Freiburger Arbeitssieg in Paderborn: Die andere Seite der Medaille

Der SC Freiburg fuhr beim 1:0 in Paderborn einen klassischen Arbeitssieg ein – und behält damit nach fünf Pflichtspielen weiterhin seine weiße Weste an.
IMAGO/Steinsiek- Freiburg gewinnt in Paderborn 1:0 – weiße Weste nach fünf Pflichtspielen bleibt.
- Eggestein trifft in Minute 26 nach abgeblocktem Engelhardt-Schuss zum Tor des Tages.
- Schuster lobt Annahme der „sehr viel Arbeit“ und spricht von einem Arbeitssieg.
- Paderborn drückt nach der Pause, vergibt mehrere Chancen; Freiburg hat Glück und Stabilität.
- Nächster Gegner ist Borussia Mönchengladbach am kommenden Samstag um 15.30 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Echte Top-Teams zeichnen sich bekanntlich nicht nur durch ihre berauschenden Siege und Tore am Fließband aus. Diese Seite von sich zeigte uns der SC Freiburg in den vergangenen Wochen bei den Siegen über Düsseldorf, Motherwell und Bremen. Nein, manchmal ist es der viel zitierte Arbeitssieg, der eine Spitzenmannschaft auszeichnet. Und genau einen solchen fuhren die Breisgauer beim 1:0 in Paderborn ein – und durften deshalb am Samstagabend als Tabellenführer der Fußball-Bundesliga einschlafen.
Mannschaft gut auf „sehr viel Arbeit“ eingestellt
„Wir wussten, dass wir sehr viel Arbeit verrichten müssen. Und genau so ist es dann auch gekommen“, meinte Freiburgs Cheftrainer Julian Schuster nach der Partie. Er lobte seine Schützlinge vor allem dafür, das angenommen zu haben, was der Trainerstab ihnen die Woche über eingebläut hatte: „Gegen Paderborn wird es passieren, dass du überspielt wirst. Man darf dann nicht den Fehler machen, zu denken: ,Wir spielen hier gegen einen Aufsteiger, wie kann das jetzt sein, dass der mich überspielt!?’ Dann wunderst du dich, dass auf einmal zwei Tore fallen.“
Ein solcher 1:0-Arbeitssieg ist oftmals nicht ausschließlich das Verdienst der eigenen Verteidigungskünste und Effizienz vor dem Tor, sondern bedarf hier und da auch des berühmten Quäntchens Glück. Dieses hatte man beim Tor des Tages, als Kapitän Maximilian Eggestein die Kugel in der 26. Minute nach einem abgeblockten Schuss von Yannik Engelhardt vor die Füße sprang.
Pech für Paderborn nach dem Seitenwechsel
Und Glück hatten die Gäste durchaus auch bei einigen Paderborner Offensivaktionen – sowohl bei der ersten Chance der Partie in der 2. Minute als auch vor allem in der Phase nach dem Seitenwechsel, in der der Aufsteiger gleich mehrere vielversprechende Gelegenheiten liegen ließ und die Freiburger teilweise regelrecht in der eigenen Hälfte einschnürte. „Ich war natürlich nicht zufrieden mit den 15, 20 Minuten in der zweiten Hälfte, in denen wir einfach auch das Glück haben, nach unseren falschen Entscheidungen mit dem Ball kein Gegentor zu kassieren“, gab auch Schuster nach dem Spiel zu. Der 41-Jährige ergänzte jedoch: „Es zeigt dann aber auch wieder eine gewisse Qualität, sich nach diesen Minuten wiederzufinden, zurückzukommen und das Spiel wieder ruhiger zu gestalten.“
Zusammenfassend war Julian Schuster „sehr glücklich mit dem Auswärtssieg“ und sprach dem erwartungsgemäß unangenehmen Gegner nochmals ausdrücklich ein großes Lob aus: „Paderborn wird mit dieser Art und Weise, zu spielen, da bin ich sicher, hier zu Hause Punkte einfahren. Es werden hier noch einige Gegner schwierig haben.“
„Natürlich nicht unsere beste Leistung“
Auch Kapitän und Siegtorschütze Eggestein blickte der Wahrheit über die Leistung der Breisgauer nach Abpfiff ins Gesicht: „Natürlich war es – gerade in der zweiten Halbzeit – nicht unsere beste Leistung. Aber wir wussten, dass es sehr schwer werden wird.“ Ein echter Arbeitssieg eben. Die Freiburger empfangen nun am kommenden Samstag (15.30 Uhr) die schon früh in der Saison kriselnde Borussia aus Mönchengladbach. Auf dem Papier stehen die Chancen auf den sechsten Sieg im sechsten Pflichtspiel gut – egal, ob berauschend oder hart erkämpft. Der SC Freiburg hat bewiesen: Er kann beides.
