Nach schwerem Sturz
: Drama um Florian Lipowitz! Hoffnungsträger muss Tour de France aufgeben

Florian Lipowitz erlebt ein dramatisches vorzeitiges Ende der Tour de France. Der 25-Jährige aus der Nähe von Ulm stürzt beim Zeitfahren schwer und muss im Krankenwagen abtransportiert werden.
Von
Nadine Vogt,
dpa
Ulm/Thonon-les-Bains
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Tour de France 2026 Second Restday: Tour de France 2026 Second Restday HAUTE-SAVOIE, FRANCE - JULY 20 : Lipowitz Florian GER of Red Bull BORA Hansgrohe during the second restday of the 113rd edition of Tour de France an UCI World Tour 2.UWT for Men Elite on July 20, 2026 in Haute-Savoie, France, 20/07/2026 Haute-Savoie France PUBLICATIONxNOTxINxFRAxBEL Copyright: xGvgx

Dramatisches Ende für Florian Lipowitz: Der 25-Jährige aus der Nähe von Ulm stürzt schwer – und muss die Tour abbrechen.

IMAGO/Gvg
  • Florian Lipowitz stürzte beim Zeitfahren schwer und gab die Tour de France auf.
  • Acht Kilometer vor dem Ziel stieg er in den Krankenwagen – er hielt die rechte Schulter.
  • Er lag zuvor auf Gesamtrang fünf; Zwischenzeiten zeigten eine aussichtsreiche Position.
  • Zu Verletzungen gibt es keine Angaben. Evenepoel gewann die Etappe vor Pogacar.
  • Pogacar führt gesamt souverän. Lipowitz ist nach Vingegaard der zweite Ausfall im Podiumskreis.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Florian Lipowitz raste mit hohem Risiko in eine Kurve – dann rutschte der deutschen Radsport-Hoffnung das Vorderrad weg, mit dem harten Aufschlag auf dem Asphalt endete seine Tour de France. Acht Kilometer vor dem Ziel des Einzelzeitfahrens stieg der 25-Jährige in den Krankenwagen, hielt sich dabei die rechte Schulter.

Lipowitz hatte vor der Etappe auf Gesamtrang fünf gelegen, auch beim Zeitfahren lag er bei den Zwischenzeiten in aussichtsreicher Position. Nach dem Sturz steht fest: Für den Radprofi aus Laichingen (Schwäbische Alb) ist die diesjährige Tour de France auf schmerzhafte Art und Weise vorzeitig beendet. Im vergangenen Jahr war der ehemalige Biathlet vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe sensationell auf den dritten Gesamtrang gefahren – und sorgte für große Euphorie in Deutschland.

Harter Aufschlag und ein vorzeitiges Ende

„Ich habe gehört, dass Florian gestürzt ist. Das gibt dem ganzen einen faden Beigeschmack. Ich wünsche ihm gute Besserung“, sagte der spätere Etappensieger und Lipowitz-Teamkollege Remco Evenepoel am Dienstagnachmittag. Der belgische Olympiasieger war auf den 26,1 Kilometern nach Thonon-les-Bains 28 Sekunden schneller als der Gesamtführende Tadej Pogacar.

In der Gesamtwertung führt Pogacar dennoch weiter souverän. Der Slowene liegt mit einem Abstand von 4:32 Minuten vor Evenepoel. Dritter ist der Mexikaner Isaac del Toro 6:51 Minuten hinter Pogacar. Lipowitz ist nach dem Aus des Dänen Jonas Vingegaard der zweite Podiumsfavorit, der nicht mehr dabei ist.

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Eine Diagnose gab es bei Lipowitz zunächst nicht. Von einem Betreuer gestützt und mit schweren Wunden an Schulter und Bein bestieg der 25-Jährige den Medical Truck. Seine Freundin Antonia Weeger eilte wenig später dazu.

Gegen 18.20 Uhr meldete sich das Team Red Bull-Bora-hansgrohe auf Instagram zu Wort. Die Botschaft vom Englischen ins Deutsche übersetzt: „Ein bittersüßer Tag für uns. Ein unglaubliches Rennen von Remco und ein wirklich besonderer Sieg“, heißt es unter anderem. Weiter: „Aber es ist unmöglich, das zu feiern, ohne an Lipo zu denken. Sein Crash überschattet alles.“

Lipowitz erleidet Schlüsselbeinbruch

Der 25-Jährige wurde anschließend im Krankenhaus untersucht. Dort stellten die Ärzte einen Schlüsselbeinbruch fest. Das teilte sein Team um 21 Uhr mit. „Nach so vielen unvergesslichen Momenten und seinen herausragenden Leistungen in den vergangenen zwei Wochen bedeutet dies ein bitteres, vorzeitiges Ende seiner Tour de France 2026“, hieß es von Red Bull-Bora-hansgrohe auf Instagram.

Während Lipowitz stürzte, preschte Olympiasieger Remco Evenepoel unweit des Genfersees über den Zielstrich und ließ sich in seiner Paradedisziplin nicht stoppen. Es war bereits erwartet worden, dass der Belgier am Nationalfeiertag seines Heimatlandes den Abstand auf Lipowitz vergrößert – doch nicht auf diese Weise.

Beide waren als gleichberechtigte Kapitäne bei der Tour gestartet. Mit der Zeit stellte sich Evenepoel als der bessere Fahrer heraus. Nach der schwierigen Tourmalet-Etappe hatte der Belgier auch heftige Kritik am Deutschen geübt. Nach außen wurde aber immer wieder betont, dass sich beide gut verstehen.

Lipowitz ereilt gleiches Schicksal wie Vingegaard

Für Gesprächsstoff hatte am heutigen Tag außerdem das Thema Dopingkontrollen gesorgt. Wie Teamchef Ralph Denk im ZDF berichtete, wurde auch das Red-Bull-Team am Montagabend kontrolliert. Die Tests aller Fahrer fanden zwischen 22 Uhr und 23 Uhr statt und damit noch vor dem Zeitraum, in dem nächtliche Kontrollen nur bei einem konkreten Verdacht zulässig sind. Denk räumte zwar ein, dass die Maßnahme die Regeneration beeinträchtige, äußerte aber zugleich Verständnis für die Kontrollen.

Auch der deutsche Red-Bull-Profi Nico Denz hegte keinen Groll: „So ist es eben. Immerhin war die Kontrolle nicht um zwei Uhr nachts, sondern gegen halb elf“, sagte Denz in der ARD. Ex-Champion Jonas Vingegaard (Visma-Lease a bike) war in der Nacht zu Sonntag um 2 Uhr getestet worden, er stürzte am selben Tag und schied aus. Nun ereilte dieses Schicksal auch Lipowitz.