2:1-Zittersieg in Unterzahl: SC Freiburg schlägt den FC Schalke 04 und ist neuer Tabellenführer

Maximilian Eggestein bejubelt seinen Treffer zum 1:0 für den SC Freiburg, der nach dem fünften Spieltag Tabellenführer der Fußball-Bundesliga ist.
Tom Weller/dpa- Freiburg siegt 2:1 gegen Schalke und übernimmt nach dem fünften Spieltag die Tabellenführung.
- Eggestein traf nach Ecke zum 1:0, Gantenbein glich per Direktabnahme nach Eckball zum 1:1.
- Nach der Pause blieb das Spiel zerfahren – Suzuki sah in der 64. Minute Gelb-Rot.
- Goto köpfte in der 85. Minute nach Grifo-Flanke zum 2:1, danach hielt Freiburgs Abwehr stand.
- Schalke hatte trotz Überzahl wenig Chancen, Freiburg jubelte mit „Spitzenreiter“-Rufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es war alles angerichtet: Weil Borussia Dortmund am Freitag (2:2 gegen Bremen) und der FC Bayern München (2:2 gegen Augsburg) am Samstag ihre Spiele nicht gewannen, hatte am Sonntagnachmittag der SC Freiburg plötzlich die Chance, an die Tabellenspitze zu springen. Voraussetzung dafür: ein Heimsieg gegen den FC Schalke 04.
SC-Trainer Julian Schuster hatte bereits vor dem Spiel die leidenschaftliche Defensivarbeit des Aufsteigers aus dem Ruhrpott gelobt. Und es dauert nur wenige Augenblicke, da bekamen seine Spieler auf dem Feld eine erste Kostprobe. Gleich mehrfach lag ein Freiburger mit Schmerzen nach einem Zweikampf auf dem Boden.
Beeindrucken ließ sich der SC Freiburg von der Körperlichkeit der Schalker jedoch nicht, sondern versuchte sich stattdessen spielerisch vom Gegnerdruck zu befreien. Stürmer Igor Matanović ließ sich immer wieder fallen, um den Ball zu verteilen, Jan-Niklas Beste und Derry Scherhant auf den Flügeln hatten so Platz.
Der frühe Führungstreffer nach zehn Minuten fiel jedoch nach einem Standard. Neu-Nationalspieler Scherhant fand mit seiner Ecke perfekt den Kopf von Matthias Ginter. Schalke-Keeper Loris Karius hielt den Ball zwar überragend, Maximilian Eggestein staubt jedoch aus kurzer Distanz ab und brachte den Sport-Club in der Livetabelle auf Platz eins.
Offensiv bleiben beide Teams ungefährlich
An der Herangehensweise der Schalker, bei denen Ex-SC-Spieler Junior Adamu im Sturm auflief, änderte das Tor jedoch nichts. 30 Minuten lang spielten eigentlich nur die Gastgeber. Hochkarätige Chancen brachte der SC jedoch kaum zustande, Matanovićs geblockter Schuss nach knapp 20 Minuten war noch die beste Gelegenheit.

Die Spieler des SC Freiburg, hier Matthias Ginter, hatten mehrfach Gesprächsbedarf mit Schiedsrichter Martin Petersen.
IMAGO/Eibner-PressefotoStattdessen mussten die Breisgauer nach 30 Minuten fast aus dem Nichts den Ausgleich hinnehmen. Einen Eckball von rechts faustete Torwart Mio Backhaus in den Fuß von Adrian Gantenbein. Dessen Direktabnahme aus 16 Metern landete unhaltbar rechts unten im Eck. Dass es auch zur Pause beim 1:1 blieb, lag vor allem daran, dass sich beide Teams im letzten Drittel extrem schwer taten.
Yuito Suzuki muss mit Gelb-Rot vom Feld
Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Hier ein Schalker Fehlpass, dort ein Freiburger Missverständnis. Viele Zweikämpfe und kleine Fouls auf beiden Seiten ließen zunächst kaum einen Spielfluss zustande kommen. Diskussionen mit dem Schiedsrichter machten das Spiel zudem immer hektischer.
Vorläufiger Höhepunkt: In der 64. Minute sah Yuito Suzuki die Gelb-Rote Karte. Schuster reagierte sofort – und brachte mit Lucas Höler und Keisuke Goto für Matanovic und Yannik Engelhardt sogar noch mehr Offensivpersonal. Zunächst jedoch übernahmen die Gäste das Kommando, konnten mit der personellen Überzahl jedoch wenig anfangen.
Stattdessen warf der SC Freiburg in den Schlussminuten alles nach vorne – und wurde belohnt. Eine Halbfeldflanke vom kurz zuvor eingewechselten Vincenzo Grifo landete in der 85. Minute auf dem Kopf von Goto, der Karius keine Chance ließ. Danach begann das große Zittern im Europa-Park-Stadion.
Zehn Minuten lang hielt die SC-Defensive Stand, ehe Schiedsrichter Martin Petersen Zuschauer und Spieler erlöste. Der Rest war Jubel pur – begleitet von lauten „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Rufen der Fans des SC Freiburg.
