wurde Leistungsträger.
- Freiburg verhandelt mit Yannick Engelhardt als möglichem Nachfolger.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ernsthafte Zweifel daran, dass Johan Manzambi im Sommer den SC Freiburg verlassen wird und damit neuer Rekordtransfer des Vereins wird, gibt es spätestens seit Sonntagmittag nicht mehr. SC-Sportvorstand Jochen Saier und Trainer Julian Schuster versuchten auch gar nicht, die Nachrichten rund um den Shootingstar zu dementieren.
Der Coach erinnerte sich vielmehr an die ersten Schritte Manzambis im Profikader zurück. „Ich kann mich an den Moment vor zwei Jahren zurückerinnern, wo wir gesagt haben: Er darf jetzt mal zwei Wochen mittrainieren, und mal schauen, ob wir ihn dann ins Trainingslager nehmen. Und jetzt sprechen wir über diese Zahlen“, sagte Schuster nach dem Trainingsauftakt am Sonntag. Das war zum Start der Saison 2024/25 – also fast auf den Tag genau zwei Jahre her.
Damals war Manzambi gerade frisch im Männerfußball angekommen. Erst im Januar 2023 war er von Servette Genf in die Jugend des SC Freiburg gewechselt. „Die Geschichte an sich ist einfach sehr besonders“, sagte Schuster, unter dem Manzambi am 4. Spieltag der Saison 2024/25 sein Bundesliga-Debüt feierte.
Vor zwei Jahren noch in der Regionalliga gespielt
Fortan pendelte der Schweizer zwischen erster Mannschaft und U23 in der Regionalliga, wo er zehn Spiele absolvierte. Erst gegen Ende der Saison gehörte er zum festen Stamm bei den Profis, insgesamt viermal stand er in der Startelf. Damit war in der vergangenen Saison Schluss, von Beginn an gehörte Manzambi zu den Leistungsträgern in Liga, Pokal und Europa League.
Aston Villa sticht Newcastle wohl aus
Nach einer starken WM mit der Schweiz ist es nun nur noch eine Frage der Zeit, bis der Abgang Manzambis offiziell wird. Nachdem zunächst einiges auf Newcastle United hindeutete, ist seit Sonntagabend Champions-League-Teilnehmer Aston Villa in der Pole Position. Bis zu 70 Millionen Euro soll der Transfer in die Freiburger Kasse spülen.
„Das Besondere an dieser Geschichte ist die Tatsache, dass es ein Junge aus der Fußballschule ist“, sagte Schuster über den 20-Jährigen. Dass er ihn auch in der kommenden Saison gerne im Kader gehabt hätte, steht außer Frage. „Natürlich ist der Wunsch da, vor allem auch aus Trainersicht, diese Spieler dann eben auch im Kader zu haben“, bestätigte er. „Es ist aber auch nachvollziehbar, dass andere Vereine, die dann noch mal ein Regal höher sind als wir, natürlich auch großes Interesse anmelden“, so Schuster weiter.
SC Freiburg hat bereits einen Manzambi-Nachfolger im Visier
Einen möglichen Nachfolger für Manzambi hat der SC Freiburg derweil schon ins Auge gefasst: Yannik Engelhardt, der bereits von 2021 bis 2023 in der zweiten Mannschaft spielte. „Yannick ist Thema, das kann ich schon sagen“, bestätigte Jochen Saier am Sonntag. „Wir sind in Gesprächen und schauen mal, was sich da die nächsten Tage und Wochen entwickelt“, so der Sportvorstand.

Der SC Freiburg befindet sich in Gesprächen bezüglich einer Verpflichtung von Yannick Engelhardt (Mitte).
Carmen Jaspersen/dpaIn der vergangenen Saison war Engelhardt von Como 1907 an Borussia Mönchengladbach ausgeliehen und entwickelte sich bei den „Fohlen“ zu einem wichtigen Spieler. Die Leihe an den Niederrhein ist nun beendet, ob er bei Como in Italien bleibt, ist offen.
