Erstmals bei Nationalmannschaft
: Bundestrainer Nagelsmann nominiert Noah Atubolu vom SC Freiburg nach

Für Noah Atubolu heißt es in den kommenden Tagen Herzogenaurach statt Freiburg. Denn der Torwart des SC Freiburg wurde für die Nationalmannschaft nachnominiert.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Noah Atubolu vom SC Freiburg wurde am Montag vom Bundestrainer Julian Nagelsmann nachnominiert,

Tom Weller/dpa

„Ich probiere, mich einfach weiter zu verbessern und Gas zu geben, bis es für die Nominierung reicht.“ So äußerte sich Noah Atubolu am Sonntagabend nach dem 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach bei „DAZN“ zum Thema Nationalmannschaft.

Zu diesem Zeitpunkt ging er noch davon aus, in dieser Länderspielpause auf Abruf im Breisgau zu bleiben und die anstehenden DFB-Spiele aus der Ferne zu verfolgen. Am frühen Montagabend kam dann die Nachricht: Weil Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim, eigentlich für die Spiele gegen Luxemburg und in Nordirland eingeplant, über Übelkeit klagte, hat Bundestrainer Julian Nagelsmann den Schlussmann des SC Freiburg nachnominiert.

Mehrere Experten, darunter Weltmeister-Trainer Jogi Löw und Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hatten sich zuletzt für die Nominierung von Atubolu ausgesprochen. Nagelsmann hatte jedoch neben Baumann erneut Alexander Nübel (VfB Stuttgart) und Finn Dahmen (FC Augsburg) den Vorzug gegeben.

Oliver Baumann reist vorerst nicht aus dem Trainingscamp ab

Schneller als gedacht kommt nun auch Atubolu zu seinem DFB-Debüt im Trainingscamp. Offen ist jedoch, wie es weitergeht. Zwar war laut DFB am Montagabend noch nicht klar, ob Baumann am Dienstag mittrainieren kann – er reist jedoch noch nicht von der Nationalmannschaft ab.

Weltmeister-Trainer Jogi Löw als prominenten Fürsprecher

Atubolu hatte zuletzt mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und unter anderem einen Bundesliga-Rekord mit fünf gehaltenen Elfmetern in Folge aufgestellt. Im Europa-League-Spiel in Bologna war ihm in der vergangenen Woche ein seltener Fehler unterlaufen, der zum 1:0 für die Italiener geführt hatte.

„Mir ist total wichtig, eine gewisse Fehlerkultur zu haben, die auch Fehler verzeiht. Mir geht es immer um die Reaktion. Er ist ein junger Torwart, da ist es normal, dass auch so ein Spiel drin sein darf. Er strahlt mit dem Ball aber auch gegen den Ball eine Sicherheit aus“, sagte Julian Schuster, Trainer des SC Freiburg, am Sonntagabend bei „DAZN“ dazu. Und: „Wichtig ist, dass er Leistungen bringt und in der Regel wird man dafür belohnt.“ Diese Leistungen kann er in den kommenden Tagen vor den Augen des Bundestrainers im Trainingscamp in Herzogenaurach zeigen.

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