Pierre Gasly
: 13.000 Morddrohungen gegen französischen Formel-1-Fahrer

Pierre Gasly macht nach dem Grand Prix von Spanien Internet-Hass gegen seine Familie, seine Freundin und sich selbst öffentlich. Nun wird das Ausmaß deutlich.
Von
red/dpa
Mexiko-Stadt
Jetzt in der App anhören

Pierre Gasly hat tausende Morddrohungen erhalten. (Archivbild)

Altaf Qadri/AP/dpa
  • Nach dem Rennen in Madrid erhielt Pierre Gasly rund 13.000 Morddrohungen.
  • Fia-Präsident Mohammed Ben Sulayem nannte die Zahl im Interview mit „The Drive“.
  • Die Drohungen trafen Gasly, seine Familie und seine Freundin – er machte sie öffentlich.
  • Auslöser war ein Zweikampf mit Teamkollege Franco Colapinto beim Grand Prix in Spanien.
  • Fia will hart gegen Online-Hass vorgehen: Sperren und KI-Einsatz zur Täterermittlung.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Nach dem Formel-1-Rennen von Madrid hat der französische Alpine-Fahrer Pierre Gasly rund 13.000 Morddrohungen erhalten. Diese Zahl machte der Präsident des Motorsport-Weltverbands Fia, Mohammed Ben Sulayem, in einem Interview mit dem Portal „The Drive“ öffentlich.

„Wenn wir diesen Kampf alleine führen, werden wir scheitern; alleine schaffen wir das nicht“, sagte Ben Sulayem und kündigte ein hartes Vorgehen gegen Internet-Hass an. „Wenn der Hass von einem Zuschauer ausgeht, sperren wir ihn. Wenn sie zur Presse gehören, sperren wir sie, weil wir die Befugnis dazu haben. Und wenn sie sich (im Internet) verstecken, wird die KI sie entlarven.“ Wenn man einen entlarve, würden die anderen Angst bekommen, meinte er.

Gegen Hassreden und Cybermobbing

Gasly selbst hatte die Drohungen bei Social Media gegen seine Familie, seine Freundin und sich selbst nach dem Rennen in Madrid am 13. September publik gemacht. Vorausgegangen war beim Grand Prix in Spanien ein Zweikampf zwischen ihm und seinem argentinischen Teamkollegen Franco Colapinto. Colapinto verlor dabei zwar keine Platzierung, er beschwerte sich aber mehrmals über Funk, dass er aus seiner Sicht unnötig unter Druck geriet.

Im Kampf gegen Hassreden und Cybermobbing im Motorsport und Sport allgemein hat die Fia schon vor Jahren die Initiative „United Against Online Abuse“ ins Leben gerufen. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz sollen dabei Täter im Internet aufgespürt werden.

„Wir laufen Gefahr, unseren Sport durch Online-Missbrauch zu verlieren, und genau hier brauchen wir euch“, richtete sich Ben Sulayem an Fans und Medien. Für Online-Täter gebe es „keinen Platz“ im Motorsport. „Denn wenn wir nichts unternehmen, wird unser Sport irgendwann nicht mehr zu retten sein.“ Der Fia-Boss wolle das nötige Bewusstsein schaffen und aufklären.