Leichtathletik: Marie Sautter schafft das „Happy End“

Marie Sautter holte in Weingarten zwei Bronzemedaillen und schaffte die DM-Norm.
KaraDer erste Wettkampftag begann für Marie Sautter bei den W14 mit dem Kugelstoßen. Nach einem ungültigen sehr weiten Stoß ließ sie sich nicht aus der Ruhe bringen und stieß im zweiten Versuch 10,34 Meter und ließ im dritten 10,33 Meter folgen. Damit war sie die zweitbeste Athletin im Feld. Über 100 Meter war sie über zwei Zehntel besser als ihre bisherige Bestzeit und bestätigte mit der fünftbesten Zeit ihre Position im vorderen Feld. Im Weitsprung stellte Sautter in einer konstanten Serie mit 4,49 Metern ihre Bestleistung ein. Zum Abschluss des Tages ging es zum Hochsprung. Bis 1,40 Meter überquerte sie alle Höhen im ersten Versuch. Für 1,44 Meter benötigte sie den dritten Sprung. Mit 1949 Punkten verbesserte sie ihre Vierkampfbestleistung deutlich und sicherte sich knapp die Bronzemedaille.
Bronze im Vier- und Siebenkampf
Der zweite Wettkampftag begann mit dem Speerwurf. Gleich der erste Wurf gelang mit 29,03 Metern, die zweitbeste Weite im Feld. Damit hielt sie den dritten Rang, verlor aber wertvolle Punkte in Richtung DM-Norm. Somit galt es im 80-Meter-Hürdenlauf hellwach zu sein. Nach einem Fehlstart. kam sie hervorragend aus den Blöcken und war bis zur drittletzten Hürde in Front. Dort touchierte sie und verlor etwas an Tempo. Mit 13,01 Sekunden lag Sautter etwas hinter den Erwartungen, blieb aber mit der drittbesten Zeit im Feld vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf auf dem dritten Zwischenrang. Auch die DM-Norm war nicht außer Reichweite, wenn sie auch deutlich ihre Bestzeit unterbieten musste. Von Anfang lief sie die 800 Meter mutig und gut mit. Auf den letzten Metern mobilisierte sie nochmals alle Kräfte und überquerte die Ziellinie in 2:45,86 Minuten. Damit unterbot sie fast um zehn Sekunden ihre bisherige Bestzeit.
Ein Punkt über der DM-Norm
Mit 3401 Punkten erfüllte sie um einen Punkt die Norm für die Deutschen Meisterschaften, verbesserte ihre bisherige Bestleistung um mehr als 100 Punkte und sicherte sich die Bronzemedaille im Siebenkampf. Simon Helber begann seinen Vierkampf bei den M14 mit einer Bestleistung über 100 Meter in 13,64 Sekunden. Im Weitsprung sprang er gleich im ersten Versuch eine Bestleistung von 4,66 Metern. Im Hochsprung gehörte er zu den besseren Springern im Feld und überquerte 1,52 Meter sicher. Im abschließenden Kugelstoßen gab es wieder eine persönliche Bestleistung mit 8,96 Metern. Damit überbot er seine bisherige Vierkampfbestleistung deutlich und wurde mit 1814 Punkten Zehnter.
Hoch patzt im Hochsprung und im Kugelstoßen
Bei den M15 ging es für Colin Hoch als erstes auch über die 100 Meter an den Start. Auf Grund seiner Vorleistung durfte er sich berechtigte Hoffnung auf einen Podiumsplatz machen. Hoch erwischte einen guten Start; am Ende stand mit 12,25 Sekunden die beste Zeit im Feld. Danach ging es zum Weitsprung. Im ersten Versuch sprang er bei nicht idealem Absprung 5,12 Meter. Im Hochsprung war er völlig von der Rolle und schaffte mit Müh und Not im dritten Versuch seine Einstiegshöhe von 1,44 Metern. So blieb er 20 Zentimeter unter seiner persönlichen Bestleistung und musste seine Ambitionen auf Bronze aufgeben. Auch im Kugelstoßen erwischte er einen schlechten Tag und blieb mit 9,22 Metern weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Am Ende stand für Hoch der enttäuschte neunte Platz mit 1955 Punkten.