SC Freiburg in der Europa League
: Junior Adamu gleicht gegen Bologna seltenen Atubolu-Patzer aus

Normalerweise ist Noah Atubolu ein sicherer Rückhalt für den SC Freiburg, gegen Bologna patzte der Keeper. Für einen Punkt reichte es in der Europa League dennoch.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Der Freiburger Torschütze Junior Adamu (rechts) bekam von seinem Trainer Julian Schuster ein „überragendes Spiel“ in Bologna attestiert.

Massimo Paolone/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Es ist das schwere Los eines Fußballtorwarts, dass eigene Fehler zumeist weitaus größere Konsequenzen haben, als etwa ein Fehlschuss eines Stürmers. Das dürfte auch Noah Atubolu wissen. Der Torwart des SC Freiburg zeigte in dieser Saison bereits mehrere Topleistungen, stellte einen Elfmeter-Rekord in der Bundesliga auf und hielt so manchen Punkt für den Sport-Club fest.

Im zweiten Europa-League-Spiel gegen den FC Bologna am Donnerstagabend jedoch patzte Atubolu. In der 29. Minute ließ der Freiburger einen wuchtigen – allerdings nicht sehr platzierten – Schuss von Nicolò Cambiaghi aus den Händen gleiten. Der Italiener Riccardo Orsolini war der Nutznießer und staubte zur 1:0-Führung für Bologna ab.

Es war ein Fehler von Atubolu mit Seltenheitswert. Ausgerechnet am Abend des Tages, an dem Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Kader für die bevorstehende Länderspielpause bekannt gegeben hatte. Neben Oliver Baumann (Hoffenheim) und VfB-Keeper Alexander Nübel nominierte Nagelsmann erneut Finn Dahmen. Und nicht Atubolu, der in den vergangenen Wochen reichlich Argumente in eigener Sache geliefert hatte – außer in jener 29. Minute in Bologna.

Mehrere Fehler gehen dem 0:1 voraus

„Da sehen wir beim 0:1 in der einen oder anderen Position nicht gut aus“, sagte SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach im Halbzeit-Interview bei RTL+. Denn auch Innenverteidiger Philipp Lienhart agierte bei seinem Klärungsversuch im Strafraum alles andere als souverän und ermöglichte erst den Torschuss, den Atubolu hatte – und dann doch nicht.

Da 0:1: Noah Atubolu (grünes Trikot) ist geschlagen, der FC Bologna jubelt.

Foto: Massimo Paolone/LaPresse via ZUM

Es war jedoch fast die einzige Großchance für die Gastgeber aus Italien, die Trainer Julian Schuster nach der Partie als „sehr, sehr unangenehmen Gegner“ lobte. Komplimente verteilte er jedoch vor allem auch an seine eigene Mannschaft, die sich auch durch den Rückstand nicht beirren ließ.

Julian Schuster lobt Stürmer Junior Adamus

Nach dem Seitenwechsel war der SC Freiburg offensiv deutlich präsenter, auch durch die Hereinnahme von Derry Scherhant (für Vincenzo Grifo). In der 57. Minute sorgte dann Junior Adamu, dem Schuster ein „überragendes Spiel“ attestierte, per Handelfmeter für den Ausgleich.

Bereits am Sonntag geht’s in Mönchengladbach weiter

Dass dem Strafstoß jedoch eine vergebene Großchance – durch Lienhart – vorausging, war symptomatisch. Denn der Sport-Club ließ an diesem Donnerstagabend in Bologna mehrere gute Chancen liegen und verpasst so den möglichen – und nicht unverdienten – Sieg.

Bereits am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) geht es in der Bundesliga weiter. Die Freiburger reisen zum derzeitigen Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach, ehe danach in der Länderspielpause Zeit zum Durchschnaufen besteht.

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