Landesliga Staffel 3: SpVgg Freudenstadt schlägt sich mit „Killer-Toren“ selbst

Für Anton Bensch und die SpVgg Freudenstadt war es die achte Niederlage im neunten Spiel.
Andreas WagnerVfL Pfullingen – SpVgg Freudenstadt 4:2 (2:0). Auch gegen den in der Krise steckenden VfL Pfullingen hat das Tabellenschlusslicht aus Freudenstadt verloren. Trotzdem zeigte die Spielvereinigung, dass sie mithalten kann – schlug sich am Ende aber selbst.
Nicht dominiert
Es war ein kämpferischer und engagierter Auftritt der Freudenstädter, die nach dem 1:1 gegen den SV Zimmern wieder mehr Selbstvertrauen hatten. Über weite Strecken zeigte Freudenstadt auch guten und ansprechenden Fußball. „Der Gegner hat zwar besser gespielt, aber es war keine Mannschaft, die uns über 90 Minuten dominiert hat. Wir haben mitgehalten und auch zwei Tore gemacht“, so Freudenstadts Trainer Elvedin Djekic. Doch wie kam es dann zu der erneuten Niederlage mit vier Gegentoren?
„Die Fehlerquote war einfach so hoch“, fasst Djekic zusammen und blickt beispielhaft auf die Szene zum 0:1. „Wir spielen den Ball in unserer Hälfte quer, flach auf die andere Seite, übersehen dabei den gegnerischen Spieler. Der Ball landet direkt in seinem Fuß und er läuft allein aufs Tor.“ So war Freudenstadt nach 16 Minuten in Rückstand. Bis zur Pause stand es 2:0 für den VfL. Nach der Pause folgte das frühe 3:0. Freudenstadt kam zwar zum Anschluss, aber Djekic sagt klar: „Wir kassieren solche Killer-Tore. Wenn du bei einem 0:2 den Anschluss schießt, gibt es ein Aufbäumen, aber bei einem 0:3 nicht.“
Das macht noch Mut
Trotzdem sagt der Coach: „Wir schätzen alles zu 100 Prozent richtig ein und wissen alle, dass man mit solchen Fehlern nicht in der Landesliga bestehen kann. Mut macht aber, dass wir über 90 Minuten durchgespielt haben und die Jungs sich nicht aufgegeben haben. Das war bisher auch nicht immer so. Damit sind wir als Trainer zufrieden.“
Freudenstadt ist natürlich nicht die erste Mannschaft, die sich nach einem Aufstieg in die Landesliga sehr schwer tut. „Wir wollten nie eine von diesen Mannschaften sein, aber damit müssen wir nun umgehen“, sagt Elvedin Djekic abschließend.
