Netzreaktionen zum DFB-Sieg
: „Wirtz kommt wieder in den gewünschten Flo“

Nach dem überzeugenden 2:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien am Donnerstagabend denken manche Fans schon wieder an die glorreichsten Zeiten. Einige Spieler, so die Fans, könnten auf dem Weg dahin zu neuen Schlüsselspielern werden.
Von
Martin Dudenhöffer
München
Jetzt in der App anhören
Fussball Nations League Deutschland - Serbien 2-0: Bundestrainer Juergen KLOPP GER mit Florian WIRTZ GER. Fussball Nations League Gruppenphase, Gruppe B, 3.Spieltag Deutschland GER - Serbien SRB 2-0 am 01.10.2026 , ALLIANZ ARENA *** German National Team Coach Juergen KLOPP GER with Florian WIRTZ GER  UEFA Nations League Group Stage, Group B, Matchday 3: Germany GER vs. Serbia SRB 20 on October 1, 2026, at the Allianz Arena

Deutschland schlägt in der Fußball-Nations-League Serbien klar mit 2:0. Der zweite Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp hat deutlich mehr gezündet als der erste, da ist sich die Netzgemeinde einig. Besonders viele Lorbeeren erhielten Florian Wirtz und Tom Bischof.

IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
  • Deutschland gewann in der Nations League 2:0 gegen Serbien, Klopps erster Sieg.
  • Ein zweiter Kader überzeugte mit Offensivpower und hoher Beweglichkeit.
  • Wirtz lieferte die Vorlage zum 1:0 für Bischof und traf später selbst.
  • Fans lobten Pressing und Spielfreude, verglichen zwei Kader deutlich.
  • Debüt von Mika Baur als 1000. Nationalspieler; Torwart Jonas Urbig überzeugte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Deutschland 2, Serbien 0 – und das ohne arrivierte Kräfte wie Joshua Kimmich, Jonathan Tah oder Kai Havertz. Mit dem überzeugenden Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft in der Nations League gegen Serbien am Donnerstagabend gelingt Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp der erste Sieg.

Und dieser bringt nach einem durchwachsenen Unentschieden und einer enttäuschenden Niederlage nicht nur die ersten drei Punkte in der Gruppe, er fühlt sich für viele offenbar auch wie der lang ersehnte Knotenlöser an. Das zeigen die Reaktionen der User im Netz.

Kader eins und zwei - ein Unterschied wie Licht und Schatten

Die Euphorie nach dem couragierten Auftritt mit Offensivpower und hoher Beweglichkeit mit neuen Kräften wie Florian Wirtz, Tom Bischof oder Derry Scherhant steht im großen Gegensatz zu dem, was Klopps erster Kader gegen die Niederlande und vor allem Griechenland auf den Platz brachte.

Ein X-User greift den Unterschied auf und sagt es mit dem physischen Erscheinungsbild von Brasiliens Ex-Star Ronaldo. Kader 2 ist Ronaldo in seinen besten Jahren: spritzig und mitreißend. Kader 1 offenbar der Ronaldo gute zwanzig Jahre später: schwerfällig und in die Jahre gekommen.

Auch wenn Jürgen Klopp mit seinem ersten Länderspielsieg länger warten musste, als seine Vorgänger, kommt der ehemalige Dortmunder und Liverpooler Erfolgscoach mit reichlich Vorschusslorbeeren zum DFB. So stellt der User auf X „nach drei Spielen“ fest, dass Klopp mit seiner Fußball-Philosophie „angekommen“ sei. Außerdem ist der User menschlich wie fachlich bereits vollends überzeugt vom neuen Coach, was das Attribut „Granate“ zweifelsfrei beweist.

Doch nicht nur der Bundes-Klopp, sondern auch die DFB-Schützlinge, die dem Spiel gestern ihren Stempel aufgedrückt haben, erhalten Komplimente aus dem Netz: Allen voran Premier-League-Sorgenkind Flo Wirtz, der endlich wieder im gewünschten Flow scheint.

Wirtz' Vorlage zu Tom Bischofs 1:0 in der ersten und sein eigenes, fein erzieltes Tor in der zweiten Hälfte verleitet nicht nur Otto Normalverbraucher zu lobenden Worten, auch Sportjournalist Maximilian Rieger muss nach dem Auftritt des viel kritisierten Spielmachers sagen:

Und weil es nicht nur Applaus, sondern auch eine fundierte Analyse des gebotenen Klopp-Fußballs in der Münchner Allianz-Arena geben soll, sagt Rieger auch das, was zahlreiche Fußballexperten am Spielfeldrand, an den Fernsehern und im Netz seit geraumer Zeit von sich geben: Die deutsche Mannschaft hat erfolgreich (gegen-) gepresst und dynamisch und ideenreich nach vorne gespielt.

Wirtz, Bischof, Scherhant, Gnabry, selbst Woltemade in Teilen – die neu entdeckte Spielfreude und Leichtigkeit war der deutschen Offensive von Minute eins an anzusehen. Und die scheint so manchen User so stark angezündet zu haben, dass sogar historische Vergleiche mit der Weltmeisterelf von 1954 – Stichwort Fritz Walter, Helmut Rahn und das Wunder von Bern – angestellt werden.

Aber auch die Bayern-Riege hat die Fans am gestrigen Abend begeistert: Dazu gehören Mittelfeldmann Tom Bischof und dessen Teamkollegen, Flügelflitzer und Aushelfskapitän, Serge Gnabry. Nicht zu vergessen ist auch die Nummer Eins gegen Serbien, Bayerns Torwart Jonas Urbig, der nichts Geringeres tun soll, als in die Fußstapfen seines Mentors beim FCB und DFB, Manuel Neuer, zu treten. Denn dann wird die Zukunft sicher „urBIG“:

Nicht nur Urbig mit seine 23 Jahren könnte für den deutschen Fußball noch goldwert sein, auch sein zwei Jahre jüngerer Münchner Teamkollege Tom Bischof ist nicht zuletzt wegen seines Treffers gegen Serbien offenbar ein Hoffnungsträger unter den über die Jahre gebeutelten DFB-Fans. Könnte er sogar gefährlich für den angestammten Kapitän Joshua Kimmich werden?

In dieselbe, etwas drastisch klingende Kerbe – Bischof statt Kimmich – schlagen tatsächlich auch andere User. Denn Kimmich gilt durch die Zugehörigkeit zu den Nationalteams der vergangenen Jahre, die bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaft meistens sang- und klanglos ausschieden, stets zum festen Spielerkreis, zuletzt auch als Kapitän.

Nicht unerwähnt lassen die Fans an den Bildschirmen auch das historische Debüt von Mika Baur. Der sympathische Offensivmann vom Bodensee und aus der Fußballakademie des SC Freiburg ist nämlich sage und schreibe der 1000. Nationalspieler Deutschlands. Baurs Aufstieg in die Nationalmannschaft ist aber nicht nur deshalb besonders, sondern auch, weil der 22-Jährige vor etwas mehr als einem Jahr noch für Dynamo Dresden in der Dritten und anschließend für den SC Paderborn in der Zweiten Liga gespielt hat. Heute kickt der Sohn von Handballweltmeister Markus Baur im schottischen Glasgow bei Celtic. Über solche Geschichten freuen sich auch die User:

Und weil ein Sieg der deutschen Elf nach unzähligen Spielen voller Frust und Enttäuschung nicht nur Menschen an den Fernseher, sondern auch menschenähnliche Wesen im Fernsehen erfreuen, zeigen auch die Mainzelmännchen aus der fußballerischen Heimat des Bundestrainers ihre Freude.

Amüsant war aber bei weitem nicht nur der spielerisch-muntere Auftritt des deutschen Teams rund um Kapitän Serge Gnabry, auch dessen Kopfschmuckwahl für das Spiel gegen Serbien war Gegenstand von Auslassungen beim Kurznachrichtendienstplattform X.

Ob die Stimmung auf einem so hohen Plateau bleiben wird, zeigt sich am kommenden Sonntag, 4. Oktober, 20.45 Uhr. Dann spielt die deutsche Nationalelf im nächsten Nations League-Spiel beim Rückspiel in Thessaloniki gegen die Griechen – also das Team, das dem Klopp-Team in Augsburg vor wenigen Tagen eine schmerzhafte Niederlage einschenkte.