Auftakt der Europa League: SC Freiburg feiert 2:1-Sieg im Derby gegen den FC Basel

Patrick Osterhage sorgte in der ersten Halbzeit für die Freiburger 1:0-Führung gegen den FC Basel.
Tom Weller/dpaEs war einiges an SC-Prominenz zugegen, als am Mittwochabend um 21 Uhr das allererste Pflichtspiel zwischen dem SC Freiburg und dem Schweizer Meister FC Basel angepfiffen wurde. Weltmeister-Trainer Jogi Löw war als Experte für RTL im Einsatz, Nils Petersen war genauso im Stadion vor Ort wie der SC-Rekordspieler Andreas Zeyer.
Und auch auf dem Feld war in der Anfangsphase direkt was los, von Abtasten keine Spur. Albian Ajeti zwang SC-Torwart Noah Atubolu per Kopf früh (2.) zu einer Parade, auf der anderen Seite wurden mehrere Abschlüsse aus gut 16 Metern von der FCB-Abwehr geblockt.
Anschließend passierte auf dem Rasen relativ wenig, stattdessen lieferten sich die beiden Fangruppen ein Pyrotechnik-Duell – mit klaren numerischen Vorteilen für die Freiburger Südtribüne. Auf dem Feld gab’s das nächste Highlight erst in der 31. Minute. Johan Manzambis Zuspiel nach Ballgewinn in der Baseler Hälfte kam über Umwege zu Patrick Osterhage, der aus gut 18 Metern platziert ins linke untere Eck zur Führung für die Gastgeber traf.
Verdiente Führung für den SC Freiburg
Es war ein Tor mit Wirkung – auf beiden Seiten. Die Gäste aus Basel wirkten beeindruckt, die Freiburger beflügelt und kontrollierten die Partie bis zur 45. Minute. Allerdings: Mehr als ein mehr oder minder gefährlicher Kopfball von Manzambi nach Flanke von Jan-Niklas Beste sprang nicht heraus. Auf der anderen Seite wäre dem FCB kurz vor der Pause beinahe doch noch der Ausgleich gelungen. Doch zunächst hielt Atubolu stark gegen Junior Zé, den Nachschuss von Xherdan Shaqiri aus zentraler Position im Strafraum blockte Osterhage und sicherte so die verdiente SC-Pausenführung.
Im zweiten Durchgang wollte zunächst kein wirklicher Spielfluss aufkommen. Erst musste Matthias Ginter, der vor der Pause mit Teamkollege Lukas Kübler zusammengeprallt war, behandelt werden – kurze Zeit später blieb ein Baseler Spieler angeschlagen liegen. All das war dem Spiel nicht dienlich, spielte aber vor allem dem SC Freiburg in die Karten.
Eggestein trifft – danach muss der SC Freiburg zittern
Und als dann in der 61. Minute mit Maximilian Eggestein der zweite defensive Mittelfeldspieler der Freiburger zum 2:0 traf, hatte der Sport-Club endgültig alle Trümpfe in der Hand. Der Jubel darüber erfolgte mit kurzer Verzögerung: Denn Eggesteins Kopfball wurde eigentlich von FCB-Keeper Mirko Salvi gehalten – war jedoch laut Torlinientechnik drin.
Danach sah es lange nach einem souveränen Heimsieg aus. Der eingewechselte Philip Otele sorgte in der 85. Minuten mit einem schönen Schlenzer aus rund 15 Metern ins lange Eck allerdings für eine spannende Schlussphase. In dieser verteidigte der SC Freiburg den Vorsprung und feierte den Sieg im internationalen Derby.
