Landesliga Württemberg: Für den BSV Schwenningen wird es in Bösingen ernst

Der Läufe sind genügend absolviert, auch beim BSV 07 Schwenningen wird nun wieder um Punkte gekickt.
Heinz WittmannLandesliga Württemberg: VfB Bösingen – BSV 07 Schwenningen (Sonntag, 15 Uhr). Am ersten Spieltag der württembergischen Landesliga war der BSV noch spielfrei, jetzt geht es für die Mannen vom Neckarursprung aber los.
Allerdings ist es bei den Schwenningern inzwischen fast schon zur Tradition geworden, dass zum Auftakt viele Spieler in den Ferien sind. „Ja – es sind etliche Spieler im Urlaub, dennoch werden wir eine vernünftige Elf zusammenbekommen“, sagt Trainer Jago Maric, der die vergangenen zwei Wochen in den Ferien weilte.
Vor allem die BSV-Abwehr ist dünn besetzt
Vor allem die Abwehr ist dünn besetzt. Abwehrchef Dragan Ovuka fehlt ebenso wie Patrick Markovic. Mauro Chiurazzi ist aufgrund einer Roten Karte aus der vergangenen Saison noch gesperrt. Verteidiger Nico Effinger ist nach Stuttgart gezogen und steht dem BSV gar nicht mehr zur Verfügung.
Und dabei präsentierte sich die Defensive der Nullsiebener zuletzt in den Testspielen sehr instabil. Es war teils ein „Hühnerhaufen“, so gab es zuletzt eine 2:6-Pleite gegen den Verbandsligisten FC Astoria Walldorf II und ein 2:5 gegen den Landesligisten FC Radolfzell.
Das erste Pflichtspiel hatte der BSV im Verbandspokal gegen den Ligakonkurrenten SG Empfingen mit 1:5 verloren. Auch Dario Holenstein und David Miletic sind im Urlaub, Stürmer Mario Buccelli ist verletzt.
„Sicherlich war die Vorbereitung nicht optimal. Wir haben aber auch viel ausprobiert. Ich bin nicht beunruhigt. Wir werden jetzt eine vernünftige Elf in Bösingen stellen können, aber klar, ab jetzt zählt es“, sagt Maric.
Gut ist da, dass sich kurzfristig noch Drion Panxhaj den Nullsiebenern angeschlossen hat. Der Abwehrmann wird am Sonntag gleich auflaufen und so versuchen die BSV-Defensive stabilisieren. „Er ist eine Verstärkung für uns“, urteilt Maric über den 20-Jährigen, der aus der Jugend des FC 08 Villingen stammt und in der vergangenen Saison mit dem Türkischen SV Singen den Aufstieg von der Verbandsliga in die Oberliga geschafft hat.
Bösingen zeigt im Pokal eine starke Reaktion
Gastgeber Bösingen, der in vergangenen Saison Vierter wurde – der BSV war Achter –, verlor zum Landesliga-Auftakt daheim gegen Nehren mit 2:3.
Die Mannschaft um Kapitän Noah Kimmich, Cousin von Bayern-Star Joshua Kimmich, agierte insgesamt zu passiv, hatte aber auch Pech. Bei einer klaren Tätlichkeit eines Nehreners in der ersten Halbzeit ließ der Schiedsrichter Gnade vor Recht ergehen und zog nur Gelb statt Rot. VfB-Trainer Peter Leopold war nach der Begegnung jedenfalls mächtig angefressen.
Am Mittwochabend zeigten seine Jungs die richtige Reaktion: Bösingen gewann gegen den letztjährigen Landesliga-Meister und neuen Verbandsligisten FC Rottenburg in der dritten Runde des wfv-Pokals mit 2:1. Der VfB ist so gegen den BSV doch klarer Favorit.
„Der Start ist nie leicht, da hat Bösingen jetzt sicherlich einen Vorteil, da sie jetzt zwei Pflichtspiele nacheinander gemacht haben. Wir kennen Bösingen und wissen, dass wir jetzt eine ganz andere Leistung als in der Vorbereitung brauchen. Ein guter Start in die Runde wäre wichtig“, meint Maric, der zuversichtlich auf die Saison blickt: „Wenn alle aus dem Urlaub zurück sind, haben wir 13, 14 sehr gute Landesliga-Spieler. Ich sehe es sehr positiv, eine Herausforderung. Es wird eine intensive Runde, wir haben mehr Qualität als letztes Jahr.“