Im 100. Spiel von Julian Schuster
: SC Freiburg startet mit einem Heimsieg in die Conference League

Der Tabellenführer der Bundesliga ist auch erfolgreich in die Conference League gestartet. Gegen den FK Jablonec gewann der SC Freiburg hochverdient mit 3:2 – musste am Ende aber noch kurz zittern.
Von
Felix Paschke
Freiburg
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SC Freiburg - FK Jablonec: 15.10.2026, Baden-Württemberg, Freiburg im Breisgau: Fußball, Männer: UEFA Europa Conference League, SC Freiburg - FK Jablonec, Vorrunde, 1. Spieltag, Europa-Park Stadion. Freiburgs Vincenzo Grifo (M) am Ball. Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Vincenzo Grifo traf sehenswert beim Sieg des SC Freiburg in der Conference League.

Silas Stein/dpa
  • Freiburg startet mit 3:2 gegen FK Jablonec in die Conference League und bleibt Tabellenführer.
  • Schuster rotierte in seinem 100. Pflichtspiel auf sieben Positionen, Grifo und Günter begannen.
  • Grifo traf per Freistoß, ein Eigentor nach VAR-Check und Eggestein aus der Distanz erhöhten.
  • Jablonec kam durch Kuol in der Nachspielzeit heran – Freiburg rettete den Sieg über die Zeit.
  • Zwei frühe Lattentreffer und eine starke Anfangsphase prägten das dominierende Freiburger Spiel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vier Bundesliga-Spieltage in Folge hatte Julian Schuster der gleichen Anfangsformation vertraut. Für Rotation hatte es schlichtweg keine Gründe gegeben: Alle waren fit und der SC Freiburg spielte extrem erfolgreich. Im ersten Spiel in der Ligaphase der Conference League am Donnerstag entschied sich der SC-Trainer in seinem 100. Pflichtspiel dann direkt für eine XXL-Rotation.

Gleich auf sieben Positionen veränderte er seine Startelf – nur Torwart Mio Backhaus, Matthias Ginter, Maximilian Eggestein und Yuito Suzuki, der am Sonntag gesperrt fehlen wird, starteten gegen den FK Jablonec aus Tschechien. Stattdessen begannen unter anderem die Routiniers Christian Günter und Vincenzo Grifo, während Derry Scherhant und Jan-Niklas Beste angeschlagen gar nicht im Kader standen.

„Unser breiter Kader hat hohe Qualität und gibt es her, rotieren zu können“, hatte Schuster bereits am Tag zuvor gesagt. Eine Aussage, die seine Mannschaft am Donnerstagabend zumindest in weiten Teilen bestätigte.

Für die erste Duftmarke in der neuen Europapokal-Saison sorgten dabei noch vor Anpfiff die Fans des SC Freiburg. Mit dem Slogan „Der Traum vom Titel bleibt“ in der Choreo auf der Südtribüne machten sie klar, wohin die Reise für den Vorjahresfinalisten der Europa League gehen soll.

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Zwei Lattentreffer in der Anfangsphase

Auf dem Rasen wurde dann schnell deutlich, dass die Gastgeber zumindest an diesem Abend schnell für klare Verhältnisse sorgen wollen. Nach zwölf Minuten hatten bereits Cyriaque Irié per Fernschuss und Lukas Kübler per Kopfball die Latte getroffen. Der erste Freiburger Treffer der Ligaphase war jedoch dem Rekordtorschützen Grifo vorbehalten.

Und wie. Der 33-Jährige, der sich in dieser Saison zumeist hinter Scherhant anstellen musste, bewies bei seinem Freistoß aus 18 Metern einmal mehr, wie viel Gefühl er in seinem rechten Fuß hat. Seinem Schuss ins Torwarteck konnte Jan Hanus nur hinterher schauen. Genauso bemerkenswert an dem Treffer war die Entstehung. Innenverteidiger Max Rosenfelder war nach 50-Meter-Solo zu Fall gebracht worden.

SC Freiburg - FK Jablonec: 15.10.2026, Baden-Württemberg, Freiburg im Breisgau: Fußball, Männer: UEFA Europa Conference League, SC Freiburg - FK Jablonec, Vorrunde, 1. Spieltag, Europa-Park Stadion. Freiburgs Fans zeigen vor Spielbeginn eine Choreographie. Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

„Der Traum vom Titel bleibt“: Die Fans des SC Freiburg machten direkt klar, wohin die Europa-Reise in dieser Saison gehen soll.

Silas Stein/dpa

Es war die verdiente Führung nach einer starken Anfangsphase der Freiburger, die auch danach alles im Griff hatten. Und wer weiß, wie einseitig das Spiel verlaufen wäre, hätte Kübler in der 27. Minute eine perfekt getimte Grifo-Flanke ins Tor zum 2:0 statt einen Meter drüber geköpft. Denn nur zwei Minuten später stand es plötzlich 1:1.

Antonin Rusek hatte für die Gäste mit deren erstem Torschuss der Partie ausgeglichen. Weil Innenverteidiger Ginter den Schuss unhaltbar abfälschte, wurde der Treffer sogar als Eigentor gewertet. Am Geschehen auf dem Rasen änderte das jedoch nichts. Der Sport-Club blieb am Drücker, im Abschluss fehlte jedoch die Präzision.

Führung nach langem VAR-Check

Und so musste in Durchgang zwei eine Art Kullertor her. Nach einem Eckball von Grifo in der 54. Minute prallte der Ball von Jablonec-Spieler Dusan Pavlovic in Richtung eigenes Tor und überquerte dabei die Linie. Der lettische Schiedsrichter entschied jedoch zunächst auf Foul von Ginter. Erst nach mehrminütiger VAR-Unterbrechung gab er den Treffer, der den Hausherren die nötige Sicherheit zurückgab.

Zunächst köpfte Ginter nach einer weiteren Ecke knapp vorbei, in der 65. Minute machte Eggestein dann den Deckel drauf. Der defensive Mittelfeldspieler, der in dieser Saison schon mehrfach als Torschütze in Erscheinung getreten war, traf sehenswert aus der Distanz zum 3:1 für den SC Freiburg, der auch danach lange Zeit alles im Griff hatte. Die beste Chance aufs 4:1 hatte der eingewechselte Jordy Makengo, der in der 80. Minute aus kurzer Distanz am FKJ-Torwart scheiterte.

Die Gäste dagegen sorgten in der Nachspielzeit noch mal für Nervenkitzel. Garang Kuol traf in der 93. Minute zum 2:3‑Anschluss. Doch der Tabellenführer brachte den knappen Vorsprung über die Ziellinie und startete auch in der Conference League mit einem Sieg. Um die Titelträume der Fans Realität werden zu lassen, sind jedoch noch ein paar weitere Schritte nötig.