Freiburger Nationalspieler: Nicht nur Treu und Scherhant überzeugen

Derry Scherhant (links) und Philipp Treu spielten beim 2:0-Sieg der DFB-Elf gegen Serbien stark auf.
IMAGO/Chai v.d. Laage- Freiburgs Nationalspieler überzeugen: Treu und Scherhant glänzen für die DFB-Elf.
- Treu startete zweimal durch und spielte jeweils 90 Minuten, erneut stark gegen Serbien.
- Scherhant debütierte, zeigte Tempo und Dribblings, wechselte nach der Pause die Seite.
- Engelhardt kam kurz zum Debüt, Rosenfelder blieb ohne Einsatz und fehlt teils im Kader.
- Lienhart spielt bei Österreich durch, Matanović mit Assist für Kroatien – Japan mit Suzuki im KIRIN-Cup.
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Dass Philipp Treu eine der großen Entdeckungen zu Beginn der Ära Klopp werden würde, hätten viele Fans wohl nicht für möglich gehalten. Doch der Rechtsverteidiger des SC Freiburg überzeugte bereits bei seinem Debüt beim 1:1-Remis gegen die Niederlande so sehr, dass er sich einen Platz im zweiten Klopp-Kader erkämpfte und beim 2:0-Erfolg gegen Serbien erneut einer der besten DFB-Akteure war. Zwei Länderspiele, zweimal Startelf, zweimal über 90 Minuten – diese Zwischenbilanz kann sich für den 25-Jährigen allemal sehen lassen. Und vielleicht kommt ja beim erneuten Duell mit Griechenland am Sonntagabend (20.45 Uhr) ein weiterer Einsatz hinzu.
Scherhant mit starkem Debüt
Auch Derry Scherhant wusste beim ersten DFB-Sieg unter dem neuen Bundestrainer zu überzeugen. Bei seinem Länderspieldebüt glänzte der 23-jährige Flügelflitzer teilweise regelrecht, scheute kein Dribbling und versuchte stets, über die linke Seite Tempo ins Spiel zu bringen – wie das Fans des Sport-Clubs in dieser Saison von ihm gewohnt sind. Als Said El Mala vom 1. FC Köln zur Halbzeit eingewechselt wurde, war es nicht der Freiburger, der seinen Posten räumen musste, sondern Serge Gnabry. Scherhant wechselte auf die linke Seite, wo er bis zu seiner Auswechslung in der 77. Minute ebenfalls eine gute Figur machte.
Neben Treu und Scherhant kam auch Yannik Engelhardt zu seinem Debüt im DFB‑Dress. Der 25-jährige Mittelfeldmotor wurde in Amsterdam in der 80. Minute für den Mainzer Nadiem Amiri eingewechselt, blieb aber in seinen knapp zehn Einsatzminuten eher unauffällig. Bei diesem Kurzeinsatz blieb es bislang auch, allerdings schaffte es Engelhardt, auch gegen Serbien auf der Bank zu sitzen, obwohl er ursprünglich – ebenso wie Treu – nur für den ersten Kader eingeplant war.
Max Rosenfelder hingegen wartete gegen die Niederlande und Griechenland vergeblich auf sein Länderspieldebüt. Gegen Serbien stand der 23-Jährige zuletzt dann nicht mehr im Kader. Vielleicht wird der Verteidiger dementsprechend wieder im Breisgau im Einsatz sein, wenn das Team von Cheftrainer Julian Schuster am Samstag (13 Uhr) ein Testspiel gegen den FC Luzern absolviert. Mit der Partie gegen den Schweizer Erstligisten will der Sport-Club die nicht mit ihren Nationalmannschaften ausgeflogenen Akteure zum Einsatz bringen, bevor man dann am nächsten Sonntag (11. Oktober, 17.30 Uhr) gegen den FC Schalke 04 aus der Länderspielpause zurückkehrt. Mit zwölf Punkten aus neun Spielen ist Luzern aktuell Tabellensechster in der Super League.
Zwei weitere Freiburger in der Nations League
Auch die anderen Freiburger Nationalspieler wussten in ihren bisherigen Einsätzen zu überzeugen. Während beim 3:1-Erfolg gegen Israel und dem 2:2-Remis in Irland insgesamt drei andere Innenverteidiger eingesetzt wurden, war Philipp Lienhart als Abwehrchef der österreichischen Auswahl zweimal über 90 Minuten gesetzt. Für Kroatien stand Igor Matanović beim 2:1-Sieg gegen Tschechien nicht nur in der Startelf, sondern bereitete den 1:0-Führungstreffer durch Kapitän Luka Modrić sogar vor. Zuletzt war der Freiburger Stürmer beim 1:4 gegen Weltmeister Spanien jedoch nicht mehr im Kader, da der kroatische Trainer Slaven Bilić ordentlich rotierte.
Makengo wartet noch auf seine Chance
In Diensten der japanischen Auswahl stand Yuito Suzuki bei 3:1 gegen Uruguay sowie im Halbfinale des KIRIN-Cups, das man mit 5:4 nach Elfmeterschießen gegen Ecuador gewann, jeweils in der Startelf. Im dazwischenliegenden Duell mit Venezuela wurde er nicht eingesetzt – dafür durfte Keisuke Goto von Beginn an ran. Für die Japaner steht nun am Montag das Finale dieses Turnier gegen Neuseeland auf dem Programm. Jordy Makengo wartet nach seiner ersten Nominierung für die Nationalmannschaft des Kongo noch auf sein Debüt. In der Qualifikation zum Afrika-Cup gegen Äquatorial-Guinea und Simbabwe wurde der 25-Jährige noch nicht berücksichtigt. In den anstehenden Freundschaftsspielen gegen Südafrika und Uganda hofft er weiter auf seine Chance.
