Bewegung am Deadline Day
: Der SC Freiburg hat in der Länderspielpause viel Arbeit vor sich

Mit sieben Gegentoren und null Punkten geht der SC Freiburg als Tabellenletzter in die Länderspielpause. In dieser liegt viel Arbeit vor Trainer Julian Schuster und seiner Mannschaft.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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Der Anfang von Ende gegen den 1. FC Köln: Jakub Kaminski (links) trifft zum 1:0, Freiburgs Keeper Noah Atubolu ist machtlos.

dpa/Revierfoto

Die rote Laterne, sie brennt mindestens bis zum 13. September, wenn der VfB Stuttgart zum Derby ins Europa-Park-Stadion kommt, in Freiburg. Null Punkte, 2:7-Tore – so lautet die düstere Saisonstart-Bilanz des SC Freiburg. Nach der Auftaktniederlage gegen Augsburg setzte es beim Aufsteiger 1. FC Köln eine 1:4-Niederlage.

Dass es in der Domstadt beim ersten Heimspiel nach dem Aufstieg schwer werden würde, war schon vorher im Freiburger Lager erwartet worden. Am Sonntagabend war es jedoch vor allem der eigene Auftritt, der für Ernüchterung sorgte.

„Die Grundlage, um Spiele in der Bundesliga für sich entscheiden zu können, ist die Defensive. Das hat uns in der Vergangenheit ausgezeichnet und hat uns auch erfolgreich gemacht“, begann Trainer Julian Schuster sein Statement auf der Pressekonferenz nach der schmerzhaften Niederlage in Köln.

Dem SC Freiburg fehlt komplett der Zugriff

In einem euphorisierten Stadion ließen die Breisgauer aber genau das vermissen. Gleich bei mehreren Gegentoren fehlte der SC-Hintermannschaft der Zugriff, die Kölner wurden regelrecht zum Toreschießen eingeladen – und ließen sich nicht zweimal bitten. Wie schon gegen Augsburg zeigte sich der Freiburger Gegner extrem effizient in der Chancenverwertung. Der späte Treffer von Maximilian Eggestein nach einem Eckball von Christian Günter war nur eine Randnotiz, in einem für Mannschaft und Fans gleichermaßen ernüchternden Spiel. „Jetzt haben wir zweimal auf die Fresse gekriegt, jetzt müssen wir schauen, dass wir zusammenstehen und da gemeinsam rauskommen“, sagte Kapitän Günter.

Julian Schuster wählt klare Worte

„Manchmal ist es ist nicht verkehrt – und das ist das einzig Positive, das wir mitnehmen können – wenn du richtig einen auf die Mütze bekommst“, wählte auch Schuster klare Worte. Der Auftrag für die Länderspielpause sei daher klar, so Schuster weiter. Der Coach dürfte dann auch nicht umhin kommen, den ein oder anderen personellen Wechsel in seiner Startformation vorzunehmen. In Köln hatte er der gleichen Elf vertraut wie beim Auftaktspiel gegen Augsburg. Bereits zur Pause brachte er jedoch Merlin Röhl für den blass gebliebenen Eren Dinkci ins Spiel. An den Verhältnissen auf dem Rasen änderte das jedoch wenig.

Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff traf Marius Bülter zum 2:0 – nahezu unbehelligt durch die Freiburger Defensive. Genau, wie beim 3:0 durch Jan Thielmann (57.), der an der Strafraumkante viel zu viel Raum hatte, und wie beim 1:0, als Jakub Kaminski am langen Pfosten völlig ungedeckt zum Abschluss kam.

Weißhaupt nach Warschau, Röhl zum FC Everton

Es dürfte in den kommenden Tagen auf dem Freiburger Trainingsplatz zunächst einmal um Grundlegendes in der Defensive gehen, ehe der Sport-Club am 5. September nicht-öffentlich gegen den FC Luzern ein Testspiel bestreitet. Acht Tage später steht dann das prestigeträchtige Derby gegen den VfB Stuttgart in der Bundesliga auf dem Programm.

Endgültig nicht mehr dabei sein wird dann Noah Weißhaupt. Am „Deadline Day“ hat sich der SC Freiburg mit Legia Warschau auf eine Leihe – Berichten zufolge mit Kaufoption – für den offensiven Linksaußen verständigt. Weißhaupt absolvierte die gesamte Vorbereitung beim SCF, galt jedoch schon von Beginn an als Abgangskandidat.

Etwas überraschender ist dagegen der Wechsel sich anbahnende Last-Minute-Wechsel von Merlin Röhl zum FC Everton, über den mehrere Medien berichten. Auch er wird demnach zunächst ausgeliehen,Berichten zufolge mit einer anschließenden Kaufpflicht im Jahr 2026 mit einer Gesamtsumme in Höhe von 20 bis 25 Millionen Euro.

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