Ringer-Oberliga: Duell auf Augenhöhe zum Auftakt in Rheinfelden

Manuel Wolfer (rechts) und die RG Hausen-Zell wollen um den Aufstieg mitringen.
Rolf RombachMit vier Bezirksvereinen in der Ringer-Oberliga Südbaden startet am Samstag die neue Saison. Die beiden Routiniers TuS Adelhausen (gegen den ASV Urloffen II) und KSV Rheinfelden (gegen den KSV Appenweier) starten zuhause mit einem Doppelkampf in der Bezirks- und Oberliga. Ohne ihre Reserveteams auf Reisen gehen der TSV Kandern (beim KSK Furtwangen) und Neuling RG Hausen-Zell (gegen RG Eiche Allensbach).
RG Hausen-Zell
Stefan Hauschel, der Sportliche Leiter der RG, weiß um die Anspannung vor der Premiere. Seit Jahrzehnten war die RG nicht mehr mit ihrer „Ersten“ in der Oberliga. Der Regionalliga-Absteiger hat direkt einen Titelkandidaten vor sich: Die RG Eiche Allensbach, gegründet aus dem KSV Allensbach und Vorjahresvizemeister VFK Radolfzell. „Sie haben sehr gute junge Sportler und einige hochkarätige erfahrene Ringer. Wenn da alle auflaufen, werden sie um den Aufstieg mitringen“, weiß Hauschel den Gegner einzuschätzen.
Der Verlust von Aushängeschild Darius Kiefer zum Bundesligisten SC Kleinostheim konnte mit der Rückkehr von Maximilian Mond ausgeglichen werden. Zudem drängen die jungen Eigengewächse, die im vergangenen Jahr in der Landesliga oder schon Regionalliga wichtige Erfahrungen machen durften.
TSV Kandern
Der TSV Kandern fängt da an, wo er im Dezember aufgehört hat: Beim Duell gegen den Vorjahresneunten KSK Furtwangen. Zum Vorrundenende gab es in Furtwangen eine 13:23-Niederlage, zum Finale dann die Revanche mit 21:14. Beide Teams haben sich personell kaum verändert, doch für die jungen TSV-Ringer spricht das immense Entwicklungspotenzial unter dem Trainer-Duo Igor Pevtsov und Peter Wohlschlegel. Bei einigen die größte Herausforderung: die neue Situation durch einen wachstumsbedingten Gewichtsklassenwechsel.
TuS Adelhausen
Im Vorjahr profitierte der ASV Urloffen II noch durch den Bundesliga-Rückzug des TuS Adelhausen von dessen Oberliga-Startplatz. Nun ist der amtierende Verbandsliga-Meister zurück in der südbadischen Beletage und steht vor der nächsten Standortbestimmung.
Mit mehreren Rückkehrern und dem U17-EM-Fünften Jason Keil (RG Lahr) sowie dem eigenen Nachwuchs ist die Dinkelbergstaffel auch in der neuen Liga ein Favorit. Im Vorjahr gelang Aufsteiger ASV Freiburg bereits der Durchmarsch – ein Omen für die neue Saison aus TuS-Sicht?
KSV Rheinfelden
Nichts mit dem Aufstieg zu tun haben will der KSV Rheinfelden, der in seine dritte Oberliga-Saison in Serie geht.
Im Gegensatz zu seinen lokalen Konkurrenten hat der Kraftsportverein nicht ganz so viele jugendliche Talente im Aufgebot, dafür zahlreiche motivierte junge Erwachsene, die durch die Trainingsgemeinschaft zusammengeschweißt wurden und nun auch wieder zwei Mannschaften füllen sollen.
Beide empfangen in heimischer Halle den KSV Appenweier, der wie die Rheinfelder in der Oberliga einen Platz im oberen Mittelfeld anvisieren wird.