Abschluss im Traingslager: SC Freiburg verliert 120-Minuten-Test gegen Greuther Fürth mit 0:3

Vincenzo Grifo (links) und der SC Freiburg haben zum Abschluss des Trainingslagers in Schruns mit 0:3 gegen Greuther Fürth verloren.
IMAGO/Zink- SC Freiburg verlor zum Trainingslager-Abschluss in Schruns 0:3 gegen Greuther Fürth.
- Früh per Elfmeter zurück, traf Ex-Freiburger Felix Klaus doppelt, Omar Sillah erzielte das 3:0.
- Mio Backhaus stand im Tor, während Noah Atubolu fehlt und weiter einen neuen Klub sucht.
- In Halbzeit zwei setzte Julian Schuster auf eine Doppelspitze mit Matanović und Keisuke Goto.
- Hybridrasen im Europa-Park-Stadion ist neu, Auslosung der Conference-League-Play-offs ist am Montagmittag.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die größte Veränderung beim SC Freiburg gab es zuletzt nicht im Trainingslager, sondern in der Heimat. Während Trainer Julian Schuster seinen Kader, zu dem im Verlauf der Tage in Schruns auch die beiden WM-Fahrer Igor Matanović und Philipp Lienhart stießen, auf die neue Saison vorbereitete, wurde auch im Europa-Park-Stadion fleißig gearbeitet.
Denn künftig spielen die Profis des SC Freiburg auf Hybridrasen: Der bekannte Naturrasen wird dabei mit Kunststofffasern gemischt. So soll das Geläuf robuster werden, das Spiel wird dadurch schneller.
Weniger Bewegung gab es dagegen in einer anderen Sache in der südbadischen Heimat: Torwart Noah Atubolu, der den Verein verlassen will und nach Absprache mit den Verantwortlichen nicht mit ins Trainingslager gereist war, hat bislang noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden. Gehandelt werden derzeit die beiden Premier-League-Teams Aston Villa und FC Bournemouth. Noch ist allerdings nichts offiziell.
Mio Backhaus mit der Nummer 1 auf dem Rücken
Die Nummer eins, die im Mai noch Atubolu trug, hatte gut 250 Kilometer entfernt am Freitag Mio Backhaus auf dem gelben Trikot. Zum Abschluss des Trainingslagers traf der SC Freiburg auf Greuther Fürth – gespielt wurden viermal 30 Minuten. Gegen den Zweitligisten, der sich erst in der Relegation rettete, stand Backhaus mehr im Fokus, als ihm und seinen Kollegen lieb sein dürfte.
Offensiv tut sich der SC Freiburg schwer
Denn bereits in der 5. Minute ging Fürth per Elfmeter in Führung. Einen Schuss parierte Backhaus in die Mitte, wo Cyriaque Irié Shinta Appelkamp bei dessen Abschluss foulte. Der Ex-Freiburger Felix Klaus ließ sich nicht zweimal bitten und traf zur frühen Führung für das Kleeblatt. Danach übernahmen Freiburger das spielerische Kommando, taten sich jedoch gegen einen tief stehenden Gegner sehr schwer. Echte Chancen waren Mangelware.
Stattdessen traf Klaus im zweiten Viertel erneut nach wenigen Minuten. Beim Herauslaufen aus seinem Strafraum fehlte Backhaus das richtige Timing, sodass der Fürther relativ unbedrängt aus gut 35 Metern zum 2:0 ins leere Tor lupfen konnte. Bei diesem Spielstand blieb es auch zur großen Pause nach 60 Minuten.
Doppelspitze mit zwei groß gewachsenen Stürmern
Danach tauschte Schuster seine Elf fast komplett. Nur Anthony Jung, der nach 45 Minuten eingewechselt wurde, blieb noch knapp 15 Minuten auf dem Feld, ehe sich dann der österreichische WM-Fahrer Lienhart neben Matthias Ginter in der Innenverteidigung einsortierte. Auffallend bei der Aufstellung in Durchgang zwei: Mit Matanović und Neuzugang Keisuke Goto bot Schuster zwei etatmäßige Mittelstürmer auf, die eine Doppelspitze bildeten.
In Schruns trainieren nun die Frauen des SC Freiburg eine Woche lang
Immer wieder wurden die beiden groß gewachsenen Angreifer von den Mitspielern gesucht. Matanovićs Treffer in der 88. Minute zählte aufgrund eines Handspiels nicht. Nach nicht einmal 30 Sekunden im letzten Viertel klingelte es stattdessen auf der Gegenseite. Einen Ballverlust der Freiburger kurz nach dem Anspiel nutzte der Zweitligist für einen mustergültigen Konter – Omar Sillah vollendete per Kopf zum 3:0.
Vor den Augen der Bundesliga-Frauen des SC Freiburg blieb es bei diesem Spielstand – in der kommenden Woche absolviert ein weiteres SC-Team sein Trainingslager in Schruns. Die Männer dagegen machten sich mit zahlreichen Erkenntnissen und müden Beinen auf den Heimweg in Richtung Heimat.
„Egal ob ein Gegner eingespielter oder fitter ist, muss man in Phasen, in denen es nicht so läuft, die nötige Geschlossenheit zeigen. Insgesamt haben wir nicht viel zugelassen, aber bei den Gegentoren waren wir nicht richtig zusammen, haben Zweikämpfe verloren oder beim Pressing nicht gut nachgeschoben. Vielleicht ist so ein Ergebnis zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht so schlecht, um das Bewusstsein zu schärfen“, wird Trainer Julian Schuster im Spielbericht auf der Vereinshomepage zitiert.
Auslosung in der Conference League am Montagmittag
Gleichzeitig richtet sich so langsam der Blick in Richtung Nyon. Denn am Montagmittag (14 Uhr) findet bei der UEFA die Auslosung für die Play-offs in der Conference League statt. Denn bereits vor der ersten Runde im DFB-Pokal muss der SC Freiburg am 20. August im Europapokal ran. Wer der mögliche Gegner ist und ob die Freiburger zuerst zu Hause oder auswärts antreten müssen, entscheidet sich am Montag.
