Leichtathletik: Luan Kummle reißt alle von den Sitzen

Im Gleichschritt marsch! Am Ende trennen Fabian Klein (Links) und Luan Kummle im 100 Meter-Sprint nur eine Hundertstelsekunde
Uli NodlerIn dieser Form ging die seit Jahrzehnten den Höhepunkt der Freiluftsaison bildende Leichtathletik-Veranstaltung zum letzten Mal über die Bühne. Wie spektakulär in all den Jahren die Veranstaltung war, legen die Meeting-Rekorde eindrucksvolles Zeugnis ab. Top-Athletinnen und Athleten aus den USA, Jamaika, Kenia, Europa, Deutschland und dem heimischen Bezirk Oberrhein machten mit ihren Leistungen in all den Jahren das Nachtmeeting zu einer herausragenden Adresse.
Nachtmeeting 2026 mit zwei Ausrichtern?
„Wir können den Aufwand für die Ausrichtung einer solchen Veranstaltung nicht mehr alleine stemmen. Wir wollen uns einen Partner ins Boot holen“, informierte Thomas Rist, Vorstand Sport des TV Rheinfelden. Ihm schwebt im nächsten Jahr eine Kooperation mit dem TuS Lörrach-Stetten vor.
Die „Finale Blaue Nacht“ geizte dann auch am Freitag nicht mit großartigen Leistungen, obwohl das regnerische Wetter nicht unbedingt mitspielte.
Im Mittelpunkt des unterhaltsamen Abends stand ein Sprinter und Weitspringer des TV Wehr. Luan Kummle stellte mit zulässigem Rückenwind beeindruckende neue Bestleistungen auf. Im Weitsprung kratzte der U20-Athlet an der Sieben-Meter-Marke, sprang in seinem dritten Versuch 6,96 Meter weit. Über 100 Meter lieferten sich Kummle mit Männer-Athlet Fabian Klein ein spektakuläres Duell. Am Ende siegte Luan Kummle und hatte im Ziel eine Hundertstelsekunde Vorsprung auf Klein. Nach diesem Duell strahlte der Wehrer über das ganze Gesicht.

Maja Lindenmaier gewinnt in ihrer Altersklasse beide Sprintstrecken.
Foto: Uli NodlerTolle Zeiten lieferte auch der 200 Meter-Sprint der Männer. Auch hier entschied eine Hundertstelsekunden über den Sieg. Am Ende setzte sich Maximilian Waldner (SCL Heel Baden-Baden) gegen Karthieyan Hariharan (TV Gundelfingen) durch. Im Speerwurf-Finale der Männer siegte ein Werfer des PTSV Konstanz. Jens Kresalek warf den Speer 47,23 Meter weit.
Wehrer U18-Athlet glänzt über 100 Meter
Bemerkenswert waren auch die 11,32 Sekunden von U18-Athlet Gianluca Rapprich (TV Wehr) bei seinen Siegen über 100 und 200 Meter. In dieser Altersklasse siegte Alexander Knüppel vom Ausrichter TV Rheinfelden im Hochsprung. Er übersprang 1,77 Meter. Knapp dahinter folgte Lenny Hänßler (TuS Lörrach-Stetten, 1,74 Meter). Übertroffen wurde der TVR-Athlet im Hochsprung vom U15-Sieger Fynn Henning (LG Ortenau Nord), der 1,80 Meter hoch sprang. Seinen zweiten Sieg holte sich Knüppel im Weitsprung-Finale. Seine Weite: 6,35 Meter. Bemerkenswert waren auch die 49,13 Meter von U15-Athlet Valentin Lang (TV Engen) und die 5,23 Meter von U14-Athlet Gerrit Basse im Weitsprung. Er gewann auch den Hochsprung-Wettbewerb mit übersprungenen 1,64 Meter.

Wehrs Sprinter Gianluca Rapprich hat gut lachen.
Foto: Uli NodlerIn den Frauen-Konkurrenzen sind die 400 Meter-Siegerzeit von Natascha Hohler (TV Rheinfelden) zu erwähnen. Sie gewann in 60,40 Sekunden. Über 5000 Meter hatte Emmely Kaiser (LG Region Karlsruhe)in 18:23,91 Minuten die Nase vorne.
Lindenmaier lässt es im Sprint knallen
Über die Sprintdistanzen dominierte in der U20-Altersklasse Maja Lindenmaier. Die Athletin des TuS Höllstein ließ der Konkurrenz über 100 und 200 Meter keine Chance. Ihre Zeiten über die 100 Meter in 12,61 Sekunden und 200 Meter in 25,75 Sekunden können sich für die Mehrkampf-Spezialistin in der Tat sehen lassen. Die Schweizerin Celine Erdin setzte im Speerwurf mit 37,47 Meter die Bestweite.

Luan Kummles Riesensatz im Weitsprung.
Foto: Uli NodlerIn der weiblichen U18-Altersklasse ließen die 2:27,81 Minuten von Amara Igwe aufhorchen. In den Wurf- und Stoßdisziplinen war Anna Rongen eine Klasse für sich. Die Kader-Arhletin siegte im Kugelstoß mit 11,37 Meter und in ihrer Spezialdisziplin Speerwerfen mit 39,06 Meter. Stark waren auch die 5,03 Meter von Weitsprungsiegerin Olivia Nord (LG Badische Bergstraße, W15). Sie siegte aber nur dank des besseren zweiten Versuchs gegen die weitengleiche Laura Hübsch (LG Baar).
In der Altersklasse W14 wächst mit Fina Thim vom ESV Weil ein großes Talent heran. Sie siegte mit 4,64 Meter im Weitsprung. Ähnlich stark lieferte auch Marieke Carla Lattrich vom TuS Lörrach-Stetten ab. Die TuS-Weitspringerin wurde mit lediglich drei Zentimetern Rückstand Zweite.